01. Februar 2016

Ein weiteres US-Rails-Mitglied ist bei Blue Rose gelandet: SCOTT BRICKLIN!

Und am Bass… Scott Bricklin. So haben wir ihn hier bei uns vor etlichen Jahren kennengelernt: zunächst in diversen Begleitbands von Joseph Parsons, später als festes Mitglied bei der kleinen Supergroup US Rails. Spätestens dort präsentierte er sich neben den bereits arrivierten Herren Parsons, Ben Arnold und Tom Gillam aber auch als ebenbürtiger Partner in Sachen Leadgesang und Songwriting! In 2011 debütierte Scott Bricklin mit einem ersten eigenen, selbstbetitelten Album nach so langer Zeit als Teamplayer in der Philadelphia-Szene. Jetzt legt der mit unzähligen Session- und Studiojobs dauerengagierte Musiker endlich sein nächstes, mit Spannung erwartetes Solowerk vor: Lost ‚Til Dawn besitzt all die Kraft eines richtig gut gemachten Rock/Pop-Albums mit Songcharakter von völlig zeitloser Qualität etwa zwischen den Bausteinen Beatles, Stones und Tom Petty. Und… ja, er spielt auch Bass, aber das ist nur eine Randnotiz, denn wir erleben hier Scott Bricklin einmal mehr als absolutes Allroundtalent vom Songschreiben bis zum finalen Mixing!


Bricklin ist ein Musiker mit Vergangenheit als Multiinstrumentalist, Produzent, Recording Engineer, Sänger und Songwriter. Mit seinem Bruder Brian spielte er in der 80er Philadelphia-Kultband Bricklin, dann lange bei Martin’s Dam, tourte viel mit Joseph Parsons, begleitete die Figgs und Graham Parker, gehörte u.a. mit Parsons und Arnold zu der an hochkarätigen Vorbildern wie Buffalo Springfield und CSNY ausgrichteten Formation 4 Way Street. Seit Mitte der 2000er lebt er in Paris, arbeitet hauptsächlich mit den gerade in Europa enorm beliebten US Rails zusammen und schiebt ab und an eine kleine eigene Tour dazwischen. Bereits sein 2011er Solodebüt begeisterte mit 12 Ohrwurmnummern und einschmeichelnd angerockten Acoustic/Electric-Balladen, Lost ‚Til Dawn ist jetzt der konsequente Nachfolger!

Mit dem rockigen Opener ‚Fire On Fire‘ mit Stones-Gitarren und markantem Refrain startet Scott Bricklin ein facettenreiches, vielschichtig gestaltetes Programm von kraftvollen Rocksongs, eingängigen Popmelodien, sämigen Balladen und subtilem Acoustic Folk. So erinnert der funky/swampy Slide Guitar Rocker ‚Maybe Less Than Before‘ an Little Feat, ‚On The Rock‘ ist locker dahingleitender, semiakustischer Country Rock mit sanfter Gitarre im George Harrison-Stil und der Titelsong ‚Lost ‚Til Dawn‘ ein fetziger, offensiver Rocker mit klasse Riffs und extrovertierten Shouter Vocals. Auf den akustischen Folk Pop von ‚Let Me Go‘ folgt mit ‚Babyshoes‘ druckvoller Rock/Pop à la späte ‚Abbey Road‘-Beatles mit einem Hauch von Eric Clapton-Guitarwork. Für die total auf Harmonie und Melodie basierende Ballade ‚The Ferry‘ beweist Scott Bricklin sein Talent als gefühlvoller blue-eyed Soul Crooner, andere Tracks wie ‚The Other Side‘ und ‚Make A Lotta Love‘ bieten Gitarrenrock mit Tom Petty-Qualitäten zwischen dem verträumten Folksong ‚Goldtown‘ und der behutsam aufgebauten Tiefgangballade ‚I Would‘, die sich zum heimlichen Sleeper Hit dieses famosen Albums entwickeln könnte!

Scott Bricklin singt durchweg mit sympathisch rauer, gewohnt wandlungsfähiger Stimme und spielt verschiedene Gitarren, Mandoline, Banjo, Klavier, Orgel, Bass, Drums und Percussion. Er hat alle 12 Titel geschrieben, produziert, aufgenommen und abgemischt, in enger Zusammenarbeit mit den beiden ebenfalls in Paris lebenden Rockmusikern Felix Beguin (Gitarren, Keyboards, Backing Vocals, Co-Produktion) und Jeremy Norris (Drums, Percussion, Backing Vocals), hauptberuflich bei den angesagten Bands Burnin‘ Jacks und Velvet Veins. Drummer Matt Muir von den US Rails ist auf einer Nummer als Gast dabei. Da kommt dann eben doch wieder der vollkommen uneitle Teamplayer in Scott Bricklin zum Vorschein!