04. Juni 2015

Welcome to Blue Rose: HOLLIS BROWN!

3 Shots
HOLLIS BROWN 3 Shots CD
€ 9,90

Seit ihrer Gründung in 2009 hat sich die New Yorker Band Hollis Brown zu einem der überzeugendsten jungen Rock’n Roll Acts dieser Tage gemausert. Während ihre Musik auf einem schier unerschöpflichen Fundus von klassischen Einflüssen der 60/70er Jahre basiert, gleichwohl fest in der Gegenwart ankert, haben sich ihre Veröffentlichungen stetig weiterentwickelt – vom ursprünglich rohen, direkten Sound bis hin zu komplexeren, vielschichtigeren Ansätzen auf dem brandneuen Album 3 Shots mit seinen 11 kapitalen Songs, die den Fortschritt der Band zu mehr Kreativität, substanziellerem Songwriting und ausgeprägterer Identität eindrucksvoll dokumentieren. 3 Shots ist das 4. volle Album von Hollis Brown und das erste, das in Europa auf Blue Rose erscheint!


Die nach einem frühen Bob Dylan-Song (‚The Ballad Of Hollis Brown‘) benannte Band startete in 2009 im New Yorker Bezirk Queens auf Initiative der beiden Schulfreunde Mike Montali und Jon Bonilla zunächst in garagenmäßiger Quartettformation. Eine erste selbstbetitelte LP und einige nur privat veröffentlichte EPs zeugen in den Anfangsjahren von Leidenschaft, Aufbruchsstimmung und der Suche nach einer musikalischen Linie. Erst mit dem überregional vertriebenen Album Ride On The Train kommt 2013 die Karriere von Hollis Brown so richtig ins Rollen: Mit einem geradezu unverschämt frischen American Rock’n Roll der Extraklasse, der die guten, alten Werte aus den 60ern und frühen 70ern mit zeitgemäßen Trends von No Depression bis Alt.Americana in Einklang bringt. Trotz ihres jungen Alters meint man bei den Vieren ein profundes Wissen um Creedence Clearwater Revival, Neil Young, The Band, Tom Petty, Rolling Stones und Kinks auszumachen. Mit Hilfe des bekannten Produzenten Adam Landry (Allison Moorer, Deer Tick) betreten Hollis Brown deutlich garagiges, bisweilen Blues- und Southern Rock-getränktes Indie Rock-meets-Alt.Country Rock-Terrain, erinnern dabei an so unterschiedliche Acts wie Marah, Middle Brother, Felice Brothers, Delta Spirit und gar Whiskeytown oder Green On Red. Die minimalistisch rockende Rhythm Section, personell inzwischen gefestigt mit Bassist Dillon DeVito und Drummer Michael Graves, sorgt für einen steten, rumpeligen Vorwärtsbeat, Leadgitarrist Jon Bonilla kennt alle Riffs und Licks dieser Welt und weiß genau, wann man sie eher sparsam und wann etwas deftiger einsetzen muss. Eine echte Show bietet daneben Frontman Mike Montali, der mit seiner nervösen, schneidenden, hohen Stimme arbeitet, spielt, provoziert und die Hörer geradezu fesselt!

Eigentlich gar nicht mal als reguläre Veröffentlichung geplant, sondern zunächst nur in kleiner Sammlerauflage auf Vinyl zum Record Store Day erschienen, erregt im Frühjahr 2014 Hollis Brown Gets Loaded allerhöchste Aufmerksamkeit von Fans und Medien wie Rolling Stone, Spin, American Songwriter, Pulse etc. und mutiert zu einem internationalen Phänomen. In einer Serie von Ehrerbietungen für den verstorbenen Lou Reed widmen sich Hollis Brown dem kultigen 1970er Velvet Underground-Album Loaded und spielen es Track für Track auf ihre Weise nach. Aufgrund der riesigen Nachfrage entschließt man sich, Gets Loaded regulär als 3. Hollis Brown-Werk herauszubringen! Ausgedehnte Livetourneen, erstmalig auch bis nach Europa und sogar in unsere Gefilde, bestimmen den Rest des Jahres und sorgen für eine enorme Aufwertung ihrer Reputation als inspirierte, unermüdliche, immer begeisternde R&R-Truppe.

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Da war auch schon das aktuelle Lineup beisammen: Zu den Gründungschefs Mike Montali und Jon Bonilla sowie dem langjährigen Bassisten Dillon DeVito wurde mit Adam Bock ein zusätzlicher Keyboarder verpflichtet und der alte Drummer durch Andrew Zehnal ersetzt. Das lange gemeinsame „“life on the road““ in 2014 sollte sich auch bei den Aufnahmen zu 3 Shots auszahlen – nach nur 14 Tagen im Studio von Produzent Don Dilego waren alle neuen Tracks aufgenommen, zumeist live eingespielt mit nur wenigen Overdubs. Später hat der klangerfahrene Profi John Agnello (Steve Wynn, Buffalo Tom, Mark Lanegan, J Mascis, Son Volt, The Phosphorescent) das Album gemixt. Vom Start weg beweisen Hollis Brown auf frappierende Weise ihre neue Vielseitigkeit: ‚Cathedral‘ kommt als schneller, melodischer, semiakustisch/elektrischer Indie Folk Pop, danach folgt ‚3 Shots‘ als unglaublich eingängiger Titeltrack mit hitverdächtigem Refrain und gleich zwei delikaten Gitarrensoli. Der 7:20 Minuten lange Killertrack ‚John Wayne‘ beginnt zunächst als eine Art Western Movie Lamento, das sich danach in einen wahren Rockrausch steigert mit einem in Robert Plant-Manier shoutenden Mike Montali und klasse Hard Rock-Gitarren von Jon Bonilla im furiosen Finish! ‚Rain Dance‘ heißt das im Netz bereits vieldiskutierte Stück „“mit““ Bo Diddley. Hollis Brown verwenden als Basis einen unveröffentlichten Rhythm Track mit dem typischen Gitarrenriff der 2008 verstorbenen Legende und jammen darüber in allerbester ‚Mona’/’Who Do You Love‘-Kunst. ‚Sandy‘ bietet einen richtig satten Memphis/Muscle Shoals Soul Groove, komplett mit Steve Cropper-Gitarre und fetter Bläserunterstützung. Darauf rollt ‚Sweet Tooth‘ leichtgängig vorbei, mit sehr dominanten Bassfiguren und ausgefeilten Arrangements zwischen Klavier, Gitarren, Backing Vocals. Als gutes Beispiel für die Weiterentwicklung der Band mag ‚Death Of An Actress‘ dienen – eine üppige Rockballade mit auschweifenden Melodiebögen und zupackender, kantiger Gitarre im Schlussteil. ‚Highway 1‘ ist twangiger Country Rock mit klarem Rockabilly Beat und der extrovertierten Alt.Country-Chanteuse Nikki Lane im Duett, ‚Wait For Me Virginia‘ verknüpft die ‚Exile On Mainstreet‘-Stones mit 70er Southern Rock-Flair und Led Zep-Gesang. Ganz anders dagegen klingt der halb auf Spanisch gesungene Akustiksong ‚Mi Amor‘, Border Feeling inklusive. Und zum geradezu hymnenhaften Ausklang erleben wir ‚Ballad Of Mr. Rose‘ als The Band-style Country/Roots Rock-Ballade mit eingängigem Mitsingrefrain und wunderbar perlenden Gitarren. Monumental fürwahr, auch diese Nummer, aber nicht nur… : Die gesamte Scheibe bedeutet einen dicken Meilenstein für Hollis Brown!

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