13. Oktober 2022

1. BLACKSHEEP AMERICANA NIGHT in Kooperation mit Blue Rose Records!

Die Blacksheep Kulturinitiative in Bad Rappenau-Bonfeld freut sich, in Zusammenarbeit mit Blue Rose Records eine neue Live Music-Reihe vorstellen zu können: Die Blacksheep Americana Night! Für die erste Ausgabe am 4. Februar 2023 im WaldHaus in Heilbronn haben sich die Veranstalter mächtig ins Zeug gelegt und dürfen euch gleich drei großartige Acts präsentieren:

ROBERT JON & THE WRECK
Robert Jon & The Wreck spielen mittlerweile auf Augenhöhe mit Großkalibern wie Blackberry Smoke oder Whiskey Myers. 2015 preschte diese fantastische Band aus Orange County/California mit ihrem Debutalbum „Glory Bound“ wie aus dem Nichts in den Kreis der etablierten und neuen, jungen Southern Rock-Bands dieses momentan ein grandioses Revival erlebenden Genres und spielte sich im Nu nachhaltig in die Herzen der ewig hungrigen Fans.
„We travel the nation, drink whiskey and play the music we love.“ So beschreiben sich die fünf bärtigen Herren aus Southern California selbst und legen Album für Album ein weiteres wunderbar ballerndes Stück Musik ohne Schnörkel auf den Plattenteller bzw. in den CD-Player.
War das Quintett zu Beginn noch der absolute Geheimtipp, hat sich das im Laufe der Jahre und mit den in regelmäßigen Abständen erschienenen Alben gehörig geändert. 2016 war das dritte Album „Good Life Pie“ veröffentlicht worden, gefolgt vom selbstbetitelten „Robert Jon & The Wreck“ in 2017. Beworben wurde das Album mit einer Europatour, die die Band auch nach Deutschland führte und für erste Furore sorgte. Im passenden, dreckigen Südstaaten-Sound rollten sie sich ohne Umschweife direkt in die Gehörgänge. Und das voller Leidenschaft, Rohheit und Inbrunst. Mit einer großen Kelle schöpfen sie aus den Eimern Southern Rock, Blues und Folk eine energetische Mischung zusammen. Das ergibt einen stampfenden Soundteppich inklusive einem Bass, der noch Stunden später fest im Bauch sitzt, einem mitreißenden Gitarrenspiel und dazu einem ans Herz greifenden, authentischen Gesang. Die Songs kommen voller Energie, geradlinig, aber auch voller Substanz, voller Herz und Seele, mit klasse Melodien, tief verwurzelt in dem „Spirit“ der goldenen Siebziger-Ära.
Nach einem Live-Album-Intermezzo von 2018 („Live From Hawaii“) folgte 2019 der nächste Hammer mit „Take Me Higher“. Das Online-Magazin „Rocktimes“ (rocktimes.info) schreibt begeistert: „Wer die Band bislang noch nicht auf dem Radar hatte, darf jetzt noch zuschlagen. Wenn die Jungs weiter so konsequent arbeiten, wird es bald keine Club-Shows mehr geben und Ihr müsst erheblich tiefer in die Tasche greifen, wollt Ihr ein Konzert von denen sehen!“
Beworben wurde „Take Me Higher“ 2019 mit einer weiteren Europatour, auch wieder mit zahlreichen Auftritten in Deutschland, ehe dann Corona die für 2020 geplante Tour stoppte. Ein Trostpflaster war das Album „Last Night On The Highway“, mit dem die Band ganz sicher einen weiteren Riesenschritt auf der Karriereleiter gemacht hätte, wenn das Virus das nicht verhindert hätte.
Das aktuelle Album „Shine A Light On Me, Brother“ war im September 2021 erschienen und sorgte wieder für viel Furore bei der stetig wachsenden Fangemeinde, und auch die Medien sind voll des Lobes: „Bravouröse Songs der Extraklasse schütteln sie aus dem Ärmel, als wäre es gar nichts. Satte Gitarren, herrliche Slide, hinreißende Soli, bärenstarkes, variables Songmaterial, wunderbare Melodien, auch mal ein rootsiges Countryrock-Flair, dann wieder die Nähe zum Jamrock, ein Schuss Soul und Blues, ein erdiger, satter Sound (bei drei/vier Songs erzeugt die geschickt und wohl temperiert eingesetzte Bläserfraktion „504 Horns“ aus New Orleans zusätzlichen Druck und Hitze – kaum eine andere Band schafft es, ursprünglichen „grit“, Natürlichkeit, spürbare, jammige Spielfreude und wunderbare Harmonien mit solch einer Selbstverständlichkeit und Perfektion, in einem dermaßen unwiderstehlichen, natürlichen, erdigen Southern Rock-Gewand zusammenzuführen“ (baerchenrecords.de).

