14. März 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: NORA JANE STRUTHERS!

Große Verletzlichkeit gehört zu großen Künstlern oft dazu. Die Songs, die Bestand haben und das Leben ihrer Hörer begleiten, sind oft jene, in denen der Künstler oder die Künstlerin seine oder ihre Seele entblößt. Nora Jane Struthers‚ neues Album Champion besteht aus solchen Songs.


Diese Sammlung von 13 Songs ist die erste Veröffentlichung seit Struthers‘ 2015er-Album Wake, das ihr das Lob und die Aufmerksamkeit großer US-Medien wie NPR Music, Rolling Stone und Fresh Air einbrachte. Sie hat das Album mit ihrer langjährigen Tourband The Party Line eingespielt – die Chemie und das Verständnis der Musiker untereinander ist spürbar. Das Album, produziert von Neilson Hubbard in Nashville, steckt voller Musikalität und unerwarteten Arrangements, die dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Folk, Roots und Rock verschwimmen. Daraus entsteht das hörbare Gefühl, dass jeder im Studio seinen Spaß hat, der sich auf den Hörer überträgt.

Während Wake sich Themen wie neuer Liebe und Anfängen widmete, dokumentiert Struthers auf Champion die Herausforderungen des Lebens als Erwachsene, bedauert das zunehmende Eindringen von Technologie ins Private und legt offen die Sorgen einer jungen Frau dar, die mit Unfruchtbarkeit zurechtzukommen hat. „Ich bin jetzt 33 und würde gern eine Familie gründen, aber als ich 18 war, wurde eine Krankheit meiner Eierstöcke diagnostiziert“, erklärt sie. „Mir ist schon lange klar, dass ich auf anderen Wegen Kinder haben werde. Einige der Songs auf dem Album befassen sich mit meiner persönlichen Suche nach Fruchtbarkeit.“

Es gibt viele hoffnungsvolle Momente auf dem Album. Das herausragende „Belief“ beschreibt nuanciert die Schwierigkeit, trotz Rückschlägen optimistisch zu bleiben und zeigt gleichzeitig die Zerbrechlichkeit und Unverwüstbarkeit von Hoffnung auf. Der Song baut sich auf von Struthers‘ Gesang allein zur akustischen Gitarre zu einer voller Gesangsharmonien aufblühenden Hymne und spiegelt damit die Botschaft des Stücks von Hoffnung und Erlösung wider. „,Belief‘ ist das Rückgrat des Albums“, sagt Struthers. „Ich habe mit meiner Körper-Geist-Verbindung gerungen. Ich wollte unbedingt an meinen Körper glauben, aber ich war nur im Bereich der Hoffnung. Das ist mit einem seltsamen Gefühl der Scham verbunden, das ich nicht vollkommen verstanden habe.“

Während ihr Versuch, eine Familie zu gründen, im Mittelpunkt vieler Songs von Champion steht, gibt es doch auch andere Themen, von denen Struthers mit ihrer einzigartigen Stimme singt. Im Opener „Each Season“ widmen sie und Overton sich der starken und wundersamen Bindung, die in langfristigen Beziehungen entsteht – mithilfe von knackigen Gitarren und sanft rollendem Banjo. „Den ersten Song des Albums haben mein Ehemann und ich gemeinsam geschrieben. Erst unser zweiter gemeinsamer Song, übrigens“, sagt sie. „Er beschreibt, wie sich – wenn Du einen Partner, Liebe und Zeit hast – alles um diese zwei bewegt und wie wunderschön das ist, eine fest verankerte Einheit zu sein in den wilden Wellen der Zeit.“

Dies ist einer von nur zwei Co-Writes auf Champion. Das Album ist durch und durch eine Plattform für Struthers‘ Stimme und ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Geschichten zu erzählen. Verbunden mit der offenbarten Verletzlichkeit sollte diese Song- und Geschichtensammlung lange nachhallen.

„Mein Songwriting auf diesem Album verbindet die erzählenden Songs meiner Frühphase mit dem autobiografischen Stil des letzten Albums“, sagt Struthers. „Es fühlt sich wie eine natürliche Weiterentwicklung an, die gleichzeitig schwierig und einfach war. Ich glaube, das hört man auch.“

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