Fluorescent (Special Edition)

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Nach dem Ende von Dream Syndicate arbeitete Steve Wynn sofort an der Fortsetzung seiner Karriere und veröffentlichte bereits 1990 sein erstes Soloalbum "Kerosene Man", gefolgt von "Dazzling Display" 2 Jahre später. 1994 erschien das dritte Album unter dem Titel "Fluorescent", das im kalifornischen Venice aufgenommen wurde. Unter Mithilfe von Musikern wie John Wesley Harding, Howe Gelb, Victoria Williams, Vicki Peterson, Susan Cowsill sowie der eigentlichen „Band“, die außer Wynn aus Gary Eaton, Kevin Jarvis und Richard Lloyd bestand. Vollkommen ohne Druck irgendwelcher Plattenfirmen entstand in loser Atmosphäre ein „ungeplantes“, dafür umso homogeneres und schwungvolles Album, von dem Songs wie „Carelessly“, „Carry A Torch“ oder „Layer By Layer“ auch heute noch einen festen Platz im Live-Programm von Wynn haben.

Schon seit Jahren gestrichen und im Handel nicht mehr erhältlich, erscheint "Fluorescent" jetzt, auf der Höhe von Steve Wynns Popularität dank des Doppel-Albums "Here Come The Miracles", als Special Edition mit 8 (!) Bonustracks im attraktiven Digipak und zum Sonderpreis!


Von einem, der dabei war…

Komm mit uns nach Venice in Kalifornien im 93. Jahr des 20. Jahrhunderts, hinein in das kleine Studio auf Lincoln mit dem Namen Mad Dog, wo man gerade dabei ist, ein schönes kleines Stück Musik aufzunehmen. Leider wurde es zur damaligen Zeit aufgrund diverser Gründe nicht so gewürdigt, wie es das Album verdient gehabt hätte. Diese Wiederveröffentlichung, die an eine sehr fruchtbare Arbeitswoche erinnert, als "Fluorescent" aufgenommen worden war, befreit die Aufnahmen von ihrem Staub und macht einen weiteren Schritt zur Zeitlosigkeit der Songs.

"Fluorescent" ist Steve Wynns drittes Soloalbum nach "Kerosene Man" (1990) und "Dazzling Display" (1992), zwei überaus ambitionierte, in jeder Pop-Enzyklopädie aufgeführte Alben, bei denen der Glanz des Studios so hell erstrahlte wie die Songs es verdient gehabt haben. Streicher und Bläser, teure Sessionmusiker und die berühmte Mandoline von Peter Buck unterstrichen und erweiterten den üblichen Gitarrenrock-Sound. Nicht einmal Dream Syndicate’s extrem teure "Medicine Show" erstrahlte heller.
"Fluorescent" ist das Gegenteil, das Umgekehrte. Arm gegen reich (positiv gemeint). Kaum geübt, schnell aufgenommen, meist live eingespielt, möglichst preisgünstig eben. Im Geist kommt es sehr nahe an Dream Syndicate’s "The Days of Wine and Roses" heran und wurde sicherlich auch beeinflusst durch Steve’s damalige Erfahrung mit dem Schnellschuss-Projekt Gutterball. Das Studio ist unsichtbar, das Album entfaltet sich in Echtzeit. Und Zeit, im finanziellen Sinn, war das ausschlaggebende an der ganzen Geschichte: die meisten der Aufnahmen waren die First Takes, und wenn es Fehler geben sollte (und es gibt sie), nun, da kann man nichts dran ändern.

Der Großteil von dem, was wir hier haben, wurde an zwei langen Tagen aufgenommen, tatkräftig unterstützt durch jede Menge Kaffee und 7-Eleven, mit ein paar weiteren Tagen für die Überarbeitung und die Sahnehäubchen. Außer Howe Gelbs Gitarren, John Wesley Hardings Harmonika-Solo und dem Gesang von Wes, Victoria Williams und den Psycho Sisters Vicki Peterson und Susan Cowsill - und im Gegensatz zu "Kerosene Man" und "Dazzling Display" - wurde die komplette Musik von den gleichen vier Personen eingespielt (Steve, Gary Eaton, Kevin Jarvis und mir), die den Stücken einen Bandcharakter verliehen. Es war wohl keine Band, aber wir waren Freunde und hatten schon alle zusammen gearbeitet. Ich habe mit Steve seit 1987 gespielt, im akustischen Steve Wynn Quar-/Quintett und war zusammen mit Kevin - man kann in Portland jeden nach ihm fragen - 1990 und 1992 im “elektrischen” Steve Wynn Quartett auf Tour gewesen. Gary war (zusammen mit Mark Walton) eines der Gründungsmitglieder der Continental Drifters gewesen, zu denen auch Susan und Vicki gehörten, und auch die anderen hatten schon zusammen bei Raji’s in Hollywood auf der Bühne gestanden, wo sich eine Post-Paisley L.A. American Rock-Bewegung entwickelte. Und jeder hatte schon im Mad Dog-Studio gearbeitet (Kevin wohnte sogar gerade mal um die Ecke), was ein heimeliges Gefühl hervorrief. Michael Dumas and den Reglern hielt den Sound körnig und klar.

