26. Februar 2016

SHURMAN aus Austin, TX sind endlich zurück mit neuem Album!

East Side Of Love
SHURMAN East Side Of Love CD
€ 14,90

Es ist Zeit, alles zu vergessen, was Ihr über Shurman zu wissen glaubt. Das Quartett aus Austin, Texas legt sein neues Album East Side Of Love vor und gelangt damit auf ein neues Level, sowohl im Zusammenhalt untereinander als auch in der Beziehung zu ihren Fans. Das Album beinhaltet wieder die typische Mischung aus kraftvollem Rootsrock und Country-Soul, die emotional angereichert wird durch das, was die Band seit der letzten Veröffentlichung durchgemacht hat – Erfahrungen, die mit viel Schmerz verbunden waren und große Freude an der Kreativität.

Shurman – Aaron Beavers (Gesang, Gitarre), Mike Therieau (Bass, Gesang), Harley Husbands (Leadgitarre) und Clint Short (Drums) – haben Mit Hilfe der Unterstützung von Fans auf beiden Seiten des Atlantiks produziert – die Band hat eine große Anhängerschar East Side Of Love in Europa. Aber das ist nicht der Hauptgrund für die lange Zeit seit dem letzten Album.


Bandgründer Beavers hat einige dramatische Veränderungen in seinem Leben mitgemacht und brauchte Zeit, diese zu verarbeiten. Das Gefühl des Verlusts und Beavers‘ Wiederkehr als stärkerer, selbstbewussterer und besserer Songschreiber ist in diesen Songs vielfach zu spüren. Mag sein, dass diese Geschichte schon mal erzählt wurde, aber noch nie mit diesem Mut und in diesem Stil.

2013 hatte die Band bereits mit den Aufnahmen mit dem langjährigen Partner Jono Manson in Santa Fe begonnen, als Beavers wegen seiner anstehenden Scheidung nach Austin zurückkehren musste. „Ich sage das ungern, weil es ein Klischee ist,“ so Beavers. „Aber alles im Leben passiert aus einem guten Grund. Das Album, das wir bei Jono anfingen, war ein komplett anderes. Nur drei oder vier dieser Songs sind nun auf diesem Album gelandet, ich selbst wurde komplett durchgeschüttelt. Ich habe während dieser Zeit weiter Songs geschrieben, aber die waren introspektiver und düsterer. Als wir die Songs für East Side Of Love aussuchten, nahmen wir viele der neuen Stücke, weil sie uns wirklich viel bedeuten.“

Die Aufnahmen gingen 2014 in den legendären Cedar Creek Studios in Austin weiter, aber im August entschied sich Beavers, von der Band und der Musik eine Auszeit zu nehmen. Damals sah es nicht gut um Shurman aus. Auf Anregung der langjährigen Freundin Shilah Morrow, Gründerin des Sin City Social Clubs, fand sich die Band wieder zusammen, um im März 2015 einige Auftritte beim SXSW Musikfestival zu spielen. „Wie könnten wir bei einem Festival in unserer Heimatstadt nicht spielen?“, fragt Beavers. Die Band spielte sieben Shows.

Der echte Wendepunkt kam im Juni 2015 nach ihrem Auftritt beim Circus Mexicus Festival. Es war der insgesamt zehnte Auftritt der Band bei dem Festival in Mexiko, das von Shurmans früheren Tourkollegen, den befreundeten Rootsrockern von Roger Clyne & The Pacemakers, veranstaltet wird.

„Ich hatte Freunde, die mich von der Auswechselbank wieder ins Spiel brachten und mir in den Hintern traten“, erzählt Beavers. „Als wir in Mexiko ankamen, wurde mir klar, wie wichtig die Verbindung zu unseren Fans ist und wie gern ich mit diesen Jungs Musik mache.“ Die Band spielte vor 6000 Zuschauern. „Die Leute hatten Shurman-Tattoos oder unsere alten Tour-T-Shirts an und sangen bei jedem Song mit. Ehrlich gesagt, war das besser als Erfolg auf einem Major Label zu haben oder auf dem Cover des Rolling Stone zu landen.“ Nach dem Festival, bei dem die Band ihre mitgebrachten Merchandise-Artikel komplett ausverkaufte, setzten sich die Mitglieder zusammen. „Ich sagte ihnen, ich glaube, wir können das hier nicht hinter uns lassen, selbst wenn wir es wollten.“

Dies führte zur Veröffentlichung von East Side Love, in den USA auf dem bandeigenen Label Teltone Records, in Europa auf Blue Rose. Es ist ein starkes Album mit elf emotionalen Songs, die die Geschichte einer verlorenen Beziehung und einer wieder gewonnenen Band erzählen.

Von dem hymnischen Titelsong als Album-Opener über die Soulnummer „You Don’t Have To Love Me“, die bewegende Akustikballade „“I Don’t Know Why“ bis zum optimistischen Schluss-Song „Time To Say Goodbye“ zeigt das Album Spuren der nie versiegenden Live-Energie der Band und scheint doch das klarste und ehrlichste Album in der 15-jährigen Band-Historie zu sein. Die vorherigen Alben der Band waren eher gemacht für Freitag- oder Samstagnacht, East Side Of Love ist perfekt für einen Sonntagnachmittag. Es nimmt die Zuhörer mit durch die Höhen und Tiefen des Lebens und erinnert daran, dass Erlösung immer möglich ist, egal, was hinter einem liegt.

„Vor unserer Pause war ich auf der Bühne oft auf Autopilot und konnte den Moment gar nicht genießen“, erzählt Beavers. „Jetzt bin ich sehr dankbar, dass die Freundschaft in die Band zurückgekehrt ist. Wir sind wie Brüder und wir haben beschlossen, Freunde zu bleiben, auch wenn wir nicht mehr gemeinsam Musik machen sollten. Ich erinnere mich an den Tag, als Harley anrief und sagte: ,Die Zeit ist reif, ruf die Jungs zusammen.‘ Innerhalb der Band gibt es nun eine ganz andere Atmosphäre. Ich bin froh, dass wir durchgehalten haben.“ Er lacht. „Wir haben beschlossen, das Beste aus unserer Band zu machen. Man kann ohnehin nicht beeinflussen, was im Musikbusiness passiert. Wir wollen einfach versuchen, Spaß zu haben und glücklich zu sein.“

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