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21. April 2018

BLUE ROSE RADIO SHOW Ausgabe April 2018 nun per Stream erhältlich!

Wie üblich am 3. Montag im Monat hatte Blue Rose-Labelbetreuer Edgar Heckmann am 16.04. wieder zur BLUE ROSE RADIO SHOW eingeladen. Eine übliche Sendung war es allerdings nicht, denn erstmals seit 3 1/2 Jahren hatte er wieder einmal live den Kollegen Thomas Dewers aus Bremen zu Gast im Studio, der den Blue Rose-Mailorderstore immer wieder mit interessanter Musik bereichert. So gehörte ihm auch der größte Anteil der diesmal 140 Minuten dauernden Sendung mit hierzulande weitgehend unbekannten Acts und Bands wie Amigo, Trongone Band, Travis Meadows, Dead Rock West oder 3hatttrio. Heckmann steuerte Stücke bei von Paul Thorn, Matthews Southern Comfort, Stacie Collins, Trails (Neuentdeckung aus München!) oder auch Robert Earl Keen, der gerade erst als „Neuzugang“ beim Braun Brothers Reunion-Festival in Challis, Idaho angekündigt worden war und zu dem Blue Rose Records ja in Verbindung mit dem Anglo-American Reisebüro vom 2. bis 14. August eine Busreise veranstaltet.

Die komplette Sendung gibt es ab sofort im Archiv nachzuhören, dazu bitte auf den blauen PLAY-Button klicken. Eine Playlist der Sendung steht auch zur Verfügung.

Die Mai-Ausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW läuft am (Pfingst-) Montag, den 21.05., wieder live und wie gehabt von 22 bis 24 Uhr.

31. März 2018

Ausgabe Nr. 86 der Blue Rose Nuggets-CD-Serie ab sofort erhältlich für nur 5,00 € oder umsonst!

Wie versprochen – ab sofort erscheint die Blue Rose-Nuggets-Serie im monatlichen Rhythmus! Die Nummer 86 enthält wieder Songs aus aktuellen Blue Rose-Veröffentlichungen (Nora Jane Struthers, Jeff Crosby), zahlreiche Stücke des mittlerweile über 600 Titel umfassenden Kataloges sowie zwei bisher unveröffentlichte Live-Tracks der Rainravens und von Jason & The Scorchers.

Die Blue Rose Nuggets-CD Vol. 86 wird ab dem Sonntag, 1. April allen Bestellungen, die die Voraussetzungen einer kostenlosen Beilage erfüllen, automatisch beigelegt.

Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat:
Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos.
Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch – KOSTENLOS – mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen weltweit). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte – eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt. Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden – bei der begrenzten Auflage sind einige Ausgaben bereits begehrte Sammlerobjekte, denn viele Ausgaben sind bereits ausverkauft…

Trackliste:
1. STEVE WYNN – Resolution / aus dem Album „Northern Aggression“ (BLU DP0524)
2. MIC HARRISON – Shake Your Faith / aus dem Album „Pallbearer’s Shoes“ (BLU CD0349)
3. JEFF CROSBY – Best $25 I Ever Spent / aus dem Album „Postcards From Magdalena“ (BLU DP0717)
4. THE BOTTLE ROCKETS – Welfare Music / aus dem Album „Bottle Rockets/The Brooklyn Side“ (BLU DP0622)
5. IAIN MATTHEWS – Like Dominoes / aus dem Album „Sparkler“ (BLU DP0375)
6. HANK SHIZZOE – Rocket Ship / aus dem Album „Songsmith“ (BLU DP0632)
7. RAINRAVENS – Real Wild Child / live mitgeschnitten in der Musikwerkstatt in Neustadt/Weinstraße am 14.11.1997 (bisher unveröffentlicht)
8. NORA JANE STRUTHERS – Belief / aus dem Album „Champion“ (BLU DP0714)
9. HARDPAN – The Hands That Hold The Reins / aus dem Album „Hardpan“ (BLU DP0700)
10. BILL JANOVITZ AND CROWN VICTORIA – Mary Kay / aus dem Album „Fireworks On TV!“ (BLU CD0369)
11. PAUL THORN – Everything’s Gonna Be Alright / aus dem Album „Too Blessed To Be Stressed“ (BLU DP0645)
12. CINDY BULLENS – Box Of Broken Hearts / aus dem Album „Dream #29“ (BLU DP0368)
13. FRED EAGLESMITH – Ten Ton Chain / aus dem Album „50-Odd Dollars“ (BLU CD0106)
14. JOHN P. STROHM – Better Than Nothing / aus dem Album „Vestavia“ (BLU CD0090)
15. JASON & THE SCORCHERS – Getting Nowhere Fast / live mitgeschnitten bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen am 5.12.2009 (bisher unveröffentlicht)

