24. Februar 2015

JAMES MCMURTRY begeistert mit neuem Album Complicated Game!

„James McMurtry entwirft seine Geschichten mit der Feder eines Dichters („“Long Island Shores““) und der Genauigkeit eines Malers („“She Loves Me““). Massenhaft Beweise liefert Complicated Game, McMurtrys erste Songsammlung seit sechs Jahren, die ihn auf der Höhe seiner Schaffenskraft zeigt und auf der er sich vom Politischen ab- und dem Persönlichen zuwendet („“These Things I’ve Come to Know,““ „“You Got to Me““). „“In den Texten geht’s um Beziehungen, meistens““, sagt McMurtry. „“Teilweise geht’s auch um die große, weite Welt gegen den armen, kleinen Farmer oder Fischer. Ich entscheide nie bewusst, worüber ich schreibe.““

Das Album wurde produziert von CC Adcock und Mike Napolitano und enthält eine Reihe von McMurtrys typischen Story-Songs („“Copper Canteen,““ „“Deaver’s Crossing““) sowie einige Neuerungen in Sachen Sound. Sein Magnum Opus Just Us Kids war voll harter Beats und knalliger Gitarren – das Ganze gibt’s diesmal unplugged. „“Der Boss des US-Plattenlabels wollte einen mehr akustischen Sound““, erklärt McMurtry. „“Wir haben also mehr akustische Gitarren eingebaut. Aber wir haben immer das gespielt, was für den jeweiligen Song richtig war. Es war nicht unbedingt unser Ziel, ein komplett akustisches Album zu machen.““


Beispiel A: „“How’m I Gonna Find You Now““. Die erste Single des Albums wird von Banjos und Drums angetrieben – mit nicht weniger Verve als von elektrischen Instrumenten. Wie Peitschenhiebe gesungene Textzeilen heizen den Beat weiter an. „“I’ve got a cup of black coffee so I don’t get lazy/I’ve got a rattle in the dashboard driving me crazy,““ rappt McMurtry geradezu. „“If I hit it with my fist, it’ll quit for a little while/Gonna have to stop to smoke in another mile/Headed into town gonna meet you at the mercantile/Take you to the Sonic get you grinning like a crocodile.“

Diese dynamischen Texte erregen Aufmerksamkeit – nun schon seit einem Vierteljahrhundert. Es ist offensichtlich, dass McMurtry mit der Zeit immer besser wird. „“James McMurtry ist einer meiner Lieblings-Songschreiber auf der Welt und er war nie besser““, schwärmt Americana-Star Jason Isbell. „“Er hat das äußerst seltene Talent, den Hörer mit der einen Zeile dazu zu bringen, laut aufzulachen, und ihn mit der nächsten fast zum Weinen zu bringen. Ich kenne keinen, der bessere Texte schreibt.““ Auch Roots-Rock-Ikone John Mellencamp ist begeistert: „“James schreibt, als ob er schon ein ganzes Leben hinter sich hätte.““ Stimmt. Wer sich „“North Dakota““ anhört, weiß, was er meint.

Natürlich liefert Complicated Game die literarisch anspruchsvollen Erzählungen, die Fans von McMurtry erwarten. Man erinnere sich an vergangene Glanzstücke wie „“Childish Things““, „“Choctaw Bingo““, „“Levelland““ und „“Out Here In The Middle““ (die letzten beiden Stücke wurden von Robert Earl Keen gecovert). Just Us Kids enthielt die Fan-Lieblinge „“Hurricane Party,““ „“Ruby and Carlos““ und „“You’d a Thought““. Diese Stücke sind gleichermaßen tiefgehend wie breit gefächert – sie treffen auch mit ihren scharfzüngigen sozialpolitischen Kommentaren genau ins Herz („“Fireline Road““).

Ein Rückblick: McMurtrys von Kritikern gefeiertes Debüt Too Long In The Wasteland (1989) wurde von John Mellencamp produziert und war der Beginn einer Reihe erfolgreicher Alben für Columbia und Sugar Hill. 1996 wurde McMurtry für einen Grammy der Kategorie „“Long Form Video““ für „“Where’d You Hide The Body““ nominiert. Außerdem gewann „“It Had To Happen““ (1997) den American Indie Award für das beste Americana-Album.

2004 veröffentlichte McMurtry Live In Aught-Three auf Compadre Records. Im folgenden Jahr erschien sein bis dato höchst gelobtes Album Childish Things, das 2005 und 2006 sechs Wochen lang an der Spitze der Americana Radio Charts stand. Im September 2006 erhielten Childish Things und „“We Can’t Make It Here““ die Preise für Album und Song des Jahres bei den Americana Music Awards. Weitere Nominierungen für diese Awards erhielt Just Us Kids im Jahr 2008. Das Album erreichte McMurtrys höchste Billboard-Platzierung seit fast zwei Jahrzehnten.

2009 erschien Live In Europe, das die erste Europatournee von McMurtry und Band dokumentierte. Zusätzlich zu seinen langjährigen Bandmitgliedern Darren Hess, Ronnie Johnson und Tim Holt sind die Special Guests Ian McLagan (The Faces) und Jon Dee Graham mit ihm auf der Bühne. Zum ersten Mal gab es einen Liveauftritt der McMurtry-Band auf DVD.
Die bewegenden Texte seines umfangreichen Back-Katalogs haben nichts von ihrer Wucht verloren. Im Jahr 2011 zählte The Nation „“We Can’t Make It Here““ zu den besten Protestsongs aller Zeiten. Kritiker Bob Lefsetz schrieb: „“Der Song hat Bestand, weil er die vollkommene Wahrheit abbildet.““

McMurtry ist das ganze Jahr über auf Tour und bekannt für seine energiegeladenen Live-Shows. Die Washington Post schreibt: „“McMurtrys Texte erfahren zurecht so viel Aufmerksamkeit: Er versteht es, innerhalb von vier Minuten die Emotion und Erfahrung eines ganzen Buches zu vermitteln. Was dabei allerdings übersehen wird ist, dass er ein versierter Rockgitarrist ist … starker Stoff, geboten von einer einzigartig starken und ernsthaften Band.““

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