News Deutsch

25. Januar 2018

Die erste Blue Rose-Veröffentlichung 2018 ist gleich eine echte Perle – MARKUS RILL und Getting Into Trouble als Doppel-CD!

Seit 20 Jahren veröffentlicht MARKUS RILL regelmäßig Alben – „20 years of gunslinging“ nennt er das in Anlehnung an den Titel seines Debütalbums Gunslinger’s Tales von 1997. Nun, findet er, ist es Zeit für ein Geschenk „an all die Menschen, die meine Musik mögen und an mich selbst“. Dieses Geschenk ist Getting Into Trouble, Rills erstes Doppelalbum, das zum wiederholten Male belegt, warum Rill als hervorragender Songschreiber und Europas herausragender Americana-Künstler gilt.


CD 1 enthält elf neue Aufnahmen mit allen Rill-Markenzeichen: Die raue, fesselnde Stimme und viel Abwechslung zwischen treibendem Roots-Rock und nachdenklichen, akustischen Stücken, von poliertem Bluegrass zu schmutzigem Blues. Rills Texte sind frisch, voller interessanter Einsichten und lakonischer Poesie – ob er eine Stripperin in New Orleans beschreibt oder ein junges Mädchen, das eine Entscheidung treffen muss, ob er dem Geigenvirtuosen Vassar Clements Tribut zollt oder sich Gedanken macht um einen Schulfreund, der vom Weg abgekommen ist, oder über die Herausforderungen der Liebe aus der Perspektive von Heinrich VIII. Hervorragende Musiker aus Nashville, Australien, Seattle und Deutschland haben diese Songs mit großer Kreativität und Energie aufgenommen und tragen zur Tiefenwirkung bei.
„Ein bisschen aufgeräumt“ habe er mit diesem Album, sagt Rill trocken. „Nach 20 Jahren hatte ich Lust darauf, einige meiner früheren Stücke, die mir immer noch viel bedeuten, zu überarbeiten. Außerdem wollte ich einige Songs und Co-Writes, die ich für einen besonderen Anlass aufgehoben hatte, oder zu denen ich kürzlich neuen Zugang gefunden habe, aufnehmen und veröffentlichen.“
Natürlich hat der Musiker nun mehr Erfahrung darin, seine Songs passend umzusetzen als bei seinen ersten Studioaufnahmen in den 90er Jahren. „Eye For An Eye“ – inspiriert von Norman Mailers „The Executioner’s Song“ und dem Tim-Robbins-Film „Dead Man Walking“ – präsentiert sich nun als atmosphärischer, eindringlicher Rocker, der von Dave Colemans innovativem Gitarrenspiel getragen wird. „On The Sly“ – eine bewegende Vignette über eine schwangere junge Frau, die ihre Optionen abwägt – blüht geradezu auf als Fingerpicking-Folknummer mit Streicherbegleitung. „Trouble With The Law“ – die Geschichte eines Mannes auf der Flucht – wird mit dringlich treibendem Groove, Twang und Draufgänger-Attitüde dargeboten.
Weiterlesen / Read more

29. November 2017

Soulfood und Blue Rose Records stellen Schwerpunkte vor

Nachdem an dieser Stelle vor Kurzem von der Übernahme der Firma Massacre Records mit ihren Labels Massacre und Blue Rose berichtet und dabei weniger auf die Situation bei Blue Rose eingegangen worden war, erschien nun in dem Branchenblatt „Musikwoche“ ein Statement, das sicher viele Blue Rose-Kunden erfreuen wird und das wir hier gerne wiedergeben:

