Archiv des Autors

15. Januar 2025

Die Keep On Chooglin‘-Serie geht weiter mit gleich zwei neuen Ausgaben – Nr. 38 und 39!

Inspiriert von Compilations wie Country Got Soul, Delta Swamp Rock oder Country Funk wird auf Keep On Chooglin‘ ein musikalischer Eintopf gekocht, der allerdings noch um einiges schmackhafter ist, als die eben erwähnten Sammlungen. Die Zutaten sind Cozmic Boogie, Deep Fried Gumbo Rock, Swamp Grooves, Country Soul, White Line Fever, Southern Funk, Greasy Blues und mehr. Zeitlich geht es hier um die Phase von zirka 1968-1974 (mit einigen Ausreissern nach oben, wenigen nach unten). Beim Wort Funk keine Angst haben, damals bedeutete das noch Groove und nicht „dicker Daumen“. Vorher hatte man das noch nicht drauf, danach geriet der Sound oft zu slick und poliert.

Auf der Nr. 38 finden sich einige Hits der „Heavyies“, aber auch Melodien der „kleinen Leute“. Die meisten Lieder handeln von Kummer, verlorenen Liebenden und Begegnungen am dunklen Ende der Straße. Und diese äußerst dramatischen Songs werden mit flehenden, herzzerreißenden Vocals vorgetragen. Die Tempi reichen von typischer Deep-Soul-Ballade über solide Dance-Beats bis hin zu ansteckenden Grooves. Alle diese Titel wurden ursprünglich zwischen 1965 und 1975 veröffentlicht. Musik, die tief aus der Seele kommt. Genießen!

Die 22 Tracks der Nr. 39 beginnen mit einem raren Roy Head Track, einer Tony Joe White Coverversion, dann Backwoods Preacherman von Tony Joe in einer Gospelversion, Mordicai Jones (mit Link Wray an kranker Gitarre), Little Feat, Boz Scaggs und so weiter. Dann ein Ausflug ins Blues-Gefilde mit zwei Kings (Albert und Freddie) und Bob Diddley covert Van Morrison. Delaney & Bonnie und Thomas Jefferson Kaye geben uns die Ehre, bevor das Ganze in obskure Southern Rock Gefilde abdriftet mit Tracks von Peace & Quiet, Potliquor, Sweet Pain, Podipto, Supa und die James Montgomery Band. Taugt!

09. Dezember 2024

General Store Neuheiten / new releases week 50/2024

17. November 2024

Neuer Postcast in der Blue Rose Video Show auf YouTube: Die Story von Blue Rose mit RICH HOPKINS

Blue Rose Labelmacher Edgar Heckmann erzählt die Labelgeschichte vom langjährigen Blue Rose-„Familienmitglied“ RICH HOPKINS. Hopkins veröffentlicht seit 1996 Alben auf Blue Rose Records mit den Luminarios und den Sand Rubies. Heckmann erzählt Geschichten aus 28 Jahren Zusammenarbeit mit Hopkins mit bisher unveröffentlichten Fotos und Videos und gibt Einblicke in Geschehnisse bei Veröffentlichungen von Alben, Tourneen oder sonstigen Erlebnissen.

17. November 2024

New podcast of the Blue Rose Video Show on YouTube: The story of Blue Rose with RICH HOPKINS

Blue Rose label chief Edgar Heckmann is telling the label story of longtime Blue Rose recording artist RICH HOPKINS. Hopkins is releasing records on Blue Rose since 1996 with the Luminarios and the Sand Rubies. Heckmann is telling inside stories with before unseen photos and videos what had happened in all these years with album releases, touring, label campaigns, and more.

03. November 2024

General Store Neuheiten / new releases week 44/2024

Alone Again (live)
Alone Again (live) CD
€ 17,90*
Backside Of 30
Backside Of 30 CD
€ 16,90*
Alternative History: A Cracker Retrospective
Alternative History: A Cracker Retrospective 3-LP (Coloured Vinyl)
€ 53,90*
01. November 2024

MARKUS RILL goes stripped auf seinem neuen Album Snapshots in Zusammenarbeit mit Robert Hasleder!