Obwohl Steve es ein “leises elektrisches” Album nennt - und einiges davon ist bei weitem nicht leise -, ist "Fluorescent" für mich immer der Höhepunkt einer Zeit der akustischen Shows gewesen, mit denen Steve Ende der 80er Jahre in L.A. begonnen hatte, zu einem Zeitpunkt, wo Dream Syndicate noch aktiv waren, im allerersten Steve Wynn Quartet/Quintet/Sextet, einem flexiblen, ohne Verstärker arbeitenden Gebilde um die DS-Mitglieder Mark Walton und Paul Cutler, Chris Cacavas und mir selbst. Natürlich hatte es alles von Pop bis Rock, aber die effektlose Intimität dieser Aufnahmen hört sich wie Folk an, wenn sie es auch nicht sind (Steve selbst hat Nick Drake, Leonard Cohen und Joni Mitchell als Einflüsse für diese Songs bezeichnet). And “Counting the Days”, hier als Extra-Track dabei, wurde im alten Stil aufgenommen, die Musiker in einem Kreis um ein einziges Mikrofon.

Da die Aufnahmesessions nicht unbedingt zu einem Album führen mussten sondern eher dazu, vielleicht ein Album aufzunehmen, lag es vielleicht daran, dass überhaupt kein Druck ausgeübt wurde, sondern man sich voll dem Songmaterial widmen konnte. Steve hatte für alle Vorschläge ein offenes Ohr. Oder, wie sich Gary erinnert, “egal mit welche Idee wir kamen, es schien okay für ihn gewesen zu sein.” Der Zufall spielte eine Rolle, Conny Hill, die Aufnahmeassistentin, wurde zu Backing Vocals verdonnert; hatte sie jemals jemand zuvor singen hören? Aber sie war die richtige Person am richtigen Ort. Egal, wer zu Besuch kam, konnte mitmachen. Bangle Michael Steele war mal angedacht, Bass zu spielen, mit Gary and der Gitarre, als sie jedoch ausstieg, nahm Gary den Bass, und auf zweien der Songs, wo Gary Gitarre spielte, übernahm ich den Bass (genaugenommen bin ich gar kein Bassist). Als Kevin mal für einige Tage weg musste, nahmen wir Stücke ohne Drums auf. Die Idee fand Anklang. Da waren Streicher vorgesehen, aber als die Musiker absagten, füllte Steve die Stellen mit anderem oder wurden leer gelassen und der Hintergrund wurde zum Vordergrund. Was da passierte ist das, was nun vor uns liegt. Musik wurde gemacht; es lief von ganz alleine und kam einfach so heraus.

- Robert Lloyd


"Fluorescent" is Steve Wynn’s third solo album, following "Kerosene Man" (1990) and "Dazzling Display" (1992), two sonically ambitious, pop-encyclopedic records on which as much studio sheen as had ever been applied to his songs was applied to them. Strings and horns, yo-cat session men and the famous mandolin of Peter Buck augmented and expanded the usual guitar-rock sound/suspects. Not even the Dream Syndicate’s extremely expensive "Medicine Show" glittered as brightly.

"Fluorescent" is their opposite, their inverse, the yin to their yang, the pauper to their prince (in a good way): Barely rehearsed, quickly recorded, played essentially live, made on the cheap, it’s close in spirit if not substance to the Dream Syndicate’s reckless "The Days of Wine and Roses", and influenced certainly by Steve’s recent experience in the aim-by-not-aiming instant garage supergroup Gutterball. The studio is invisible here, and the record seems to unfold in real time. And time, in a monetary sense, being of the essence, most of these takes are first takes; if there are mistakes, and there are (list available on request), well, that is, after all, life.

Though Steve calls it a “quiet electric” album – and some of it, in fact, is not quiet at all - Fluorescent has always seemed to me the culmination of the acoustic shows he started playing around L.A. in the late ‘80s, back when the Dream Syndicate was still a going concern, in the very first Steve Wynn Quartet/Quintet/Sex-tet, a flexible unamplified aggregation that might include DS bandmates Mark Walton and Paul Cutler, Chris Cacavas and Robert Lloyd. It’s got bash and pop for sure, but the up-close, no-effects intimacy of these recordings feels like folk, even when it isn’t.

"Fluorescent", out of print since many years, is now re-released as a Special Edition: 8 (!) bonus tracks, fine digipak packaging, new liner notes and available for a special price!