Nachdem Soulfood kürzlich die Labels Massacre und Blue Rose Records übernahm, stellen der Indie-Vertrieb und das Americana-Label nun Pläne für die nächsten Monate vor.
Blue Rose Records ist Teil der Massacre Records GmbH und wurde 1995 als weiteres Standbein neben dem Metal-Label Massacre von Torsten Hartmann und Edgar Heckmann gegründet. Während sich Torsten Hartmann aus dem Geschäft zurückziehen will, wird Heckmann auch künftig das Label betreuen und berichtet dabei an Steve Gardner, Head of Labelmanagement bei Soulfood.
„Ich freue mich sehr, mit Soulfood zukünftig noch enger zusammenarbeiten zu können“, sagt Heckmann. „Von der Geschäftsleitung über die für die Labels verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zu den Außendienstlern steht man voll hinter Blue Rose, und ich bin überzeugt, durch die Übernahme von Soulfood auch in Zukunft interessante Musik im Americana-Bereich fördern zu können.“
Das Label hat sich auf die Genres Roots Rock, Singer/Songwriter sowie Country Rock spezialisiert und sich mit über 600 erschienenen Alben auch außerhalb Deutschlands europaweit einen Namen machen können. Zum Labelkatalog zählen Veröffentlichungen von Künstlern wie Kris Kristofferson, John Hiatt, Steve Earle, The Brandos oder Steve Wynn.
Auch Steve Gardner freut sich: „Edgar hat in über 20 Jahren auf Blue Rose ein namhaftes Artist-Roster aufgebaut, das die Americana Fans immer wieder mit starken Veröffentlichungen begeistert. Ich bin sehr glücklich, dass wir Edgar durch die nun engere Zusammenarbeit bei der Pflege und dem weiteren Ausbau des Rosters noch aktiver unterstützen können.“
Jüngst veröffentlichte Blue Rose das neue Album der „Supergroup“ Hardpan um die US-amerikanischen Singer/Songwriter Todd Thibaud und Joseph Parsons sowie das Album „Hustle Up Starlings“ von Matthew Ryan aus Nashville und den Longplayer „Nos Da Comrade“ des Briten Peter Bruntnell.
Anfang 2018 sollen dann neue Longplayer des deutschen Singer/Songwriters Markus Rill und der amerikanischen Rockband US Rails erscheinen. Daneben will Blue Rose mit einer Re-Issue-Kampagne des kompletten Katalogs vom Quartett The Brandos aus New York City beginnen.

Das Foto, aufgenommen an der Soulfood-Firmenzentrale in Hamburg, zeigt Blue Rose-Labelbetreuer Edgar Heckmann (links) zusammen mit seinem Soulfood-Kontakt, Head Of Labelmanagement Steve Gardner.

18. November 2017

MATTHEW RYAN rockt weiter auf Hustle Up Starlings!

Der mit einer ganz besonders attraktiven Stimme gesegnete Singer/Songwriter und Rock’n Roller MATTHEW RYAN begeistert in diesen Tagen seine langjährigen Fans und gut informierte Kritiker mit seinem brandneuen Blue Rose-Album Hustle Up Starlings, einem fulminanten Comeback nach dreijähriger Schaffenspause und gleichzeitig dem Nachfolger zu Boxers von 2014, das ebenfalls auf dem süddeutschen Label erschienen war. Hustle Up Starlings ist schon die 13. Veröffentlichung seit 1997, als sich mit dem Debüt May Day eines der hoffnungsvollsten Versprechen für das Springsteen-meets-Westerberg/Folk Rock/Songwriter-Lager ankündigte. Wenn man sich heute nochmal die ganzen Lobpreisungen für praktisch jedes einzelne Ryan-Werk durchliest, dann wundert es schon sehr, dass der ganz große, ohne Frage verdiente Durchbruch bislang nicht gelang und auch 2017 der Name Matthew Ryan nicht in aller Munde ist, wenn es um ausdrucksstarke, handgemachte, wortintelligente, flüssig ins Ohr laufende und mit einer unglaublich speziellen Reibeisenstimme vorgetragene Singer/Songwriter- und Americana/Rock-Musik geht. Wird also auch Hustle Up Starlings wieder „nur“ ein weiterer Fall für nonkonforme Jahresbestenlisten, euphorische Reviews von coolen Rezensenten und die Herzensaufgabe eines Speziallabels wie Blue Rose werden?! Oder darf es diesmal ein wenig mehr sein? Die Voraussetzungen für ein echtes Matthew Ryan-Erfolgsalbum sind jedenfalls gegeben!!


Aufgewachsen an der US-Ostküste (Pennsylvania, Delaware) zog Matthew Ryan Mitte der 90er in die Szene von East Nashville. Seine ersten verheißungsvollen Werke May Day (97) und East Autumn Grin (2000) kamen sogar bei einem Major Label (A&M) heraus, bevor sich die Situation der großen Plattenfirmen radikal wandelte und Indies immer mehr an Boden gewannen. Ryan brachte bis 2010 gleich 7 weitere Platten zum Teil in Eigenregie heraus, darunter hochangesehene Produktionen wie Concussion (2001), Regret Over The Wires (2003) und Matthew Ryan Vs. The Silver State (2008). Desillusioniert wegen ausbleibender Erfolge verkündete Ryan, dass sein 2012er Album In The Dusk Of Everything sein letztes sein werde und verließ Nashville in Richtung seiner alten Heimat West Pennsylvania. Da mag man es als absolut glückliche Fügung betrachten, dass er kurz darauf mit Brian Fallon, dem Frontmann der bekannten Folk/Punk/Indie Rockband The Gaslight Anthem, zusammentraf und mit ihm eine intensive, schöpferische Freundschaft schloss. Fallon verpflichtete Ryan als Vorprogramm und wollte mit ihm einfach nur Gitarre zu spielen. Doch der fühlte sich geradezu inspiriert, geriet in eine neue Aufbruchsstimmung und träumte von mehr! Was in 2014 zunächst zum grandiosen, an früheste May Day-Zeiten erinnernden Boxers führte, das hierzulande auf Blue Rose erschien. Unter der Produktion von Kevin Salem (Dumptruck, Todd Thibaud, Freedy Johnston, Giant Sand) und mit Salem und Fallon an den elektrischen Gitarren rockte sich Matthew Ryan zurück in die Herzen all derer, für die Bruce Springsteen und die Replacements, Leonard Cohen und The Jam oder Bob Dylan und The Clash keine musikalischen Barrieren, sondern die Wiederauferstehung des Rock’n Roll-Geists in der Singer/Songwriter-Musik bedeuten!