Snapshots
Snapshots CD
€ 14,90*

Schnappschüsse sind Momentaufnahmen, die oft unerwartete oder überraschende Facetten der Wahrheit offenlegen. So gesehen ist Snapshots der passende Titel für das neue Album von Singer-Songwriter Markus Rill, das in Zusammenarbeit mit dem Multi-Instrumentalisten Robert Hasleder entstanden ist.

Voll warmer Sounds von akustischen Gitarren, Kontrabass, Weissenborn und Mandoline, voll erwachsener Songs mit hochklassigem Storytelling, voller Wärme und Qualität, aber auch voller Energie, mit Ecken und Kanten an den richtigen Stellen, ist Snapshots eine Pretiose im Meer der digitalen Veröffentlichungen.

Dabei war das Werk selbst eine Art Schnappschuss. Flott und ohne große Vorbereitung gingen die Aufnahmen in der ersten Jahreshälfte 2024 vonstatten.
„Nachdem die Zusammenarbeit mit Robert Hasleder an unserem Townes-van- Zandt-Tribute im Trio mit Mr Jones äußerst angenehm und unkompliziert verlief, fragte ich Robert, ob er auf die gleiche Art noch an einigen Songs von mir weiterarbeiten wolle“, berichtet Rill. „Nach vier, fünf Songs war uns klar, dass wir uns auf dem Weg zu einem Album befanden.“

Unerwartet mag dabei sein, dass Rill dem zupackenden, grandiosen Bandalbum „Everything We Wanted“ nun ein überwiegend akustisches Werk folgen lässt, das ihn eher als entspannt-erfahrenen Singer-Songwriter präsentiert, denn als rockigen Bandleader. Der an vielen Stellen hervorblitzende, an John Prine oder Jim Croce erinnernde Humor ist dabei eine Facette, die in Rills Oeuvre bisher noch nicht im Mittelpunkt stand.

„Today I read about an old flame hitting the big time … buying fancy cars & guitars, hanging out with movie stars, she never was the kind I thought I couldn’t live without but I sure do miss her now“ („Hab heut von einer alten Flamme gelesen, die den großen Durchbruch geschafft hat … sie kauft sich schicke Autos und Gitarren und hängt mit Filmstars ab. Eigentlich war sie nicht die Art Frau, nach der ich mich immer gesehnt hab – aber jetzt fehlt sie mir schon“), singt Rill in der Rolle des abgewrackten Losers in „Sure Do Miss Her Now“. Lakonik versprüht auch The Cowboy & Sweet Kitty, eine Hommage an Johnny Cash & The Tennessee Two im stilechten Boom-Chicka-Boom-Sound. Warum sich Gegensätze anziehen, könne keiner erklären. Aber dass es so ist, beweist seine Existenz als Sohn eines wortkargen Hinterwäldlers und einer nicht auf den Mund gefallenen Städterin, singt Rill mit Augenzwinkern.

Auch neu bei Rill: Eine gewisse Milde, eine Prise Menschenfreundlichkeit. Zu hören in der Hin- und Her-Liebesgeschichte von „Eddie & Rita“, fantastisch umspielt von Robert Hasleders Mandoline und Akkordeon, und im vielleicht herausragenden Song des Albums, „Grandma’s Porcelain“. Eingebettet in Pedal Steel und Akustikgitarren verdeutlicht dieser Song, geschrieben mit der Schwedin Sara Littecke Bond, wie zum Erwachsen-Werden ein Erwachen gegenüber den Schwächen der Helden unserer Kindheit und eine Hinwendung zur Menschlichkeit gehören. Ein wahrhaft großer Song!

Aber der Songschreiber entzieht sich vorschnellen Deutungen, das macht der roots-rockende Titelsong „Snapshots From My Life“ klar. “Piece ‘em all together, you still won’t find me here & now“ („Auch wenn du alle Schnappschüsse von mir nebeneinander legst, weißt Du nicht, wer ich heute bin)“, singt er. Und überhaupt: “I don’t dwell on the past, time keeps moving on anyhow“ („Was bringt es, zurückzublicken? Die Zeit schreitet sowieso voran.“)

Deshalb ist neben gut gelaunten Songs wie dem Country-Gassenhauer „Sometimes You Wanna Be Alone“ auch Platz für knackige Americana-Sounds in „Can’t Make Sense Of Love“, tiefe Traurigkeit („What Might’ve Been“) sowie Nachdenklichkeit („Take Direction From My Heart“).

