Valley Fever - Green On Red Live At The Rialto Tucson, AZ 9/04/05

Allen VINYL-Freunden können wir ab sofort einen ganz großartigen Service anbieten: Aus wirtschaftlichen Gründen macht es oft keinen Sinn, LPs eines Albums zu pressen, und so haben wir nun die Möglichkeit gerschaffen, Einzelfertigungen anzubieten, und zwar nicht nur von allen Neuheiten im Blue Rose-Katalog, sondern auch von vielen bisher erschienenen CDs bieten wir Vinyl-LP-Ausgaben an! Dabei handelt es sich um keine Produktionen "von der Stange", sondern jede LP wird speziell für den jeweiligen Kunden einzeln gefertigt, auf dem LP-Etikett wird der Name des Bestellers aufgedruckt sein. Schweres 180g-Vinyl findet Verwendung, und bei den heutigen Laufzeiten einer CD wird es sich dabei überwiegend um 2-LP-Sets handeln. Nicht mehr auf CD erhältliche Blue Rose-Alben werden extra für die Your Personal Vinyl Edition-Serie wieder aus den Archiven geholt.

Tatort: Der hauseigene Club des kultigen Hotel Congress in Tucson/Arizona feierte am 1. September-Wochenende des Jahres 2005 sein 20-jähriges Jubiläum, und David Slutes (Sänger und Gitarrist der Sidewinders/Sand Rubies), der die Konzerte für den "Club Congress" bucht, hatte die Idee, zu diesem Ereignis alles, was irgendwie mit Tucson Music zu tun hat/hatte, einzuladen bzw. zu verpflichten. Und wenn man dann Zeuge dessen war, was da alles auf den 3 Bühnen stand, musste man den Eindruck gewinnen, dass ihm das richtig gut gelungen war. Besonders dann, wenn man das Highlight des 3 Tage-Events herauspickte: Da sollte doch tatsächlich eine DER legendären Kult-Americana/Rootsrock/No Depression-Bands schlechthin eine Reunion-Show spielen, und dazu noch mit den Original-Mitgliedern. Das konnte sich nur um einen Scherz handeln. War es aber keineswegs - Dan Stuart, Chuck Prophet, Chris Cacavas und Jack Waterson nisteten sich für 3 Nachmittage in einem Zimmer des Hotel Congress ein und probten für eine denkwürdige, einmalige Reunion-Show von GREEN ON RED. Chris Burroughs, ebenfalls bei Blue Rose zuhause, wurde für einen Konzertmitschnitt angeheuert, und da sich zufällig ein brasilianisches Kamerateam in der Stadt aufhielt, wurde dieses kurzerhand gebeten, die Show auch videotechnisch für die Nachwelt festzuhalten.