Weiterlesen / Read more

06. November 2017

SUSTO – ein weiterer Hochkaräter des schwedischen Rootsy-Labels!

& I'm Fine Today
SUSTO & I'm Fine Today CD
€ 14,90

SUSTO ist eine noch relativ neue, über den Atlantik hinaus weitgehend unbekannte Band aus Charleston, South Carolina, die sich nun anschickt, mit ihrem zweiten Studioalbum & I’m Fine Today die Welt zu erobern – und das mit einem sehr originellen Americana-Mix aus Modern Indie Pop und Alt.Country/Songwriter Rock! So reiht das Quintett um die beiden Masterminds Justin Osborne und Johnny Delaware 11 selbstgeschriebene Songs aneinander, die aufs erste Hören kaum unterschiedlicher sein könnten, sich am Ende aber zu einem spannenden, abwechslungsreichen Album zusammenfinden, das in den Staaten seit Monaten für Furore sorgt und nun auch bei uns einschlagen wird! Susto besticht mit einer enorm frischen, dynamischen Aufbruchsmusik, in der mutig viele Elemente miteinander verknüpft werden, die zunächst vermeintlich gar nicht zwingend zusammenpassen wollen, schließlich aber etwas ganz Eigenes ergeben, in dem zwar klassisch der Song/das Songwriting als Basis steht, die formale, instrumentelle und klangliche Umsetzung allerdings viele Ausrufezeichen setzt!


Nach mehreren regional erfolgreichen Jahren mit seiner Band Sequoyah Prep School und ihren drei Alben zwischen 2005 und 2008 gönnte sich Justin Osborne eine längere Auszeit in Kuba, ließ sich in den vielen Latin Music Clubs den Kopf durchpusten und schöpfte neue Inspiration und Kreativität. Zurück in Charleston begann er an einem groben Konzept für Susto zu arbeiten, als ihn sein Produzent Ryan „Wolfgang“ Zimmerman (Brave Baby, Jordan Igoe, Grace Joyner, Band Of Horses) mit dem kürzlich aus Austin hergezogenen Singer/Songwriter/Gitarristen Johnny Delaware bekannt machte. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und bilden seither den künstlerischen Kern der Band. Susto ist in etwa ein Fachausdruck für eine vorwiegend in Lateinamerika vorkommende psychische Massenkrankheit, die in Panik mündet, wenn „die Seele den Körper verlässt“. Derart furchterregend muss man sich die Musik von Susto nun gar nicht vorstellen! So begeisterte ihr gleichnamig betiteltes Debütalbum aus dem Frühjahr 2014 die einschlägigen Medien von NPR bis No Depression noch sehr mit einer fast konventionell gestrickten, dabei hervorragend gelungenen Mischung aus Singer/Songwriter-Musik auf Folk- und Country Rock-Basis mit spacigen Cosmic Americana-Ausflügen.