Rill und Hasleder ergänzen einander hervorragend. „Während der Pandemie habe ich mich zum ersten Mal intensiver mit Home Recording befasst, habe Demos nicht mehr nur live mit Gitarre und Gesang eingespielt, sondern kleine Arrangements erstellt mit mehreren Akustikgitarren, E-Gitarre, Mundharmonika, hie und da mal mit einer Baritongitarre oder einer kleinen Melodie auf der Gryphon oder Mando“, erzählt Rill. „Diese Demos, die schon einen Sound, eine Richtung vorgaben, hat Robert durch sein filigranes und geschmackvolles Spiel auf allen möglichen Instrumenten sowie durch seine Backing Vocals und Mixe auf ein ganz anderes Niveau gehoben.“

Für Kurzeinsätze hat Rill weitere Freunde und Gäste eingespannt: Drummer Leonardo von Papp, Bassist Didi Beck, Gitarrist Maik Garthe und Keyboarder Sebbo Bach sind langjährige Weggefährten; die Sängerinnen Rebecca King und Kristina Jacobsen neue Kollaborateure und Freunde. So streunen die Songs äußerst abwechslungsreich durch Folk/Country/Roots/Americana-Territorium, bleiben aber durch Rills Stimme und Hasleders Beiträge verbunden – gleichzeitig Schnappschüsse und ein atmosphärisch dichtes Album.

Snapshots mag nur eine Momentaufnahme sein, aber wer hier nicht hinsieht und hinhört, verpasst ein tolles Album mit elf klasse Songs und vitaler Musikalität.

29. Oktober 2024

New podcast at the Blue Rose Video Show: The story of Blue Rose Records with TODD THIBAUD

Blue Rose label founder Edgar Heckmann is telling the label story of longtime Blue Rose recording artist TODD THIBAUD from Boston, Massachusetts. Thibaud is releasing records on Blue Rose since 1997 and Heckmann is telling inside stories what had happened in all those years with album releases, touring, label campaigns and more.

29. Oktober 2024

Neuer Podcast in der Blue Rose Video Show auf YouTube: Die Geschichte von Blue Rose mit TODD THIBAUD

Blue Rose-Labelchef Edgar Heckmann erzählt die Geschichte vom langjährigen Labelkünstler TODD THIBAUD – wie Label und Musiker zusammenfanden, die Discografie, Konzerttourneen, Nebenschauplätze wie Hardpan, Water And Sand oder Parsons Thibaud, sowie viele weitere Insiderdetails.

05. Oktober 2024

New album by RICH HOPKINS & LUMINARIOS – „The Gift“ only available on vinyl and exclusively in Europe through us!

We’ve lost count of how many albums Rich Hopkins has released. There are quite a few and most of them were even released on Blue Rose Records. But at some point every series ends, and this has happened with the latest work – “The Gift” is released exclusively on Hopkins‘ own label, San Jacinto Records. This is not because the masters had a falling out with his long-standing German label. The connection is still good, “best friends” so to speak, but the market has changed a lot in the last few years, musicians are founding their own record labels and marketing their new works themselves, at concerts, on their own website or even digitally via the relevant platforms. The latest figures from the music industry prove them right – just 13% of sales are generated through CD sales, with vinyl at 6% not even half of that, the rest is sold digitally. However, this is also a milkmaid’s calculation, because these proportions depend very much on the genre and the target groups, and so we cannot understand why for many artists the CD plays no role at all and sometimes only rely on vinyl. This is also the case with the new Hopkins album: It is released exclusively as a vinyl LP and we offer it exclusively in Europe via the Blue Rose mail order.

