One For The Ditch

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Hinter dem geheimnisvollen Kürzel ESP verbirgt sich eine kleine Singer/Songwriter/Alt.Country Supergroup "aus Verlegenheit"! Was sollen drei gestandene Musiker denn auch machen, wenn sie, abgelegen in Alaska, mitten im Winter zusammen in einer Hütte hocken und wegen eines Schneesturms gar nicht mehr rauskommen? Gut für sie und für uns, dass in dieser allerdings nicht ganz unabsichtlich gewählten Unterkunft ein professionelles Recording Studio eingerichtet war und unsere drei Protagonisten vom ersten Moment an die Bänder mitlaufen ließen. ESP wurde geboren!

Die Rockgeschichte ist reich an Bands mit Namen aus Initialen bzw. Teams, in denen sich gleichberechtigte Musiker unterschiedlicher Provenienz aufeinander einlassen - nehmen wir nur mal das vielleicht berühmteste Markenzeichen CSN für Crosby, Stills & Nash oder, um im Blue Rose-Terrain zu bleiben, die wundervolle Formation Hardpan mit gleich vier ebenbürtigen Frontmännern! Formal vergleichbar kommen ESP nun als neueste Errungenschaft des Alt.Americana/Troubadour-Lagers daher, ein weitgehend akustisches Trio mit den Herrschaften Tim Easton, Leeroy Stagger und Evan Phillips.

Nicht nur für aktive Blue Rose-Sammler, sondern allein durch seine regelmäßigen Veröffentlichungen dürfte Tim Easton hier den höchsten Bekanntheitsgrad aufweisen. Nach seiner Alt.Country Rock-Frühphase als Chef der in Columbus, Ohio beheimateten Haynes Boys beeindruckte der meist introvertierte und grundsätzlich non-konforme Musiker mit einer Serie von vier erstklassigen Soloalben zwischen 1999 und 2006: Special 20, The Truth About Us, Break Your Mother's Heart und Ammunition - alle auf Blue Rose erschienen - setzen Maßstäbe mit charakterstarken Kompositionen und einem individuellen Sound, zeigen subtile Folk/Roots-Kunst auf hohem Niveau. Vor knapp 10 Jahren zog Easton von Ohio nach Südkalifornien, gibt als seinen derzeitigen Wohnsitz die Wüstengegend um Joshua Tree an, reist aber die meiste Zeit des Jahres als ruheloser Americana-Hobo in den Staaten, Europa oder dem Rest der Welt umher.

So lernte er im fernen Nordnordwesten der USA die Whipsaws kennen, eine der klar besten neueren Gruppen des ewig jungen No Depression/Gitarrenrock-Genres. Nach nur zwei Alben, Ten Day Bender (2006) und dem erst kürzlich auch auf Blue Rose erschienenen Zweitwerk 60 Watt Avenue, herrscht unter Kritikern seltene Einigkeit: Das sind die "Bottle Rockets aus Alaska". Oder die "Drive-By Truckers aus Anchorage"! Bandleader, Songschreiber, Sänger und Gitarrist ist Evan Phillips, etwa ein Brian Henneman/Jay Farrar/Patterson Hood/Ryan Adams in Personalunion. Für das ESP-Konzept musste er zwar seine elektrischen Rock-Attitüden beiseite legen, aber das ist für Phillips ja kein Neuland, hört man mal in seine vor dem Whipsaws-Start erschienene Soloplatte Chickaloon rein.

Kommen wir zum Dritten im Bunde, Leeroy Stagger. Der Prairie-Rocker aus Vancouver hat sich im Laufe seiner vier Alben von 2004-07 vom leicht roots-poppigen Interpreten à la Petty/Adams/Mellencamp zum erdigeren, kräftigeren Steve Earle/Chris Knight-style Singer/Songwriter entwickelt und sich besonders mit seinem neuesten Werk Depression River in die erste Liga der Canamericana-Szene katapultiert. Er gehört bereits in jungen Jahren zu den wohl größten Talenten des Kontinents, die für eine zeitgemäße Aufarbeitung traditioneller Folk-, Country- und Roots-Werte im Sinn einer eigenständigen, individuell hochwertigen Songschreiberkultur garantieren.