Auch Band Of Horses-Leader Ben Bridwell wurde zu einem großen Susto-Fan und beeinflusste Osborne und Delaware möglicherweise indirekt in ihrer Experimentierfreudigkeit und Kreativität im Studio und bei den aufwändigeren Songarrangements für & I’m Fine Today. Schon der Opener ‚Far Out Feeling‘ wartet mit locker pulsierenden Rhythmen, perlenden Keyboards, opulenten Streichereinsätzen, clever angeordneten Blasinstrumenten sowie weiblichen Backingstimmen auf. Im starken Kontrast dazu folgt der melodische, harmonieselige Country Rock von ‚Hard Drugs‘ mit schonungslosen Lyrics über Trennung und Einsamkeit. Oft werden unbequeme Themen verhandelt: z.B. im selbsterklärenden, riffstarken ‚Gay In The South‘ oder im eingängigen, mit intelligenter Instrumentierung ausgestatteten Schlüsselsong ‚Cosmic Cowboy‘ das Infragestellen von Gott. In den Südstaaten, wohlgemerkt! ‚Havana Vieja‘ packt kubanische Motive in einen von aufregenden Soundlandschaften durchzogenen Kurzfilm, das folkig-akustisch beginnende ‚Diamond’s Icaro‘ lebt später von psychedelischen Orgelschüben und verklärten Gesangskulissen. Die komplexe, im Zentrum des Albums positionierte Powerballade ‚Mountain Top‘ entwickelt sich zum Ende abrupt zu einem vehementen Alternativrocker mit heftigen Rhythmen und plakativem Sprechgesang. Das vertrackte, beat-heftige, mit Synthesizerschleifen durchzogene ‚Jah Werx‘ bildet dann den kurzen, fulminanten Schlusspunkt in allerfeinster Bon Iver-Manier. Andere Koordinaten, die den endlos scheinenden musikalischen Susto-Kosmos wenigstens annähernd beschreiben können, sind Wilco, Band Of Horses, The Head And The Heart, Delta Spirit, Lumineers, Blitzen Trapper, Okkervil River, Bon Iver, The National, Elliott Brood, The Low Anthem, Califone und My Morning Jacket.

04. November 2017

Soulfood übernimmt Massacre und Blue Rose Records

Die beiden Labels Massacre und Blue Rose gehören künftig zu Soulfood, bleiben aber am Standort in Untergruppenbach bei Stuttgart als eigenständige GmbH bestehen. Der Indie-Vertrieb übernimmt den Mitarbeiterstamm und will die Labelgruppe „in der bewährten Art und Weise weiterführen“, heißt es aus Hamburg.

Einzig im Bereich Administration mit Bereichen wie Herstellung, Buchhaltung, Lagerhaltung, weltweiter Vertrieb und Abrechnungen sollen Massacre und Blue Rose in die Systeme von Soulfood integriert werden. Labelgründer Torsten Hartmann begleitet den Übergang noch über mehrere Monate, um sich danach neuen Aufgaben zu widmen.

„Massacre war das erste Label, das ich 1991 als Labelmanager bei Intercord betreuen durfte“, sagt Soulfood-Chef Jochen Richert. „Seither gehen wir einen gemeinsamen Weg. Dass mir das Label und die handelnden Personen besonders am Herzen liegen, muss sicherlich nicht extra erwähnt werden. Darüber hinaus passen Massacre und Blue Rose perfekt in unsere bereits vorhandenen Strukturen.“

Man könne viele Arbeiten auf der administrativen Seite übernehmen, damit sich das Labelteam auf die kreativen Kernaufgaben konzentrieren könne, so Richert weiter. „Wir danken Torsten für sein Vertrauen in uns und werden alle Kraft aufwenden, um Massacre sowie Blue Rose als wichtigen Player im Markt noch stärker zu positionieren.“

Für Thomas Hertler, Labelmanager Massacre Records, steht fest, dass sich mit der Übernahme für ihn und Massacre Records viele neue Perspektiven und Möglichkeiten ergeben: „Die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den Kollegen von Soulfood wird somit noch erweitert.“

Massacre-Gründer Torsten Hartmann empfindet die Übernahme als eine Zäsur: „Alles hat ein Ende, nur … Nach über 25 Jahren als Geschäftsführer von Massacre Records möchte ich mich aus dem aktiven Musikgeschäft zurückziehen und mich anderen Aufgaben zuwenden.“ Er freue sich, dass mit dem langjährigen Vertriebspartner „eine positive und zukunftsorientierte Lösung“ für das Label gefunden wurde.

„Mit Jochen Richert und der gesamten Belegschaft von Soulfood verbindet uns eine Freundschaft seit der Gründung von Massacre Records. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die tolle und erfolgreiche Zeit und wünsche allen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg“, so Hartmann.

24. Oktober 2017

Ein Traum wird wahr – ein neues Studioalbum von HARDPAN mit 12 brandneuen Songs!