By one who was there…

Return with us now to the city of Venice in the state of California, in the 93rd year of the 20th century AD, to the little studio on Lincoln called Mad Dog and the making of the music you now most fortunately possess. It was, for the usual sorts of show-business bad reasons, perhaps insufficiently exposed in its time; this reissue, which appends to the original 1994 "Fluorescent" the remainder of a remarkably fruitful week’s work, rescues it from history’s dustbin, makes a new claim to its timelessness.
"Fluorescent" is Steve Wynn’s third solo album, following "Kerosene Man" (1990) and "Dazzling Display" (1992), two sonically ambitious, pop-encyclopedic records on which as much studio sheen as had ever been applied to his songs was applied to them. Strings and horns, yo-cat session men and the famous mandolin of Peter Buck augmented and expanded the usual guitar-rock sound/suspects. Not even the Dream Syndicate’s extremely expensive "Medicine Show" glittered as brightly.
"Fluorescent" is their opposite, their inverse, the yin to their yang, the pauper to their prince (in a good way): Barely rehearsed, quickly recorded, played essentially live, made on the cheap, it’s close in spirit if not substance to the Dream Syndicate’s reckless "The Days of Wine and Roses", and influenced certainly by Steve’s recent experience in the aim-by-not-aiming instant garage supergroup Gutterball. The studio is invisible here, and the record seems to unfold in real time. And time, in a monetary sense, being of the essence, most of these takes are first takes; if there are mistakes, and there are (list available on request), well, that is, after all, life.
Most of what’s here was recorded in two long days, fueled by studio coffee and 7-Eleven comestibles, with a few more days a little bit later for overdubs and icing. Apart from Howe Gelb’s occasional guitar skronk, John Wesley Harding’s harmonica solo and the backing vocals of Wes, Victoria Williams and Psycho Sisters Vicki Peterson and Susan Cowsill (singing with her infant daughter strapped to her chest) – and in contrast to "Kerosene Man" and "Dazzling Display" – all of the music was played by the same four people (Steve, Gary Eaton, Kevin Jarvis and my-self), giving the tracks a bandlike unity. It wasn’t a band per se, but we were all friends, and had all worked together. I’d played with Steve since 1987, in the acoustic Steve Wynn Quar-/Quintet and, along with Kevin – ask anyone in Portland about him – had toured in the electric SWQ in 1990 and 1992; Gary was (with Mark Walton) a founding member of the Continental Drifters, which also included Susan and Vicki, and on occasion the rest of us, whose Tuesday night jamborees at Raji’s in Hollywood had served as a de facto social club for the post-paisley L.A. American rock musicommunity. And everyone had worked at Mad Dog (Kevin even lived around the corner), which imparted its own homey clubhouse vibe, and whose own Michael Dumas, engineering and co-producing with Steve, kept the sound crisp and real.

Though Steve calls it a “quiet electric” album – and some of it, in fact, is not quiet at all - "Fluorescent" has always seemed to me the culmination of the acoustic shows he started playing around L.A. in the late ‘80s, back when the Dream Syndicate was still a going concern, in the very first Steve Wynn Quartet/Quintet/Sex-tet, a flexible unamplified aggregation that might include DS bandmates Mark Walton and Paul Cutler, Chris Cacavas and myself. It’s got bash and pop for sure, but the up-close, no-effects intimacy of these recordings feels like folk, even when it isn’t. (Steve himself has cited Nick Drake, Leonard Cohen and Joni Mitchell among the influences on these songs.) And “Counting the Days,” included here as an extra track, was recorded in the old field style, with the players in a circle around a single microphone.
Possibly because these sessions were not necessarily meant to produce a record, but only possibly produce a record, there was a feeling of nothing being at stake but doing justice to the material. Steve was open to suggestion and to accident. Or as Gary remembers, “Whatever we came up with seemed to be okay by him.” Happenstance played its part. Assistant engineer Connie Hill was drafted as a backing vocalist; had anyone even heard her sing? But she was the right person at the right time. Anyone who wandered in might be impressed into a chorus. Bangle Michael Steele was originally set to play bass at one point, with Gary on guitar, but when she dropped out, Gary switched to bass, and on a couple of songs, when Gary played guitar, I played bass. (I am not, strictly speaking, a bass player). When Kevin had to leave for a couple of hours, we recorded songs without drums. The idea was to keep moving. There were going to be strings, but when the string player or players canceled, Steve filled those spaces with other things or left them empty, and background became foreground. What happened is what you have. Music was played; it went round and round and came out here.

- Robert Lloyd

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Side One
1.Follow Me
2. Collision Course
3. Carelessly
4. Carry A Torch
5. Open The Door
6. Layer By Layer

Side Two
1. Older
2. That's Why I Wear Black
3. Wedding Bells
4. The Sun Rises In The West
5. Look Both Ways
6. Never Ending Rain

Side Three
Bonus Tracks
1. Animation
2. Gospel #1
3. Counting The Days
4. Closer

Side Four
1. The Subject Was Roses
2. Dead Roses
3. Gospel #2
4. Our Little House