14. März 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: NORA JANE STRUTHERS!

Große Verletzlichkeit gehört zu großen Künstlern oft dazu. Die Songs, die Bestand haben und das Leben ihrer Hörer begleiten, sind oft jene, in denen der Künstler oder die Künstlerin seine oder ihre Seele entblößt. Nora Jane Struthers‚ neues Album Champion besteht aus solchen Songs.


Diese Sammlung von 13 Songs ist die erste Veröffentlichung seit Struthers‘ 2015er-Album Wake, das ihr das Lob und die Aufmerksamkeit großer US-Medien wie NPR Music, Rolling Stone und Fresh Air einbrachte. Sie hat das Album mit ihrer langjährigen Tourband The Party Line eingespielt – die Chemie und das Verständnis der Musiker untereinander ist spürbar. Das Album, produziert von Neilson Hubbard in Nashville, steckt voller Musikalität und unerwarteten Arrangements, die dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Folk, Roots und Rock verschwimmen. Daraus entsteht das hörbare Gefühl, dass jeder im Studio seinen Spaß hat, der sich auf den Hörer überträgt.

Während Wake sich Themen wie neuer Liebe und Anfängen widmete, dokumentiert Struthers auf Champion die Herausforderungen des Lebens als Erwachsene, bedauert das zunehmende Eindringen von Technologie ins Private und legt offen die Sorgen einer jungen Frau dar, die mit Unfruchtbarkeit zurechtzukommen hat. „Ich bin jetzt 33 und würde gern eine Familie gründen, aber als ich 18 war, wurde eine Krankheit meiner Eierstöcke diagnostiziert“, erklärt sie. „Mir ist schon lange klar, dass ich auf anderen Wegen Kinder haben werde. Einige der Songs auf dem Album befassen sich mit meiner persönlichen Suche nach Fruchtbarkeit.“

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28. Februar 2018

THE HIGH LINE RIDERS sind zurück mit ihrem zweiten Blue Rose-Album Walking Home!

Es muss ja nicht immer eine Ewigkeit dauern… Diesmal beschert uns Mastermind Ed Pettersen bereits drei Jahre nach der überraschenden Reaktivierung seiner alten Band, The High Line Riders, den nicht minder prächtig gelungenen Nachfolger zu Bumping Into Nothing: Walking Home bietet eine edle, stilistisch absolut zeitlose Mischung aus handgemachtem Rock’n Roll, dynamischem Country Rock und beherzten Folk Roots-Nummern – ein süffig dahinfließender, jederzeit ohrenfreundlicher Mix, der die Herzen von 70er Retrofans bis zu hippen Americana-Zeitgeistern gleichermaßen höher schlagen lässt! Ed Pettersen: „Artist, Writer, Producer“ steht groß auf seiner Homepage. Drei nüchterne Schlagworte, die den vielen verschiedenen Aktivitäten des mittlerweile Mittfünfzigers nur ansatzweise gerecht werden. Die High Line Riders sind denn auch nur ein Projekt von vielen in einer langen Karriere – aber sie sind aktuell sein wichtigstes, das, was ihm am meisten Spaß bereitet, wo er sein ganzes Herzblut reinsteckt. Das ist auf Walking Home in jeder Note, in jedem Riff zu spüren!


