After All These Years

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Die Wynntown Marshals haben in ihrer zehnjährigen Bandgeschichte bisher drei Alben veröffentlicht. Sie feiern dieses Jubiläum mit After All These Years, einem Rückblick auf die Highlights ihrer bisherigen Veröffentlichungen. Unter den 16 Songs sind auch drei neue Aufnahmen, die den Weg bereiten für das nächste Kapitel der Bandgeschichte.

Die Marshals veröffentlichten ihre eigenfinanzierte Debüt-EP im Jahr 2008. Kurz darauf wurden sie von einem Plattenlabel aus New Jersey dazu eingeladen, einen Song für ein "Hair Metal"-Tributalbum beizusteuern: Die Marshals interpretierten "Ballad Of Jayne", die Hommage der L.A. Guns an Jayne Mansfield, als Roots-Rocker mit Pedal Steel, 12-String-Gitarren und einer twangenden Telecaster. Dieses Cover überzeugte den legendären britischen Radiomann "Whispering" Bob Harris, der die Single häufig spielte und die Band in seiner Radiosendung auf BBC2 vorstellte. Dies führte zu einer Livesession in der Sendung, die der Band eine Menge Türen in Großbritannien und dem Rest von Europa öffnete.

Westerner - das Debütalbum der Band - wurde im Mai 2010 veröffentlicht und erhielt begeisterte Kritiken in Europa und anderswo. Die belgische Webseite "RootsTime" nannte es "das beste alt.country Album, das je aus Europa kam". Die Marshals gingen auf Tour und erspielten sich in Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Deutschland eine treue Fangemeinde. Außerdem traten sie mit Jason & The Scorchers, Richmond Fontaine und Chuck Prophet auf.

Leider erwies es sich als schwierig, die Band zusammenzuhalten. Auf The Long Haul, das 2013 erschien, wurden Frontmann und Hauptsongschreiber Keith Benzie und Iain Sloan (der nun neben Pedal Steel auch Leadgitarre spielte) von Bassist Murdoch MacLeod und Drummer Kenny McCabe begleitet. Kritiker und Fans waren sich einig, dass das Album einen Schritt nach vorn für die Band bedeutete; Songwriting, Instrumentierung und die Arrangements waren ambitionierter und überraschender.

Der neue, verbesserte Sound der Marshals fiel auch Europas führendem Roots & Americana-Label Blue Rose auf - sie nahmen die Band unter Vertrag. Die Presse in Europa und den USA war begeistert. Auf der Liste des Sunday Herald der 50 besten schottischen Alben von 2013 landete The Long Haul auf Platz 10.

2015 veröffentlichte Blue Rose The End Of The Golden Age, bei dem Keyboarder Richie Noble erstmals an Hammondorgel, Piano und Synthesizer zu hören war. Nach weiteren Tourneen in Europa begannen die Sessions für ein neues Album 2017 mit einer neuen Rhythmusgruppe: Drummer Simon Walker und Bassist David McKee.

Die Texte der Band sind stets interessant, worum es geht aber zuweilen nicht offensichtlich. Melancholische, aber dennoch erfrischende Melodien werden von klaren Gitarren und umwerfendem Chorgesang unterstützt, von hübschen Keyboardparts verziert und fußen auf einer grundsoliden Rhythmusgruppe. Früher wurden die Marshals die "Masters Of Midtempo" genannt, heutzutage gelingt ihnen auch herzerwärmender, frischer Powerpop.

Diese Sammlung enthält für jeden etwas: Nostalgieselige Texte treffen auf Jingle-Jangle-Gitarren und umwerfende Pop-Hooks wie auf "Canada" und dem Titelsong von "The End Of The Golden Age". Die bereits erwähnte "Ballad Of Jayne" - exemplarisch für den frühen Sound der Band - ist ebenso zu hören wie der Fan-Liebling "Low Country Comedown". Dieser Track ist emblematisch für die Marshals, eine bittersüße Ode ans Leben on the road mit kräftigen Gitarren, wehmütiger Steel und verwaschener Orgel. Außerdem gibt's den ausufernden Live-Favoriten "Tide" und Sänger Benzies romantischen Tribut an West Lothian, das im schwelgerischen Americana-Panorama von "Red Clay Hill" besungen wird. Das Synthie-dominierte Being Lazy zeigt eine andere musikalische Seite der Band, während Text und Songwriting auf gewohntem Niveau bleiben.