With Rich Hopkins and his wife Lisa Novak moving back and forth between their homes in Tucson, Arizona and Austin, Texas, the new album was recorded in more diverse locations and with more diverse musicians than ever before. We count a total of musicians in the album credits, including long-time companions such as Mike Therieau, Goerge Duron, Jon Sanchez, Falcon Valdez, Duane Hollis, Ernie Mendoza and Lars Goransson, who also produced the album together with Rich and Lisa. Additional singing guests included Lisa’s daughter Hannah Novak as well as Carey Bowman and Brad Brooks.

And the music? Nobody would have expected that Rich Hopkins would suddenly take different musical paths, and that’s not what happened. He puts everything into the songs again, as his many loyal fans know him. Sometimes you get the impression that the concentrated energy flows into his guitar work one last time and that he could have found a conclusion with the new album “The Gift”. But knowing Rich Hopkins, he will soon announce that he is working on a new album.

05. Oktober 2024

Neues Album von RICH HOPKINS & LUMINARIOS – „The Gift“ nur auf Vinyl und exklusiv in Europa bei uns erhältlich!

The Gift
The Gift LP
€ 23,90*

Wir haben aufgehört zu zählen, wie viele Alben Rich Hopkins bereits veröffentlicht hat. Es sind ziemlich viele und die meisten davon waren sogar auf Blue Rose Records erschienen. Doch irgendwann hört jede Serie auf, und dies ist mit dem nun neuesten Werk geschehen – „The Gift“ erscheint exklusiv auf dem eigenen Label von Hopkins, San Jacinto Records. Das liegt jetzt nicht etwa daran, dass sich die Meister mit seinem langjährigen deutschen Label verkracht hätte. Die Verbindung ist nach wie vor bestens, „beste Freunde“ sozusagen, aber der Markt hat sich in den letzten Jahren doch sehr stark verändert, Musiker gründen eigene Plattenlabels und vermarkten ihre neuen Werke selbst, auf Konzerten, ihre eigene Website oder auch digital über die einschlägigen Plattformen. Die neuesten Zahlen der Musikindustrie geben ihnen recht – gerade mal 13 % der Umsätze werden durch CD-Verkäufe generiert, mit Vinyl bei 6 % nicht einmal die Hälfte davon, der Rest wird digital umgesetzt. Allerdings ist das doch auch eine Milchmädchenrechnung, denn diese Anteile hängen doch auch sehr stark mit dem Genre und den Zielgruppen an, und so können wir nicht nachvollziehen, dass für viele Künstler die CD überhaupt keine Rolle spielt und teilweise nur noch auf das Vinyl setzen. So auch hier beim neuen Hopkins-Album: Es erscheint ausschließlich als Vinyl-LP und wir bieten es exklusiv in Europa über den Blue Rose-Mailorder an.

Da sich Rich Hopkins und seine Frau Lisa Novak zwischen ihren beiden Wohnsitzen Tucson, Arizona und Austin, Texas hin- und her bewegen, wurde das neue Album auch an diversen Orten und mit so vielen unterschiedlichen Musikern aufgenommen wie wohl nie zuvor. Insgesamt Musikerinnen und Musiker zählen wir bei den Albumcredits, darunter langjährige Weggefährten wie Mike Therieau, Goerge Duron, Jon Sanchez, Falcon Valdez, Duane Hollis, Ernie Mendoza oder Lars Goransson, der das Album auch zusammen mit Rich und Lisa produziert hat. Als weitere Gesangsgäste waren Lisas Tochter Hannah Novak sowie Carey Bowman und Brad Brooks dabei.

Und die Musik? Es wird ja wohl niemand erwarten haben, dass Rich Hopkins plötzlich andere musikalische Wege geht, und so ist es auch nicht gekommen. Er legt nochmals Alles in die Songs hinein, wie ihn seine vielen und treuen Fans kennen. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die geballte Energie ein letztes Mal in seine Gitarrenarbeit fließt und er mit dem neuen Album „The Gift“ einen Abschluss gefunden haben könnte. Aber wie wir Rich Hopkins kennen, wird er bereits in Kürze mitteilen, dass er an einem neuen Album arbeitet.