Ed Pettersen, ein gebürtiger New Yorker mit norwegischen Wurzeln, begann seine musikalische Laufbahn Mitte der 90er als Folkie und Singer/Songwriter, sozialisiert durch die Outlaw Country Music in seinem Elternhaus, selbstentdeckten Vorbildern wie Pete Townsend und Paul Westerberg bis hin zu Bruce Springsteen, Oasis und Steve Earle. Während seines 1995er Debüts Desperate Times gehörte er bereits zum Freundeskreis der Brandos und Del Lords, zwei der angesagtesten NYC-Acts jener Zeit. 1997 markierte den überregionalen Durchbruch mit den High Line Riders und dem allseits hervorragend bewerteten Album Somewhere South Of Here. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Pettersen damals aber nicht regelmäßig touren und die Ära mit den Riders ging deshalb allzu schnell zu Ende. Anfang des neuen Jahrtausends zog er in seine neue Heimat Nashville, spielte Pop Rock mit The Strangelys und widmete sich der Aufbereitung frühen, zum Teil unveröffentlichten Materials. Dazu war Pettersen auf Tribute-Alben für Waylon Jennings und Uncle Tupelo vertreten, hatte 2006 als Produzent und Musiker maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung des epochalen 3CD-Werks Song Of America, auf dem er zusammen mit zahlreichen prominenten Kollegen (John Mellencamp, Blind Boys Of Alabama, Black Crowes, Mavericks, Andrew Bird, Old Crow Medicine Show…) 500 Jahre amerikanische Geschichte aufbereitete. Dieses Projekt sollte ihm sogar mehr Anerkennung verleihen als sein gesamter Output zuvor. Auf dieser Erfolgswelle schwimmend realisierte er 2007 sein erstes Album mit neuen Aufnahmen seit 10 Jahren: The New Punk Blues Of… bot wieder mal exquisite, handgemachte Tracks aus eigener Feder im Grenzbereich von Großstadt-Folk und Songwriter/Rock.

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18. Februar 2018

Der Zug rollt weiter – US RAILS stellen auf ihrem neuen Album fest: We Have All Been Here Before!


Fünf befreundete amerikanische Musiker hatten sich Ende der letzten Dekade aufgemacht, zusätzlich zu ihren eigenen, teilweise schon jahrelang andauernden Solokarrieren ein gemeinsames Ding zu starten, von dem sie überzeugt waren, dass es etwas Großes werden könnte. Nur wenig später gehörten US RAILS praktisch schon zu den „Klassikern“ auf dem Blue Rose Label und veröffentlichen mittlerweile bereits ihr fünftes Studioalbum. We Have All Been Here Before heißt das gute Stück und unterscheidet sich von den vier Vorgängern US Rails (2010), Southern Canon (2011), Heartbreak Superstar (2013) und Ivy von 2016 doch erheblich. Was tut man als Künstler, wenn eine Tour ansteht, man dazu ein neues Album im Gepäck haben sollte und nicht genügend eigene neue Songs in petto hat? Genau, man durchforstet den unendlichen Fundus an passenden Songs anderer Songwriter, um dann eigene Arrangementideen einfließen zu lassen und Coverversionen ein Eigenleben zu geben. Meist funktioniert das nicht, doch bei der Auswahl von Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir gelingt das prächtig, haben doch alle vier Bandmitglieder offensichtlich „ihre“ Songs ausgewählt und so interpretiert, wie sie auch eigene Songs produziert hätten.