Storysongs sind schon von Anfang ein fester Bestandteil des Marshals-Sounds - natürlich sind davon auch einige vertreten: Ein frühes Beispiel ist "11:15" von der Debüt-EP, das die Geschichte der größten Flut der jüngeren Geschichte Großbritanniens erzählt, die 1829 Aberdeenshire heimsuchte. Die B-Seite "The Burning Blue" von 2009 erzählt von der Luftschlacht um England im Zweiten Weltkrieg aus Sicht eines Spitfire-Piloten. Der Country-Shuffle "Snowflake" ist möglicherweise der einzige Americana-Song über einen gefangenen Albino-Gorilla. "Moby Doll" ist ein langsamer, todtrauriger Song über den ersten gefangenen Orca-Wal, erzählt aus der Perspektive eines von seinem Gewissen gepeinigten Journalisten. "Thunder In The Valley" versetzt den Zuhörer mit seiner Atmosphäre in die High Sierra der Nationalparks in Kalifornien. "Curtain Call" ist reduziert auf akustische Gitarren, Piano und ein Streichquartett - die richtige Besetzung für eine tragische Geschichte um Selbstmord im viktorianischen Zeitalter.

Die unveröffentlichten Tracks auf After All These Years sind eine Freude für alte und neue Fans. Zwei davon wurden als mögliche Kandidaten für das nächste Studioalbum aufgenommen - mit dem langjährigen Produzenten Andrew Taylor als Drummer. Das sehr persönliche "Your Time" - klassischer, optimistisch stimmender Marshals-Powerpop mit Gitarren und Orgel - bietet Reflektionen über das Vergehen der Zeit in einer Beziehung. "Odessa" ist ein atmosphärisch sich aufbauender Song über eine Beziehung, die nicht von Dauer war. Die Neuaufnahme des frühen EP-Tracks "Different Drug" enthält ein hinreißendes, langes Outro - ein weiteres Beispiel für den einzigartigen Sound, den die Marshals in den vergangenen zehn Jahren entwickelt haben.

After All These Years ist eine abwechslungsreiche, freudige, nostalgische, intelligente Sammlung - eine Retrospektive, eine Erinnerung an ein Jahrzehnt des Musikmachens und ein Ausblick auf das, was in der Zukunft dieser entschlossenen, hart arbeitenden Band liegen könnte.


Three studio albums into the Wynntown Marshals' career, the band mark a decade together with the release of a new album entitled After All These Years. Primarily a retrospective look back at some of the recorded highlights of the past ten years, the 16-track collection also includes 3 new, previously unreleased tracks which set the scene for the next chapter in the band's history.

The Marshals released their self-financed debut EP in 2008. Shortly after this, when invited by a New Jersey-based record label to submit a song for a 'Hair Metal' tribute album, the Marshals chose to reinterpret L.A. Guns' homage to Jayne Mansfield, "Ballad of Jayne"; reimagining this glam-rock ballad as a swaggering roots-rock workout, replete with pedal steel, 12-string guitars, and twanging Telecaster. This cover version instantly captured the attention of legendary British broadcaster 'Whispering' Bob Harris, who playlisted the single and championed the band on his BBC Radio 2 show. This led to a live session on the show and previously-closed doors began to open for the band around the UK and in mainland Europe.

Westerner, the band's debut long-player, was released in May 2010 and was a success with critics across Europe and beyond. A review on the Belgian Americana website 'RootsTime' proclaimed the album as "the best alt.country album from Europe ever". At this point, the Marshals started to attract the attention of promoters in Europe, and hit the road in earnest, playing gigs throughout the UK and making their first forays in to the Netherlands, Spain, and Germany, building a strong, loyal following. Support slots with Americana luminaries such as Jason & The Scorchers, Richmond Fontaine, and Chuck Prophet followed.

Unfortunately, like many of their peers operating at this level, holding a stable line-up together proved difficult, and this led to several personnel changes. The line-up that put together 2013's The Long Haul retained frontman and principle songwriter Keith Benzie alongside Iain Sloan (now handling lead guitar duties as well as pedal steel), and a new rhythm section of bassist Murdoch MacLeod and drummer Kenny McCabe. Critics and fans alike agreed that The Long Haul marked a significant step forward for the band, with greater ambition and adventure present in the songwriting, instrumentation, and arrangements.