MEGHAN PARNELL & DAVE BARNES
Meghan Parnell und Dave Barnes sind die treibende Kraft hinter Bywater Call, einer kraftvollen 7-köpfigen Southern Soul, Roots Rock-Band aus Toronto, Kanada. Das Duo bietet eine Mischung aus klanglich reduzierten Eigenkompositionen und Cover-Songs, die von Southern Soul über Folk bis hin zu Delta-Blues reichen und Meghans rohe, emotionale Stimme und Daves meisterhafte Slide-Gitarre zur Geltung bringen.
Seit der Gründung von Bywater Call im Jahr 2017 wurden sie für den Maple Blues und den Independent Blues Award nominiert. Sie haben in der Toronto Blues-Szene und dem Canadian Festival Circuit Wellen geschlagen und hatten die Gelegenheit, zweimal durch Europa zu touren, darunter zuletzt im Mai und Juni 2022, mit einem Mainstage-Auftritt beim führenden niederländischen Blues-Festival Moulin Blues. Auftritte dort wurden in niederländischen und deutschen Medien gelobt mit Verweisen auf Meghan als eine der besten derzeitigen Sängerinnen im Blues und Roots.
Meghan und Dave verfeinerten ihr Duo-Projekt während der dunklen Tage der Covid-Pandemie, wo sie einen Großteil ihrer Zeit auf dem Veranda ihres Hauses in Toronto verbrachten. Dort wurde die Saat für den größten Teil des neuesten Albums der Band, „Remain“, gelegt.
Für diejenigen, die die Entwicklung von Bywater Call verfolgt haben, ist mit diesem neuen Kapitel eine Evolution in Sound und Konzept zu hören. Und doch bleiben die Grundwerte von rohen Emotionen, starker Musikalität und dem Ziel, ein aufregendes, kraftvolles und bewegendes Erlebnis für die Zuhörer zu schaffen, immer präsent.

MARKUS RILL TRIO
Seit 1997 beweist der Würzburger Markus Rill nachhaltig, dass man nicht zwingend amerikanische Wurzeln in seinen Genen haben muss, um als waschechter Bayer authentische Folk & Country-Lieder schreiben und singen zu können. Neben unzähligen Livekonzerten in Deutschland und darüber hinaus entdeckt man in seinem reichhaltigen Backkatalog praktisch keine längere Veröffentlichungspause. Bereits mit seinem zweiten Album The Devil And The Open Road stieß er 1999 zum Team vom deutschen Americana-Label Blue Rose Records, das in der Folge die meisten seiner weiteren Scheiben bis heute herausbrachte. So auch die komplett in Nashville mit lokalen Topmusikern aufgenommene Trilogie Hobo Dream (2004), The Price Of Sin (2006) und The Things That Count (2007); oder das kernige Americana & Singer/Songwriter-Werk Wild Blue & True (2011); und Anfang 2013 das kapitale Bandalbum My Rocket Ship mit den Troublemakers. Mit Dream Anyway gelang Markus Rill 2016 ein wahrer Quantensprung. Dieses kleine Meisterstück war ungemein vielseitig, klang einfach superb und präsentierte einen reifen Musiker zwischen Song-Tiefgang und Rock’n Roll-Appeal auf dem bisherigen Zenit seines Schaffens! Mit Getting Into Trouble erschien Anfang 2018 eine Art Bestandsaufnahme zum 20-jährigen Jubiläum, eine Doppel-CD mit zur Hälfte neuem Material im Acoustic Americana-Modus und einer Zusammenstellung von raren Tracks von Eigenveröffentlichungen. „Songland“ von 2019 Dabei wirkte weniger extrovertiert und (Heartland-) rockig, war dafür deutlich textorientierter und musikalisch mit einer enormen Bandbreite von Folk Roots, Country Rock, Americana, etwas Rock’n Roll und diesmal reichlich Southern Soul im Geist des ewig jungen Muscle Shoals- und Memphis-Sound ausgestattet. Kurz vor Weihnachten 2020 war „New Crop“ erschienen und bot alle von Rills Stärken – abwechslungsreiche Americana-Musik, Rock’n’Roll, Country und Folk mit starken Texten – in einem frischen akustischen Soundgewand, das der vielsaitige Robert Hasleder als Begleitmusiker passgenau angefertigt hat. Das 14. Album „Everything We Wanted“ von 2022 schließlich ist tatsächlich ein Höhe- und Kulminationspunkt im Werk des Singer-Songwriters mit der Raureifstimme. In Deutschland, wahrscheinlich in ganz Europa, gibt’s keinen, der näher dran ist an Steve Earle, John Hiatt, Mellencamp, Tom Petty, keinen, der authentischer sein Rootsrock-Ding durchzieht als der 52-jährige gebürtige Frankfurter.

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