We Have All Been Here Before enthält mit 11 Stücken eine kunterbunte Mischung weltbekannter und weniger bekannter Stücke der Rock- und Pop-Geschichte. Ob die Auswahl alle vier gemeinsam getroffen haben, ist nicht bekannt und auch unerheblich, und doch kann man vermuten, dass Songs wie „Poor Poor Pitiful Me“ von Warren Zevon, „So Into You“ von der Atlanta Rhythm Section oder auch die durch die Derek Trucks Band wiederbelebte alte Blues-Nummer „I’d Rather Be (Blind, Crippled And Crazy)“ Tom Gillam zugeschrieben werden können, treffen sie doch voll das Mark dessen musikalischer Vorlieben. Ben Arnold wiederum hat die Lead Vocals bei Neil Young’s „Everybody Knows This Is Nowhere“ und „Put The Message In The Box“ von Karl Wallinger’s Band World Party übernommen, ein klares Zeichen dafür, wessen Idee diese Auswahl war. Scott Brickin ist ein erklärter Beatles-Fan – „You’ve Got To Hide Your Love Away“ könnte sein Vorschlag gewesen sein. Nicht nur ein ausgezeichneter Drummer, sondern auch mit einer wunderbaren Gesangsstimme versehen ist Matt Muir, und so dominiert er bei den Nummern „Second Hand News“ aus dem Fleetwood Mac-Klassiker Rumours und beim abschließenden Jackson Browne-Meilenstein „Running On Empty“.

Dass alle Musiker der US Rails großartige Songwriter sind, müssen sie nicht mit jedem neuen Album beweisen. We Have All Been Here Before ist eine herrlich frische „Zwischendurch“-Platte, die die Wartezeit auf ein weiteres Album mit eigenen Stücken angenehm überbrückt.

25. Januar 2018

Die erste Blue Rose-Veröffentlichung 2018 ist gleich eine echte Perle – MARKUS RILL und Getting Into Trouble als Doppel-CD!

Seit 20 Jahren veröffentlicht MARKUS RILL regelmäßig Alben – „20 years of gunslinging“ nennt er das in Anlehnung an den Titel seines Debütalbums Gunslinger’s Tales von 1997. Nun, findet er, ist es Zeit für ein Geschenk „an all die Menschen, die meine Musik mögen und an mich selbst“. Dieses Geschenk ist Getting Into Trouble, Rills erstes Doppelalbum, das zum wiederholten Male belegt, warum Rill als hervorragender Songschreiber und Europas herausragender Americana-Künstler gilt.


CD 1 enthält elf neue Aufnahmen mit allen Rill-Markenzeichen: Die raue, fesselnde Stimme und viel Abwechslung zwischen treibendem Roots-Rock und nachdenklichen, akustischen Stücken, von poliertem Bluegrass zu schmutzigem Blues. Rills Texte sind frisch, voller interessanter Einsichten und lakonischer Poesie – ob er eine Stripperin in New Orleans beschreibt oder ein junges Mädchen, das eine Entscheidung treffen muss, ob er dem Geigenvirtuosen Vassar Clements Tribut zollt oder sich Gedanken macht um einen Schulfreund, der vom Weg abgekommen ist, oder über die Herausforderungen der Liebe aus der Perspektive von Heinrich VIII. Hervorragende Musiker aus Nashville, Australien, Seattle und Deutschland haben diese Songs mit großer Kreativität und Energie aufgenommen und tragen zur Tiefenwirkung bei.
„Ein bisschen aufgeräumt“ habe er mit diesem Album, sagt Rill trocken. „Nach 20 Jahren hatte ich Lust darauf, einige meiner früheren Stücke, die mir immer noch viel bedeuten, zu überarbeiten. Außerdem wollte ich einige Songs und Co-Writes, die ich für einen besonderen Anlass aufgehoben hatte, oder zu denen ich kürzlich neuen Zugang gefunden habe, aufnehmen und veröffentlichen.“
Natürlich hat der Musiker nun mehr Erfahrung darin, seine Songs passend umzusetzen als bei seinen ersten Studioaufnahmen in den 90er Jahren. „Eye For An Eye“ – inspiriert von Norman Mailers „The Executioner’s Song“ und dem Tim-Robbins-Film „Dead Man Walking“ – präsentiert sich nun als atmosphärischer, eindringlicher Rocker, der von Dave Colemans innovativem Gitarrenspiel getragen wird. „On The Sly“ – eine bewegende Vignette über eine schwangere junge Frau, die ihre Optionen abwägt – blüht geradezu auf als Fingerpicking-Folknummer mit Streicherbegleitung. „Trouble With The Law“ – die Geschichte eines Mannes auf der Flucht – wird mit dringlich treibendem Groove, Twang und Draufgänger-Attitüde dargeboten.
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29. November 2017