Hardpan
HARDPAN Hardpan CD
€ 14,90


Wenn die 4 Singer/Songwriter TODD THIBAUD, CHRIS BURROUGHS, TERRY LEE HALE und JOSEPH PARSONS ein gemeinsames Album aufnehmen, dann würde man in einer besseren (Musik-) Welt von einer Supergroup sprechen, haben doch alle vier Musiker unter eigener Regie sowohl bei Blue Rose als auch bei Glitterhouse erfolgreich Soloalben veröffentlicht. Durch diverse Deutschland-Tourneen lernte man sich untereinander kennen und stellte trotz unterschiedlicher Stile und Persönlichkeiten fest, dass die Chemie stimmt. Es reifte die Idee, zusammen ein Album aufzunehmen, und noch ohne Namen für das gemeinsame Projekt trafen sich 10.9.2001 die Vier in Tucson, Arizona bei Chris Burroughs, um in dessen Heimstudio ein Album aufzunehmen. Nach einer feucht-fröhlichen Nacht und Pläne für den ersten Aufnahmetag wurden diese allerdings jäh in den Hintergrund gedrückt, als man die fürchterlichen Ereignisse in New York am TV verfolgte. Doch da der Zeitrahmen minutiös abgesteckt war und für die Produktion des Albums nur 10 Tage zur Verfügung standen, mussten sie die Horrorszenen am World Trade Center verdrängen. Vielleicht auch gerade deshalb entstand in den folgenden Tagen ein unglaublich homogenes, gefühlvolles und intensives Singer/Songwriter-Album, zu dem jeder Musiker eigene Songs beisteuerte und jeweils die Lead Vocals übernahm. Am 15. Juli 2002 war es endlich soweit und HARDPAN wurde auf die Fangemeinde losgelassen, gefolgt von einer umfangreichen Europatournee. Sie wurde ein großer Erfolg!

All dies geschah bereits vor 16 bzw. 15 Jahren. Aufgrund der eigenen Karrieren ergab sich nie auch nur die Möglichkeit, an ein weiteres gemeinsames Album zu denken, obwohl Hardpan-Songs bei den Live-Konzerten der jeweiligen Musiker frenetisch beklatscht wurden. Erst ein gemeinsamer Auftritt bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen im Dezember 2013 brachte den Stein für ein zweites Album ins Rollen, und dennoch dauerte es nochmals mehr als drei weitere Jahre, ehe das Quartett nach Sea Isle City im US-Bundesstaat New Jersey flog, um dort den Nachfolger aufzunehmen. Die Vorgaben waren klar geregelt – der typische Hardpan-Sound sollte erhalten bleiben, also nur Minimal-Schlagzeug, das Hauptaugenmerk auf dezente Instrumentierung und dafür wie beim Erstling auf die Stimmen und das Zusammenspiel der einzelnen Musiker fokusiert. Zwölf neue Songs sind auf dem wie bereits das Debüt nur Hardpan betitelten Album zu finden, jeder Musiker hat jeweils drei Stücke beigesteuert und dabei auch dann entsprechend die Lead Vocals übernommen. Vier unterschiedliche Musiker, vier unterschiedliche Stimmen, vier unterschiedliche Stimmungen zusammengefügt zu einer Einheit, wie sie nur ganz wenige Einzelinterpreten hinbekommen – das ist der typische HARDPAN-Sound, den die Vier auf einer umfangreichen Deutschland-Tour im November 2017 unter Beweis stellen werden.

21. September 2017

Wie geil ist das denn: 13 Tage USA-Busreise zum Braun Brothers Reunion Festival in Idaho mit Reckless Kelly, Micky & The Motorcars, Cody Canada & The Departed und und und- und mehr!!!


Blue Rose Records hatte in der Vergangenheit hin und wieder als kleines Reisebüro fungiert, sei es das „unter-die-Arme-greifen“ mit Reisetipps und Eintrittskarten organisieren beim SXSW-Festival in Austin, Texas oder eine Busreise zur Blue Rose Christmas Party in Isernhagen. Das ist aber alles nichts gegen das, was wir in Zusammenarbeit mit dem Reisebüro AAR Anglo American Reisebüro für August 2018 auf die Beine stellen: 13 Tage USA-Reise mit dem 3-tägigen Besuch des einzigartigen Braun Brothers Reunion Festivals in Challis im Bundesstaat Idaho! AAR bietet bereits seit 30 Jahren jährlich mehrere Musikreisen in die USA an, die aktuellen Angebote findet man unter www.americanmusictours.com. Wir wissen, wovon wir reden, denn Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann hat diese ausgewählte Reise bereits im Jahr 2016 unternommen und wird die Teilnehmer auch 2018 begleiten! Dass neben den zahlreichen Highlights auf der Strecke auch Anekdoten aus über 20 Jahren Blue Rose-Labelgeschichte nicht zu kurz kommen werden, steht außer Frage. Kleine Gewinnspiele lockern die Fahrten zudem auf.