Das Publikum im "Rialto Theatre" gegenüber dem Hotel Congress war gespannt wie ein Flitzebogen, als GREEN ON RED (am Schlagzeug Daren Hess von James McMurtrys Begleitband Restless Bastards) am Sonntag, den 4.10.2005 kurz nach Mitternacht die Bühne betraten. Die Bänder liefen mit, und wie beim ursprünglichen Live-Set startet auch die CD: Erstmal kracht und knackt die PA voller Vorfreude... "just like the old days" lautet der lakonische Kommentar von Dan Stuart, und dann geht's los mit dem allerersten Stück von der allerersten Green On Red-Scheibe überhaupt: "Death And Angels" heißt das gute Teil und es stammt - die alten Fans wissen das natürlich - von der 1982er Mini-LP Green On Red. Sofort ist alles wieder präsent, was damals so begeistert hat: die verspielte, psychedelisch-leierige Orgel von Chris Cacavas, die stoische Crazy Horse-ähnliche Rhythm Section, die präzise, konsequente, sich reinschaffende Lead Guitar eines Chuck Prophet und, jaja, das ganz besonders: Dan Stuart, der große Dan Stuart ist wieder aus der Versenkung aufgetaucht, singt sich mit einer Inbrunst und Leidenschaft die Seele aus dem Leib, als hätte er nie über so viele Jahre die Lust am Rock'n Roll verloren. Stuart hat eine dieser unendlich markanten Stimmen, die man definitiv nicht vergisst, die einen im Nacken packen, die einem das Herz rausreißen, die Berge versetzen können! Und er lebt das hier alles aus, wird völlig eins mit den kongenialen anderen Musikern, die das Green On Red-Kollektiv wieder zum Leben erweckt haben - ein Team, das wie geölt spielt, das die ganzen alten Hits abspult, als befänden wir uns mitten in den 80ern. Ja, und die Hits rollen gewaltig heran: "Cheap Wine", "Gravity Talks", "Jimmy Boy", "No Free Lunch", "16 Ways", "The Drifter", "Sea Of Cortez", "Clarkesville", "Fading Away", um nur einige zu nennen. Insgesamt erleben wir ein fulminantes Konzert mit 16 kapitalen Tracks in einer Gesamtlänge von über 75 Minuten! Sämtliche Stücke sind Bandkompositionen und stammen ausschließlich von den ersten 5 Alben, also der Gründerzeit mit Stuart, Cacavas und Bassist Jack Waterson (und wechselnden Schlagzeugern); Chuck Prophet gehörte erst ab Album #3 Gas Food Lodging (1985) zum Team und gewann dann über die Jahre immer mehr Einfluss, bestimmte besonders die späte Phase, als GREEN ON RED praktisch nur noch das Duo Stuart/Prophet mit unterschiedlichen Begleitmusikern war. Aber mit jener Ära hat diese Reunion-Show rein gar nichts am Hut, hier wird gerockt in seliger Erinnerung an Gravity Talks (83), No Free Lunch (85) und The Killer Inside Me (87) mit einem total revitalisierten Dan Stuart upfront und den entfesselt aufspielenden Chuck Prophet, Jack Waterson und Chris Cacavas daneben! Und wenn dann zum Finale "That's What Dreams Are Made For" erklingt, ja, dann gibt's kein Halten mehr, dann bekommt man es endgültig mit, dass Träume wirklich wahr werden können. Sogar scheinbar unerfüllbare wie eine Green On Red-Reunion!

Die CD ist ein einziger Ohrenschmaus, die wunderbare Verpackung (Doppel-Digipack) mit stilechtem Artwork eine Wohltat für die Augen - auf der beiliegenden Parallel-DVD werden gleich beide Sinne angesprochen. Sie enthält dasselbe Konzert 1:1 in genau derselben Setlist, allerdings im technisch zeitgemäßen 5.1 Surround Sound. Hier kann man dann bestaunen, wie die Musiker in Würde gealtert sind und auch 20 Jahre später leidenschaftlich rocken "wie Hölle". Und wer beobachtet, wie sie dabei miteinander umgehen - nämlich so freundschaftlich, so voller Respekt füreinander, so locker vernetzt im "Team Spirit" -, der ist sich absolut sicher: Diese Reunion Show war noch längst nicht alles, damit werden sie sich nicht zufrieden geben, da geht noch ganz viel!


As probably the first record label in Germany, maybe even in the world, we give our customers the opportunity to order custom made 7" singles and complete albums. Not only new Blue Rose releases will be covered but also previously released CDs will be available on vinyl. Each item of these custom LPs is a unique copy, done by request only and the name of the customer will appear on the LP label. Heavy 180g vinyl will be used, since the running times are between 50 and 60 minutes these days most of the available vinyl editions will be 2-LP sets.
Looking for deleted Blue Rose albums? No problem - sold out Blue Rose CDs will be taken from the archives and also offered through our online mailorder. Welcome to Vinyl Paradise!