Soulfood und Blue Rose Records stellen Schwerpunkte vor

Nachdem an dieser Stelle vor Kurzem von der Übernahme der Firma Massacre Records mit ihren Labels Massacre und Blue Rose berichtet und dabei weniger auf die Situation bei Blue Rose eingegangen worden war, erschien nun in dem Branchenblatt „Musikwoche“ ein Statement, das sicher viele Blue Rose-Kunden erfreuen wird und das wir hier gerne wiedergeben:

Nachdem Soulfood kürzlich die Labels Massacre und Blue Rose Records übernahm, stellen der Indie-Vertrieb und das Americana-Label nun Pläne für die nächsten Monate vor.
Blue Rose Records ist Teil der Massacre Records GmbH und wurde 1995 als weiteres Standbein neben dem Metal-Label Massacre von Torsten Hartmann und Edgar Heckmann gegründet. Während sich Torsten Hartmann aus dem Geschäft zurückziehen will, wird Heckmann auch künftig das Label betreuen und berichtet dabei an Steve Gardner, Head of Labelmanagement bei Soulfood.
„Ich freue mich sehr, mit Soulfood zukünftig noch enger zusammenarbeiten zu können“, sagt Heckmann. „Von der Geschäftsleitung über die für die Labels verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zu den Außendienstlern steht man voll hinter Blue Rose, und ich bin überzeugt, durch die Übernahme von Soulfood auch in Zukunft interessante Musik im Americana-Bereich fördern zu können.“
Das Label hat sich auf die Genres Roots Rock, Singer/Songwriter sowie Country Rock spezialisiert und sich mit über 600 erschienenen Alben auch außerhalb Deutschlands europaweit einen Namen machen können. Zum Labelkatalog zählen Veröffentlichungen von Künstlern wie Kris Kristofferson, John Hiatt, Steve Earle, The Brandos oder Steve Wynn.
Auch Steve Gardner freut sich: „Edgar hat in über 20 Jahren auf Blue Rose ein namhaftes Artist-Roster aufgebaut, das die Americana Fans immer wieder mit starken Veröffentlichungen begeistert. Ich bin sehr glücklich, dass wir Edgar durch die nun engere Zusammenarbeit bei der Pflege und dem weiteren Ausbau des Rosters noch aktiver unterstützen können.“
Jüngst veröffentlichte Blue Rose das neue Album der „Supergroup“ Hardpan um die US-amerikanischen Singer/Songwriter Todd Thibaud und Joseph Parsons sowie das Album „Hustle Up Starlings“ von Matthew Ryan aus Nashville und den Longplayer „Nos Da Comrade“ des Briten Peter Bruntnell.
Anfang 2018 sollen dann neue Longplayer des deutschen Singer/Songwriters Markus Rill und der amerikanischen Rockband US Rails erscheinen. Daneben will Blue Rose mit einer Re-Issue-Kampagne des kompletten Katalogs vom Quartett The Brandos aus New York City beginnen.

Das Foto, aufgenommen an der Soulfood-Firmenzentrale in Hamburg, zeigt Blue Rose-Labelbetreuer Edgar Heckmann (links) zusammen mit seinem Soulfood-Kontakt, Head Of Labelmanagement Steve Gardner.