The new, improved Marshals' sound also impressed Europe's leading roots/Americana label Blue Rose Records - so much so, in fact, that the band were signed up immediately. These sentiments were universally echoed by the press across Europe and America and The Long Haul was placed at number 10 in the Sunday Herald's list of the 50 top Scottish albums of 2013.

In 2015, Blue Rose Records released The End of the Golden Age - which featured the recording debut of keyboard player Richie Noble; now beginning to stamp his authority upon the band's sound with Hammond organ, piano and synths coming more to the fore. Following regular trips to northern Europe and the beginnings of sessions for the follow up to yet another critically-acclaimed record, the Marshals started 2017 with a brand-new line-up - the McCabe/ MacLeod rhythm section being replaced by drummer Simon Walker and bassist David McKee. The Wynntown Marshals' lyrics are never throwaway, the subject matter often obscure. World-weary yet uplifting melodies are channelled via strident guitars and gorgeous vocal harmonies, offset by beautiful keyboard parts and driven by a rock-solid rhythm section. Once referred to as 'The Masters of Midtempo', the band can also deftly turn their hand to heart-warming, uplifting powerpop.

There's something for everyone on this collection. Nostalgic lyrics collide with jangly guitars and killer pop hooks on "Canada" and the title track from "The End of the Golden Age". The aforementioned "Ballad of Jayne" - which, in many ways, embodies the early sound of the band - makes an appearance, alongside another fan favourite "Low Country Comedown". This track is the Marshals personified, a bittersweet ode to life on the road set to powerhouse guitars, plaintive steel guitar and washes of Hammond organ. Also present is the sprawling, stellar live favourite "Tide", and singer Benzie's romantic tribute to the shale bings of West Lothian is brought to life in glorious technicolour in the Americana masterclass that is "Red Clay Hill". In contrast, the synth-led "Being Lazy" shows a different side to the Marshals, while still demonstrating characteristically deft songcraft and lyrical depth.

Story songs have been an integral part of the Marshals' sound since the band's inception, and these songs are well represented here; one of the earliest examples, taken from the band's debut EP, is the epic "11:15", which tells the tale of the greatest flood in modern UK history which took place in rural Aberdeenshire in 1829. The criminally-overlooked 2009 'B-side' "The Burning Blue" is told from the perspective of a Spitfire pilot during the Battle of Britain. The country-shuffle of "Snowflake" is possibly the only Americana song about a captive albino gorilla in existence, and these themes are carried through into "Moby Doll', a languid, heart-breaking song about the first captive orca, told from the perspective of a guilt-wracked journalist. "Thunder in the Valley", with all its pastoral atmosphere and dynamics, transports you to the high sierra of California's national parks, and "Curtain Call" sees things stripped right back to just acoustic guitars, piano, and string quartet - the perfect setting for a tragic tale of a suicidal Victorian conjuror.

The previously unreleased tracks on After All These Years are a real treat for fans old and new. Two of these were recorded as early contenders for a new studio album with long-time producer Andrew Taylor in the drum stool; the very personal lyrical themes of "Your Time" - another uplifting slice of classic Marshals' powerpop, replete with multi-layered guitars and organ - reflect the passing of time in a relationship, and "Odessa" is an atmospheric slow-burner about another relationship which didn't quite go the distance. Finally, the reworking of an early EP track "Different Drug" (recorded by the current line-up) features a sublime extended outro and is another wonderful example of the unique sound that the Marshals have created and honed over the last 10 years.

After All These Years is by turns a celebratory, cerebral, nostalgic, and just downright joyous collection. It acts as a retrospective, a potted history, a memoir of a decade of making music and as the perfect nod to what the future holds in store for this most resolute and hard-working of bands.

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One Response to “Album”

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After All These Years
WYNNTOWN MARSHALS
After All These Years
CD
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1. Low Country Comedown
2. Your Time
3. Red Clay Hill
4. The Burning Blue
5. Being Lazy
6. Canada
7. Ballad Of Jayne
8. Tide
9. Odessa
10. 11:15
11. The End Of The Golden Age
12. Curtai Call
13. Thunder In The Valley
14. Moby Doll
15. Snowflake
16. Different Daug