The late 1970's was perhaps the last gasp of an American artistic ideal which the band Green On Red inhaled in full. Teenage friends Dan Stuart, Jack Waterson and Chris Cacavas started as The Serfers in Tucson, Arizona, and by the early eighties had moved to LA to become GREEN ON RED. Attracted by the rotting corpse of LA's punk scene, GOR found itself equally ill at ease with all the lazy acronyms of the time: post punk, neo-psychedelic, alt-country etc. The truth was that GOR aspired to climb the impossible heights of Dylan, Crazy Horse and The Band. Loved by most and hated by few, the band used it's subversive boozy charm to ooze it's way through the cracks and record an eponymous EP for Down There, followed by the critical smash Gravity Talks for Slash Records. Unhappy with Slash's sleazy meddling, GOR jumped ship in 1985 to rival Enigma Records and recorded the internationally acclaimed dazzler Gas, Food, Lodging. This breakthrough work was mostly due to the addition of guitarist Chuck Prophet, who balanced the brilliance of keyboardist Chris Cacavas and turned Green On Red into something that people had heard before, but exactly where and when, nobody could really say. Critics heaped on the praise, but mainstream success would prove elusive.

Credited with being among the founders of the "Americana" movement, Green On Red was always more interested in redefining themselves, and sailed from the new world for the old to sign with London's Phonogram Records in 1987. Left alone to stew, the band produced the mini-LP No Free Lunch which delivered the band's first taste of commercial success, albeit with a heavy price tag: the resignation of beloved drummer Alex MacNicol. Exhausted by constant touring, facing the void and sensing the end, the band turned to producer Jim Dickinson to administer a lethal injection of Memphis disdain. Reeling from the trial by fire, Green On Red shat out The Killer Inside Me, a record that causes fistfights amongst it's stalwarts and foes to this day. Whether a grand masterpiece or bombastic failure, the record spelled the end for the original Green On Red.

Wad shot and living in a desert shack, songwriter Dan Stuart crawled back to Memphis to record the sublime Here Come The Snakes with Chuck Prophet. Lacking the courage to shelve the record, Stuart allowed China Records to release the disc under the Green On Red moniker, thus beginning a sordid second act that explored music as geography. This Time Around found Dan and Chuck groveling in LA for Glyn Johns, whereas Scapegoats featured the gruesome twosome embracing Nashville, if not Al Kooper. Fittingly, the two wound back in Tucson having Too Much Fun, a record that falls back into the cracks that the original band burst forth from. Since then, Prophet has gone on to a critically acclaimed and fruitful solo career, with beaucoup session work and stellar songwriting credits. Chris Cacavas has also produced a mighty oeuvre of solo work and his ivory tinkling is much sought after, from Tucson to Berlin. Jack Waterson recorded the timeless Whose Dog? and acts as a kind of consigliere for numerous young LA musicians/producers, as well as playing in whatever group strikes his fancy, currently the Chicano pop weirdness of White. As for Stuart, his fingerprints can found at Brink.com where he's a contributing editor. But wait, there's more...

In September of 2005, to honor their fallen comrade Alex MacNicol, the original Green On Red gathered in Tucson, AZ, to play for the first time in nearly two decades. Fortunately, this historic show was recorded and filmed and Valley Fever - Live At The Rialto Tucson, AZ 9/04/05 is the band's first DVD. Never to leave well enough alone, GOR shook down London's Astoria Theatre this past January, and will play selected dates this summer before disappearing back into the pop culture Zeitgeist like a mirage. There you have it, now and forever.

One Response to “Album”

  • Thomas sagt:

    Hallo Edgar,
    ich habe mir die DVD gekauft. Allerdings sind dort 32 Songs drauf – nach „Song 28. Paradise“ kommt der Song „Hollywood Bungalow“ und dann weiter wie mit der DVD-Setlist.
    Eine kleine Anmerkung meinerseits. 😉
    Gruß
    Thomas

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Valley Fever - Green On Red Live At The Rialto Tucson, AZ 9/04/05
GREEN ON RED
Valley Fever - Green On Red Live At The Rialto Tucson, AZ 9/04/05
2-LP (Personal Vinyl Edition)
BLU LP0392
€ 27.90