18. November 2017

MATTHEW RYAN rockt weiter auf Hustle Up Starlings!

Der mit einer ganz besonders attraktiven Stimme gesegnete Singer/Songwriter und Rock’n Roller MATTHEW RYAN begeistert in diesen Tagen seine langjährigen Fans und gut informierte Kritiker mit seinem brandneuen Blue Rose-Album Hustle Up Starlings, einem fulminanten Comeback nach dreijähriger Schaffenspause und gleichzeitig dem Nachfolger zu Boxers von 2014, das ebenfalls auf dem süddeutschen Label erschienen war. Hustle Up Starlings ist schon die 13. Veröffentlichung seit 1997, als sich mit dem Debüt May Day eines der hoffnungsvollsten Versprechen für das Springsteen-meets-Westerberg/Folk Rock/Songwriter-Lager ankündigte. Wenn man sich heute nochmal die ganzen Lobpreisungen für praktisch jedes einzelne Ryan-Werk durchliest, dann wundert es schon sehr, dass der ganz große, ohne Frage verdiente Durchbruch bislang nicht gelang und auch 2017 der Name Matthew Ryan nicht in aller Munde ist, wenn es um ausdrucksstarke, handgemachte, wortintelligente, flüssig ins Ohr laufende und mit einer unglaublich speziellen Reibeisenstimme vorgetragene Singer/Songwriter- und Americana/Rock-Musik geht. Wird also auch Hustle Up Starlings wieder „nur“ ein weiterer Fall für nonkonforme Jahresbestenlisten, euphorische Reviews von coolen Rezensenten und die Herzensaufgabe eines Speziallabels wie Blue Rose werden?! Oder darf es diesmal ein wenig mehr sein? Die Voraussetzungen für ein echtes Matthew Ryan-Erfolgsalbum sind jedenfalls gegeben!!


Aufgewachsen an der US-Ostküste (Pennsylvania, Delaware) zog Matthew Ryan Mitte der 90er in die Szene von East Nashville. Seine ersten verheißungsvollen Werke May Day (97) und East Autumn Grin (2000) kamen sogar bei einem Major Label (A&M) heraus, bevor sich die Situation der großen Plattenfirmen radikal wandelte und Indies immer mehr an Boden gewannen. Ryan brachte bis 2010 gleich 7 weitere Platten zum Teil in Eigenregie heraus, darunter hochangesehene Produktionen wie Concussion (2001), Regret Over The Wires (2003) und Matthew Ryan Vs. The Silver State (2008). Desillusioniert wegen ausbleibender Erfolge verkündete Ryan, dass sein 2012er Album In The Dusk Of Everything sein letztes sein werde und verließ Nashville in Richtung seiner alten Heimat West Pennsylvania. Da mag man es als absolut glückliche Fügung betrachten, dass er kurz darauf mit Brian Fallon, dem Frontmann der bekannten Folk/Punk/Indie Rockband The Gaslight Anthem, zusammentraf und mit ihm eine intensive, schöpferische Freundschaft schloss. Fallon verpflichtete Ryan als Vorprogramm und wollte mit ihm einfach nur Gitarre zu spielen. Doch der fühlte sich geradezu inspiriert, geriet in eine neue Aufbruchsstimmung und träumte von mehr! Was in 2014 zunächst zum grandiosen, an früheste May Day-Zeiten erinnernden Boxers führte, das hierzulande auf Blue Rose erschien. Unter der Produktion von Kevin Salem (Dumptruck, Todd Thibaud, Freedy Johnston, Giant Sand) und mit Salem und Fallon an den elektrischen Gitarren rockte sich Matthew Ryan zurück in die Herzen all derer, für die Bruce Springsteen und die Replacements, Leonard Cohen und The Jam oder Bob Dylan und The Clash keine musikalischen Barrieren, sondern die Wiederauferstehung des Rock’n Roll-Geists in der Singer/Songwriter-Musik bedeuten!