Diese Busreise ist für all diejenigen interessant, die einmal ein Festival erleben möchten, wo sich die Creme de lá Creme der amerikanischen Americana Music-Szene zu einem einzigartigen Stelldichein trifft. Aber auch für solche, die noch nie in den USA waren, sei es aus Zeitgründen, wegen Sprachproblemen oder auch aus Mangel an Erfahrung, wie man eine USA-Reise plant und durchführt. All das wird einem sozusagen in den Schoß gelegt und man genießt den Service, dass man sich ab dem Abflug und der Rückkunft in Frankfurt um quasi nichts mehr kümmern muss. Dass das seinen Preis hat, ist selbstverständlich, vor allem bei einer Reise in der Hauptsaison, aber leider konnten wir die Veranstalter des Festivals nicht davon überzeugen, ihre jährliche Reunion in eine günstigere Reisezeit zu legen (kleiner Scherz). Für den Preis bekommt man aber auch eine Reise angeboten, die seinesgleichen sucht: Die einmalige Chance, sowohl Natur, von Menschenhand geschaffene Sehenswürdigkeiten und großartige Musik unter einen Hut zu bringen und livehaftig zu erleben!

Das BRAUN BROTHERS REUNION FESTIVAL wird organisiert von der Familie Braun um die Brüder Willy, Cody, Gary und Micky Braun, bekannt durch ihre Bands Reckless Kelly und Micky & The Motorcars. Seit nunmehr 40 Jahren trifft sich in dem verträumten Örtchen Challis am Rande der Rocky Mountains für 3 Tage das „Who is Who“ der Americana Music-Szene. So traten in den vergangenen Jahren neben Reckless Kelly und Micky & The Motorcars illustre Künstler und Bands auf wie Chris Hillman (The Byrds), Alejandro Escovedo, Cody Canada & The Departed, Hayes Carll, Turnpike Troubadours, Paul Thorn, Wade Bowen, The Band Of Heathens, Randy Rogers, Rodney Crowell oder Chris Knight – Acts, von denen es viele bisher nur selten oder gar nicht nach Deutschland auf Tour geschafft haben. Beim BBR Festival hat der Musikfan eine einmalige Gelegenheit, viele Stars der Americana Music-Szene livehaftig in einer herrlich gelegenen Landschaft und gemütlichem Ambiente zu erleben und zu genießen.

Viele alljährlich wiederkehrende Besucher bezeichnen das BBR Festival als sehr familiäre Angelegenheit, ein Fest unter Freunden, mit bester Musik, in einer landschaftlich traumhaften Kulisse! Alle eingeladenen Gruppen könnten selbst Headliner sein, es gibt keine Vorgruppen oder „filler bands“. Alles dreht sich um die Musik; es ist ein Fest der besten Americana Bands von heute.

Vor den Festivaltagen starten wir unsere Tour in Denver, Colorado, am Fuße der Rocky Mountains, und gehen dann auf eine Reise durch den Wilden Westen der USA, sehen historische Orte wie Fort Laramie, Custer oder Cody, den berühmten Mount Rushmore mit der Felsformation von vier amerikanischen Präsidenten und das wohl nie vollendete Crazy Horse-Denkmal.
Wir lernen die Geschichte des berühmten „Buffalo Bill“ William F. Cody und das Leben der Indianer in den Prärien des Westens kennen. Dazu besuchen wir den weltweit bekannten Yellowstone National Park in einer der schönsten Landschaften des amerikanischen Westens. Den Rückflug starten wir in der Mormonenstadt Salt Lake City, Utah.
Weiterlesen / Read more

15. September 2017

Herzlich Willkommen bei Blue Rose: PETER BRUNTNELL!

Nos Da Comrade
Nos Da Comrade
CD
€ 14,90
Mit Peter Bruntnell ist der aktuell vielleicht amerikanischste Singer/Songwriter aus England endlich, wenn auch erst relativ spät, auf Blue Rose gelandet: Nos Da Comrade ist nämlich schon das 10. Studioalbum nach seinem Karrierestart in 1995. Seitdem gilt Bruntnell als ewiger Geheimtipp, landet regelmäßig bei Jahreswertungen ganz vorne und genießt nach Meinung von wissenden Fachleuten (Mojo, Q, Rolling Stone) und wohlgesonnenen Musikerkollegen (Jay Farrar/Son Volt, Kurt Wagner/Lambchop, Peter Buck/R.E.M.) die allerhöchste Reputation. Allein… der längst verdiente, ganz große Durchbruch lässt immer noch auf sich warten, obwohl er in allen Reviews zu jeder neuen Platte gerne prophezeit wird. Aber vielleicht ist dieser bescheidene, freundliche Musiker einfach eine Spur zu introvertiert für die Masse, ein wenig zu britisch für den Americana-Zeitgeist, ganz sicher kein Lautsprecher in den sozialen Medien und überhaupt viel zu bodenständig und wertkonservativ für den schnellen Hit und aufgeregte Marktmechanismen. Was ihn für seine ansonsten gar nicht so kleine, aber sehr loyale Fangemeinde umso attraktiver macht – und damit ideal ins Beuteschema eines Speziallabels wie Blue Rose passt, bei dem der Künstler noch er selbst bleiben darf!


