Days Of The Greats

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Der bekannte niederländische Musiker AD VANDERVEEN ist nach einer kleinen Pause jetzt mit seinem neuen Album zu Blue Rose Records zurückgekehrt. Days Of The Greats heißt das gute Teil und es bestätigt eindrucksvoll seinen Ruf als einer der besten und glaubwürdigsten New Americana-Künstler in ganz Europa! Der beliebte Singer/Songwriter jonglierte im Laufe seiner fast 20-jährigen Profilaufbahn ja stets gekonnt zwischen den musikalischen Polen des akustischen Troubadour-Folks und des deftigen elektrischen Rock'n Rolls - übrigens sehr in Anlehnung an einen seiner ganz großen Helden, Neil Young. In letzter Zeit tendiert Vanderveen auf seinen Alben mehr in die ruhigere, mit nachdenklichen, introspektiven Balladen angereicherte Ecke. So geschieht das auch schwerpunktmäßig auf Days Of The Greats. Aber nicht nur!

Ad Vanderveen wurde 1956 in Hilversum geboren, die Hälfte seiner Familie stammt allerdings aus Kanada. Und offensichtlich sind es genau jene Gene, die sich hörbar durchgesetzt haben! Seit Anfang der 90er trägt er seine ganz persönliche musikalische Botschaft zunächst quer durch die einschlägige Clubszene in Mitteleuropa, später dann auch über viele Grenzen hinaus in die Welt. Heute gehört er zu den wichtigsten europäischen Americana-Musikern und steht damit in derselben Tradition wie der Schweizer Hank Shizzoe, Markus Rill aus Deutschland, Iain Matthews aus England/Holland oder der Amerikaner Elliott Murphy, der aber mittlerweile eigentlich als Franzose durchgeht. Sicher nicht ganz zufällig haben all diese Künstler ihre musikalische Heimat bei Blue Rose gefunden! Ad Vanderveen ist ein äußerst kommunikativer Typ, der gerne mit anderen zusammenarbeitet. So ist er im Laufe seiner etwa 16 Alben und unzähliger Live-Konzerte mit Hochkarätern wie Eric Andersen, David Olney, Al Kooper, Herman Brood und Eliza Gilkyson aufgetreten, zeigt sich in den letzten Jahren gerne im Duo mit seiner Freundin, der talentierten Sängerin Kersten de Ligny, reaktiviert von zu Zeit das Iain Ad Venture (mit Iain Matthews). Außerdem steht seine langjährige Begleittruppe The O'Neils (benannt nach...? Na, klar!) immer einsatzbereit zur Verfügung, wenn es denn mal wieder richtig elektrisch, in allerbester Crazy Horse-Manier krachen und bratzen soll!

Die bleibt freilich für Days Of The Greats in ihrer Garage. Das neue Album ist nämlich nahezu eine Soloveranstaltung: Vanderveen hat dazu sämtliche 11 Songs komponiert, es gibt also diesmal keine einzige Coverversion; außerdem hat er bis auf wenige Ausnahmen alle Instrumente im Alleingang aufgenommen: akustische und elektrische Gitarren, Klavier, Mundharmonika und Bassgitarre. Der häufig gebuchte Studiomultiinstrumentalist Rob van Duuren spielt auf einem Stück Cello, ist ansonsten gleich mehrfach mit gekonnten Einlagen auf der Pedal Steel Guitar zu hören! Kersten de Ligny singt unaufdringlich aber wunderschön und ist damit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Ad Venture-Unternehmens aufgeblüht.
Days Of The Greats ist vom Prinzip her ein Folk & Americana-Album geworden, moderner Folk mit etwas Country-Atmosphäre und leicht eingestreuten Rock'n Roll-Untertönen. Der Sound klingt natürlich und zeitgemäß, die Arrangements sind vorwiegend mit akustischen Instrumenten besetzt, gezielt baut Vanderveen zusätzlich Druck auf mit einer elektrischen Gitarre hier und da. Seine Songs sind sehr melodiös, manchmal etwas bittersüß und herb, bisweilen richtig schwelgerisch mit Refrains von endloser Weite. Sie handeln von einer Kindheit mit dem amerikanischen (oder besser: kanadischen) Traum am Horizont, den Reisen in seine zweite Heimat zu seinem Onkel und von den Helden seiner Jugend. Im grandiosen Titelsong, gleichzeitig Albumeröffnung und Trendmarker für die nächsten wundervollen Stücke, ist anfangs die Rede von JFK und Clint Eastwood - am Ende heißt es: "These are the days, these are the days of all the greats, now Obama carries on and Clint, he still creates". In anderen Liedern wie 'Grow Old With Me' und 'New Late Bloomer' geht es ums Älterwerden mit Würde und der nie versiegenden Hoffnung auf die große Liebe. Auch im über 8-minütigen 'Well Of Wonder' überwiegt eine positive Lebenssicht: "If blues were just self pity my tears had long run dry, but the picture's bigger than the frame". Sattes Electric Lead Guitar-Gegniedel flirtet mit auf und ab gleißender Pedal Steel, zum Fundament mit der akustischen Gitarre kommt ein Klavier hinzu, immer wieder setzt die sehnsüchtige Harmonica ein und Ad Vanderveen singt dazu seine unendlich poetischen Strophen. Ja, die könnten auch aus der Feder seines großen Vorbilds geflossen sein.
Aber es ist Stück # 7 im Zentrum, 'Slippin' Past', das Ad Vanderveens Affinität zu Neil Young kongenial auf den Punkt bringt. Wem bei diesen konsequent treibenden akustischen und elektrischen Gitarren, dem sentimentalen Break und beim herb-brüchigen Duettgesang mit Kersten de Ligny nicht automatisch Assoziationen zu 'American Stars 'N Bars' und 'Comes A Time' einfallen, der hat im Leben definitiv was verpasst! Und wer sich dieses wirklich famose Singer/Songwriter-Werk eines holländischen Mittfünfzigers, der sich nach all den Jahren immer noch wie ein kleiner Junge am Niagara Fall stehen und nach Buffalo in die Staaten rüberschauen sieht, entgehen lässt, ebenfalls!!