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06. November 2017

SUSTO – ein weiterer Hochkaräter des schwedischen Rootsy-Labels!

& I'm Fine Today
SUSTO & I'm Fine Today CD
€ 14,90

SUSTO ist eine noch relativ neue, über den Atlantik hinaus weitgehend unbekannte Band aus Charleston, South Carolina, die sich nun anschickt, mit ihrem zweiten Studioalbum & I’m Fine Today die Welt zu erobern – und das mit einem sehr originellen Americana-Mix aus Modern Indie Pop und Alt.Country/Songwriter Rock! So reiht das Quintett um die beiden Masterminds Justin Osborne und Johnny Delaware 11 selbstgeschriebene Songs aneinander, die aufs erste Hören kaum unterschiedlicher sein könnten, sich am Ende aber zu einem spannenden, abwechslungsreichen Album zusammenfinden, das in den Staaten seit Monaten für Furore sorgt und nun auch bei uns einschlagen wird! Susto besticht mit einer enorm frischen, dynamischen Aufbruchsmusik, in der mutig viele Elemente miteinander verknüpft werden, die zunächst vermeintlich gar nicht zwingend zusammenpassen wollen, schließlich aber etwas ganz Eigenes ergeben, in dem zwar klassisch der Song/das Songwriting als Basis steht, die formale, instrumentelle und klangliche Umsetzung allerdings viele Ausrufezeichen setzt!


Nach mehreren regional erfolgreichen Jahren mit seiner Band Sequoyah Prep School und ihren drei Alben zwischen 2005 und 2008 gönnte sich Justin Osborne eine längere Auszeit in Kuba, ließ sich in den vielen Latin Music Clubs den Kopf durchpusten und schöpfte neue Inspiration und Kreativität. Zurück in Charleston begann er an einem groben Konzept für Susto zu arbeiten, als ihn sein Produzent Ryan „Wolfgang“ Zimmerman (Brave Baby, Jordan Igoe, Grace Joyner, Band Of Horses) mit dem kürzlich aus Austin hergezogenen Singer/Songwriter/Gitarristen Johnny Delaware bekannt machte. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und bilden seither den künstlerischen Kern der Band. Susto ist in etwa ein Fachausdruck für eine vorwiegend in Lateinamerika vorkommende psychische Massenkrankheit, die in Panik mündet, wenn „die Seele den Körper verlässt“. Derart furchterregend muss man sich die Musik von Susto nun gar nicht vorstellen! So begeisterte ihr gleichnamig betiteltes Debütalbum aus dem Frühjahr 2014 die einschlägigen Medien von NPR bis No Depression noch sehr mit einer fast konventionell gestrickten, dabei hervorragend gelungenen Mischung aus Singer/Songwriter-Musik auf Folk- und Country Rock-Basis mit spacigen Cosmic Americana-Ausflügen.