Eigentlich steht sein Stammbaum in Wales, aber Peter Bruntnell wurde 1962 in Neuseeland geboren, während sein Vater als Diplomat dorthin abkommandiert war, kehrte im ersten Lebensjahr mit seiner Familie nach England zurück und wurde südwestlich von London in Kingston upon Thames in Surrey sesshaft – mit vielen Stationen zwischendurch, z.B. in den USA, im kanadischen Vancouver oder im pittoresken Devon in Südwestengland, wo er u.a. auch Nos Da Comrade (walisisch für „Gute Nacht, Freund“) aufgenommen hat. Nach ersten eigenen Bands wie Milkwood und Peter Bruntnell Combination geriet er 1995 unter die musikalische Obhut des renommierten Produzenten Peter Smith (Sting, Squeeze, Del Amitri, Joe Cocker, Sam Brown): Cannibal (95) und Camelot In Smithereens (97) waren dabei noch eher ruhige, folkverbundene Songwriter-Alben, bevor seine dritte Veröffentlichung, das deutlich vom Alt.Country Rock jener Ära und einer engen Freundschaft zur amerikanischen Kultband Son Volt geprägte Normal For Bridgwater (99) zu einem ersten Highlight unter internationaler Wahrnehmung aufsteigen sollte! 2002 folgte mit Ends Of The Earth noch eine weitere, deutlich rockigere Peter Smith-Produktion. Zwischen Singer/Songwriter-Balladen mit dominanten akustischen Gitarren einer- und midtempo Electric Country Rockern andererseits hatte Peter Bruntnell nun seinen ganz eigenen Sound gefunden, der ihn – nach einem kurzen Acoustic-Solotrip (Played Out, 2004) – auch auf dem famosen, nun mit noch komplexerem Songwriting durchsetzten Ghost In A Spitfire (2005) begleiten sollte. Experimenteller ging es auf den nächsten Alben zu: Peter And The Murder Of Crows (2009) bestach durch seine verschrobene Psychedelic Brit Folk-Note und Reminiszenzen an Nick Drake und John Martyn. 2011 kam Black Mountain UFO im folkrockigen Westcoast-Modus heraus und ein Jahr später das limitierte Ringo Waz Ere mit ein paar Remakes eigener Songs sowie einer spannenden Auswahl von Covernummern von David Bowie und Beatles/Harrison bis Townes Van Zandt. Im Juni 2013 brachte Retrospective mit Beispielen aller Platten Bruntnells Gesamtwirken treffsicher auf den Punkt. Die einzige neue Nummer, ‚Played Out‘ als intensives Duett mit Superstar Rumer, entwickelte sich dabei in Videoform zu einem enormen Interneterfolg!

Weiterlesen / Read more

03. September 2017

THE WYNNTOWN MARSHALS feiern ihr 10-jähriges Jubiläum mit der Werkschau After All These Years!

After All These Years
After All These Years
CD
€ 14,90
Die Wynntown Marshals haben in ihrer zehnjährigen Bandgeschichte bisher drei Alben veröffentlicht. Sie feiern dieses Jubiläum mit After All These Years, einem Rückblick auf die Highlights ihrer bisherigen Veröffentlichungen. Unter den 16 Songs sind auch drei neue Aufnahmen, die den Weg bereiten für das nächste Kapitel der Bandgeschichte.


Die Marshals veröffentlichten ihre eigenfinanzierte Debüt-EP im Jahr 2008. Kurz darauf wurden sie von einem Plattenlabel aus New Jersey dazu eingeladen, einen Song für ein „Hair Metal“-Tributalbum beizusteuern: Die Marshals interpretierten „Ballad Of Jayne“, die Hommage der L.A. Guns an Jayne Mansfield, als Roots-Rocker mit Pedal Steel, 12-String-Gitarren und einer twangenden Telecaster. Dieses Cover überzeugte den legendären britischen Radiomann „Whispering“ Bob Harris, der die Single häufig spielte und die Band in seiner Radiosendung auf BBC2 vorstellte. Dies führte zu einer Livesession in der Sendung, die der Band eine Menge Türen in Großbritannien und dem Rest von Europa öffnete.