Well-known Dutch musician AD VANDERVEEN returns to Blue Rose with his new album after a short pause. Days Of The Greats provides once again proof that he must be considered one of Europe's premier New Americana artists. In the span of his almost 20-year career the singer-songwriter has expertly navigated between opposite ends of the musical spectrum - introspective acoustic troubadour folk and full-throttle energetic rock'n'roll, much like Neil Young, undeniably one of Ad's greatest influences. Recently, Vanderveen has been focusing more on the acoustic side of things as he does, but not exclusively, on Days Of The Greats.

However, Days Of The Greats is almost a solo record. Vanderveen wrote all 11 songs (no covers this time) and played most of the instruments: acoustic and electric guitars, piano, harmonica, bass. Dutch studio wiz Rob van Duuren plays cello on one song and tasty pedal steel on some others, Kersten deLigny provides beautiful unobtrusive vocals.

Days Of The Greats is mostly a folk & Americana album, modern folk with a countryfied atmosphere and a pinch of rock'n'roll. It sounds natural and up-to-date, dominated by acoustic instruments with Vanderveen's electric guitar giving them a jolt of energy here and there. His songs are strong on melody, often somewhat bittersweet, sometimes reveling in open-spaced, soaring choruses. They are about a childhood with an American (or rather Canadian) dream on the horizon, travels to his Canadian uncle and the heroes of his youth. The title track as album opener is the first of many beautiful songs. In the beginning it mentions JFK and Clint Eastwood and closes with "these are the days, these are the days of all the greats, now Obama carries on and Clint, he still creates". Other songs like "Grow Old With Me" and "New Late Bloomer" deal with dignified aging and the never-ending hope for a true love. The 8-plus-minute long "Well Of Wonder" also shows a positive attitude: "If blues were just self pity my tears had long run dry, but the picture's bigger than the frame." Powerful electric guitar and glistening steel licks over a foundation laid by acoustic guitar and piano and a winsome harmonica while Ad sings his endlessly poetic verses - yes, his idol couldn't have done it any better.

But it's Song #7, "Slippin' Past" that best demonstrates Ad Vanderveen's affinity for Neil Young. If these driving acoustic and electric guitars, the sentimental break and the duet between Ad & Kersten de Ligny do not automatically remind you of 'American Stars 'N Bars' and 'Comes A Time', you have missed out on something big! Which is also true if you let this album of a Dutch man in his mid-fifties standing like a boy at Niagara Falls staring into the distance pass you by!

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Days Of The Greats
VANDERVEEN, AD
Days Of The Greats
CD
BLU DP0536
€ 5.90



1. Days Of The Greats
2. Just Like Life
3. New Late Bloomer
4. No Way To Quit
5. How Free
6. Grow Old With Me
7. Slippin' Past
8. Songbird
9. Good And Gone
10. Well Of Wonder
11. ...Is Everybody Gone