Auch Band Of Horses-Leader Ben Bridwell wurde zu einem großen Susto-Fan und beeinflusste Osborne und Delaware möglicherweise indirekt in ihrer Experimentierfreudigkeit und Kreativität im Studio und bei den aufwändigeren Songarrangements für & I’m Fine Today. Schon der Opener ‚Far Out Feeling‘ wartet mit locker pulsierenden Rhythmen, perlenden Keyboards, opulenten Streichereinsätzen, clever angeordneten Blasinstrumenten sowie weiblichen Backingstimmen auf. Im starken Kontrast dazu folgt der melodische, harmonieselige Country Rock von ‚Hard Drugs‘ mit schonungslosen Lyrics über Trennung und Einsamkeit. Oft werden unbequeme Themen verhandelt: z.B. im selbsterklärenden, riffstarken ‚Gay In The South‘ oder im eingängigen, mit intelligenter Instrumentierung ausgestatteten Schlüsselsong ‚Cosmic Cowboy‘ das Infragestellen von Gott. In den Südstaaten, wohlgemerkt! ‚Havana Vieja‘ packt kubanische Motive in einen von aufregenden Soundlandschaften durchzogenen Kurzfilm, das folkig-akustisch beginnende ‚Diamond’s Icaro‘ lebt später von psychedelischen Orgelschüben und verklärten Gesangskulissen. Die komplexe, im Zentrum des Albums positionierte Powerballade ‚Mountain Top‘ entwickelt sich zum Ende abrupt zu einem vehementen Alternativrocker mit heftigen Rhythmen und plakativem Sprechgesang. Das vertrackte, beat-heftige, mit Synthesizerschleifen durchzogene ‚Jah Werx‘ bildet dann den kurzen, fulminanten Schlusspunkt in allerfeinster Bon Iver-Manier. Andere Koordinaten, die den endlos scheinenden musikalischen Susto-Kosmos wenigstens annähernd beschreiben können, sind Wilco, Band Of Horses, The Head And The Heart, Delta Spirit, Lumineers, Blitzen Trapper, Okkervil River, Bon Iver, The National, Elliott Brood, The Low Anthem, Califone und My Morning Jacket.

04. November 2017

Soulfood übernimmt Massacre und Blue Rose Records

Die beiden Labels Massacre und Blue Rose gehören künftig zu Soulfood, bleiben aber am Standort in Untergruppenbach bei Stuttgart als eigenständige GmbH bestehen. Der Indie-Vertrieb übernimmt den Mitarbeiterstamm und will die Labelgruppe „in der bewährten Art und Weise weiterführen“, heißt es aus Hamburg.

Einzig im Bereich Administration mit Bereichen wie Herstellung, Buchhaltung, Lagerhaltung, weltweiter Vertrieb und Abrechnungen sollen Massacre und Blue Rose in die Systeme von Soulfood integriert werden. Labelgründer Torsten Hartmann begleitet den Übergang noch über mehrere Monate, um sich danach neuen Aufgaben zu widmen.

„Massacre war das erste Label, das ich 1991 als Labelmanager bei Intercord betreuen durfte“, sagt Soulfood-Chef Jochen Richert. „Seither gehen wir einen gemeinsamen Weg. Dass mir das Label und die handelnden Personen besonders am Herzen liegen, muss sicherlich nicht extra erwähnt werden. Darüber hinaus passen Massacre und Blue Rose perfekt in unsere bereits vorhandenen Strukturen.“

Man könne viele Arbeiten auf der administrativen Seite übernehmen, damit sich das Labelteam auf die kreativen Kernaufgaben konzentrieren könne, so Richert weiter. „Wir danken Torsten für sein Vertrauen in uns und werden alle Kraft aufwenden, um Massacre sowie Blue Rose als wichtigen Player im Markt noch stärker zu positionieren.“

Für Thomas Hertler, Labelmanager Massacre Records, steht fest, dass sich mit der Übernahme für ihn und Massacre Records viele neue Perspektiven und Möglichkeiten ergeben: „Die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit den Kollegen von Soulfood wird somit noch erweitert.“

Massacre-Gründer Torsten Hartmann empfindet die Übernahme als eine Zäsur: „Alles hat ein Ende, nur … Nach über 25 Jahren als Geschäftsführer von Massacre Records möchte ich mich aus dem aktiven Musikgeschäft zurückziehen und mich anderen Aufgaben zuwenden.“ Er freue sich, dass mit dem langjährigen Vertriebspartner „eine positive und zukunftsorientierte Lösung“ für das Label gefunden wurde.

„Mit Jochen Richert und der gesamten Belegschaft von Soulfood verbindet uns eine Freundschaft seit der Gründung von Massacre Records. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die tolle und erfolgreiche Zeit und wünsche allen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg“, so Hartmann.