Ihre gemeinsame erste CD One For The Ditch besticht durch erhabene Souveränität, enormes Talent, hohe Musikalität und eine sehr Team-geprägte Arbeitsweise, in der sich die drei Typen mit einfachen Mitteln auf spielerisch leichte Weise einander annähern, sich gegenseitig Respekt erweisen und somit das große Ganze schaffen, bei dem aber sehr wohl die ureigenen Qualitäten hörbar bestehen bleiben. Das formidable Ergebnis verströmt dann eine ungemein friedliche Atmosphäre zwischen Lagerfeuer-Ambiente, rustikalem Veranda-Charme und mitternächtlicher Mondlicht-Romantik. One For The Ditch hat insgesamt 11 Tracks, je vier stammen von Phillips und Stagger, drei von Easton. Auch nur einen einzigen hervorzuheben, wäre ungerecht - alle sind neu und exklusiv für ESP komponiert, gehören zum Besten, was der Einzelne zu leisten im Stande ist! Formal straff organisiert singt jeder bei seinen eigenen Stücken die Leadstimme, aber stets sind auch die jeweils anderen beteiligt: Sie legen mit diversen akustischen Gitarren, Mandoline, Harmonica, Bass, etwas Percussion, auch Klavier und Orgel das instrumentelle Fundament, brillieren mit mehrstimmigen Harmony Vocals. Lokale Sessionmusiker wie Stu Schulman (Pedal Steel, Dobro), Bobby Furgo (Fiddle) und Damian Lester (Standbass) helfen mit zusätzlichen Arrangements. Sämtliche Basic-Spuren wurden an den besagten Schneesturmtagen im Januar 2008 aufgenommen, während gemeinsamer Tourneen in den Folgemonaten ergänzte man die ein oder andere Finesse im kalifornischen Heimstudio von Tim Easton.


Part time troubadours will come and go. For Tim Easton (Joshua Tree, California), Leeroy Stagger (Victoria, Canada) and The Whipsaws' mastermind Evan Phillips (Anchorage, Alaska), traveling the world and singing songs isn't just a diversion. It's a way of life. It is how they survive in this world, and it is what caused them to cross each others paths.

The three singer/songwriters first came together at Easton's Joshua Tree desert home in 2007. They had mutual respect for each others work but the thought of forming a band was the last thing on their minds. Fast forward to January 2008 where Easton and Stagger are the support acts for Phillips' band The Whipsaws on their Alaskan CD release tour and the three start to collaborate. With the assistance of Anchorage resident and recording engineer Greg Benolkin, the three musicians found themselves laying down tracks during a winter storm in a cabin in Girdwood, Alaska. The snow was falling and the tape was rolling and what came out of that three day session was a lifelong friendship plus a beautiful record of songs the three had been stockpiling. The majority of One For The Ditch was recorded at that session, and on the third evening, their first performance as EASTON STAGGER PHILLIPS took place at Vagabond Blues in Palmer, Alaska.

The trio later reconvened in the lower 48 in March 2008 for a cross country drive from Austin to Joshua Tree in order to add the finishing touches on the primarily acoustic recordings. Hunkering down at Easton's home cabin studio as well as Victoria Williams' Chapparal Bottoms studio, the three recruited Bobby Furgo (Leonard Cohen band) on violin, and took turns overdubbing organ bass pedals on some of the songs, using a vintage Gulbransen Pacemaker organ that Easton had scored for $50 at a local thrift store, to finish what was to be EASTON STAGGER PHILLIPS' debut album One For The Ditch.

There is a familiar dynamic to this band. Stagger says "we keep each other together and in check, which makes it a very easy and fulfilling band to be in." Evan Phillips added, "We are also big fans of each other so that helps." Easton agrees that "this is a natural fit. We travel well as a trio and we are not afraid to push each other to do better work. There's a ton of songwriters out rambling about, and I feel lucky to have crossed paths with these two."

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One Response to “Album”

  • Thomas sagt:

    Hallo Edgar,
    ich habe mir die DVD gekauft. Allerdings sind dort 32 Songs drauf – nach „Song 28. Paradise“ kommt der Song „Hollywood Bungalow“ und dann weiter wie mit der DVD-Setlist.
    Eine kleine Anmerkung meinerseits. 😉
    Gruß
    Thomas

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One For The Ditch
EASTON STAGGER PHILLIPS
One For The Ditch
LP (Personal Vinyl Edition)
BLU LP0469
€ 16.90



Side One
1. Hell Of A Life
2. Highway 395
3. In Love With You
4. Stormy
5. Goodbye Blues

Side Two
6. Red Bandana
7. Festival Song
8. She Was Gone
9. Too Many Rainy Days
10. Walk Away
11. One For The Ditch