Westerner – das Debütalbum der Band – wurde im Mai 2010 veröffentlicht und erhielt begeisterte Kritiken in Europa und anderswo. Die belgische Webseite „RootsTime“ nannte es „das beste alt.country Album, das je aus Europa kam“. Die Marshals gingen auf Tour und erspielten sich in Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Deutschland eine treue Fangemeinde. Außerdem traten sie mit Jason & The Scorchers, Richmond Fontaine und Chuck Prophet auf.

Weiterlesen / Read more

25. August 2017

Neu bei Rootsy: CORDOVAS

Cordovas
Cordovas
CD
€ 14,90
Späte Schatzhebung des kultigen, raren Debütalbums einer Formation, die hierzulande vermutlich (noch) kaum einer kennt, der aber just in diesen Wochen eine große Zukunft vorausgesagt wird. So listete sie z.B. der amerikanische Rolling Stone im Juni 2017 unter „10 New Country Artists You Need To Know“. Der Reihe nach: Cordovas war ab 2011 eine vielversprechende, praktisch nur unter Freunden und einer Handvoll Fans bekannte Band in East Nashville, die sich musikalisch auf einem absoluten Nostalgietrip zurück in die frühen 70er befand. The Band, Poco, Little Feat, CSN, Grateful Dead, Allman Brothers und New Riders Of The Purple Sage standen Pate, als Gründer, Mastermind und Frontmann Joe Firstman seine professionelle Big Budget-Karriere in den großen Studios von Hollywood
aufgab, um fortan in Nashville unter dem Namen Cordovas alles komplett runterzufahren und als Indie/Alt.Country/Roots Rocker praktisch wieder bei Null zu beginnen. Seinerzeit hatte er bereits einen fetten Deal bei Atlantic hinter sich, mit ‚The War Of Women‘ 2003 ein bemerkenswertes Debüt im gehobenen (Ryan Adams-meets-Elton John-meets Jackson Browne)-Pop/Songwriter-Segment veröffentlicht sowie mit Sheryl Crow, Willie Nelson und Jason Mraz getourt. Von 2005 bis 2009 war er musikalischer Leiter der NBC Late Night Show „Last Call with Carson Daly“. Davor, dabei und danach hat er regelmäßig stilistisch ziemlich unterschiedliche Alben veröffentlicht bis… zur besagten Kehrtwende in Nashville. Für ‚Cordovas‘ ist der Multiinstrumentalist (Guitars, Bass, Keyboards) und Sänger zu alten Weggefährten in Los Angeles zurückgekehrt und hat mit dem bekannten Produzenten Rick Parker (Miranda Lee Richards, Black Rebel Motorcycle Club, Dandy Warhols, Good Old War) eine kompetente Truppe eigens für dieses Projekt zusammengestellt. An nur vier Tagen im August 2011 hat das Team 10 neue Firstman-Tracks eingespielt – eine ungemein dynamische und lustvoll vorgetragene Retromixtur aus den zuvor genannten Zutaten plus – um auch ein paar aktuelle Vergleiche zu nennen – etwas Jayhawks, eine Prise Dawes, ein gehöriger Schuss Band Of Heathens gepaart mit jener populären „Freak Flag“/Neo Hippie-Attitüde der Hard Working Americans oder Chris Robinson Brotherhood. Ganze 1000 Stück wurden 2012 der Sage nach von diesem Album verkauft. Folgewerke wie das ebenfalls 2012 erschienene ‚Live From Nashville‘, ‚Love Bravely‘ (2014) und die EP ‚The Prison Guards‘ (2015) waren vermutlich kaum erfolgreicher und die Cordovas endgültig zu einer Randnotiz der neueren Indie Nashville-Szene geschrumpft. Eigentlich…, aber in 2016 hat Joe Firstman der Band mit neuen Leuten ein nächstes Leben eingehaucht und diesmal scheint alles zu passen! Die betont jam-lastigen Konzerte werden total abgefeiert, die mediale Aufmerksamkeit ist enorm und das brandneue, von Kenneth Pattengale (eine Hälfte der hippen Milk Carton Kids) produzierte Album ‚That Santa Fe Channel‘ in der Pipeline. Angefangen hat die Cordovas-Geschichte aber 2012 und das kann jetzt jeder dank dieses Reissues endlich mit eigenen Ohren nachprüfen!