News Deutsch

29. Juni 2018

Nach 5 Jahren und harten Zeiten sind sie zurück mit einem neuen Album – I SEE HAWKS IN L.A.!

I See Hawks in L.A. schwebten recht sorgenfrei durchs erste Jahrzehnt ihres Bestehens, aber im Jahr 2018 kommen sie aus einer Phase, in der sie sich mit Sterblichkeit, großen Entscheidungen und dem langsamen Verlust der Möglichkeiten der Jugend befassen mussten. Die Veröffentlichung ihres Debütalbums – am 11. September 2001 – liegt nun fast 17 Jahre zurück. Seitdem wurden die Bandmitglieder weder reich noch berühmt, aber sie sind noch immer hier, vielleicht künstlerisch gestärkt von dem steinigen Weg, den sie zurückgelegt haben, den Erfahrungen einer geschundenen Seele. Eines ist klar: Es geht den Hawks um die Musik, um ihre Freundschaft zueinander und um das darin zu entdeckende Abenteuer.


Live And Never Learn ist das erste Hawks-Album seit Mystery Drug von 2013. In den fünf dazwischen liegenden Jahren starb Rob Wallers Mutter an Krebs; Paul Lacques hat im vergangenen Jahr gar beide Eltern verloren. Viele der Songs auf Live And Never Learn wurden geschrieben und aufgenommen, während sie mit der Trauer und mit anderen Herausforderungen, die einen besseren Ausgang nahmen, kämpften. Von den Hawks an alle, die ihre Eltern verloren haben: „Wir verstehen Euch. Wir wissen jetzt, wie das ist.“

Ihre Familien, gute Freunde und die Musik halfen der Band, diese Schicksalsschläge zu überstehen, sowohl persönlich als auch künstlerisch. Das Songwriting von Waller/Lacques wird von Beiträgen von Bassist Paul Marshall und Drummer Victoria Jacobs ergänzt. Ein Song, der rockende „King Of The Rosemead Boogie“, enthält verdrehte textliche und spirituelle Beiträge von Mitgliedern der Band Old Californio.

Zwei Songs, „White Cross“ und „Singing In The Wind“, entstanden als Co-Writes per Email mit Peter Davies von der britischen Band Good Intentions. Mit verhallten Telecaster-Gitarren, präzisem Bass und Harmoniegesang haben sie den typischen Hawks-Sound, aber die Texte nehmen den Zuhörer mit von Memphis zu den Mooren von Nordirland.
Weiterlesen / Read more

22. Juni 2018

Weitere 3 frühere Alben der BRANDOS nun auf Blue Rose wiederveröffentlicht!

Seit nunmehr über 30 Jahren begeistern THE BRANDOS mit handgemachtem Rock & Roll, der bluesgetränkte Gitarrenattacken enthält, gemischt mit Country- und Folk-Anleihen, die tief in der amerikanischen Musiktradition verwurzelt sind.
THE BRANDOS, die von dem Film „The Wild One“ derart begeistert waren, dass sie sich nach dessen Hauptdarsteller Marlon Brando benannten, formierten sich 1986 in der Besetzung David Kincaid (voc, g, mand, banjo), Ed Rupprecht (g), Larry Mason (dr) und Ernie Mendillo (b, voc) in New York City.

Auf dem 96er Album Pass The Hat präsentierten sich die Brandos in veränderter Besetzung, denn Rupprecht, Mason und Kempner waren ausgeschieden und durch Frank Funaro (dr, Del Lords) und Frank Giordano (g) ersetzt worden. Das „rauhe, erdige und kraftvolle Meisterwerk“ (ME/Sounds) enthielt wieder jede Menge Rock-Hymnen, von denen das folkige „Tell Her That I Love Her“, der Titeltrack „Pass The Hat“ und das erdige „You’ll Still Be Mine“ besonders herausragten. Außerdem waren auf dem Album mit „German Skies“, „Let The Teardrop Fall“, „The Siege“ und „The Other Side“ vier Songs vertreten, die von dem unveröffentlichten Album Trail By Fire stammten und für Pass The Hat neu aufgenommen wurden.
Die Neuauflage enthält neben den 10 Original-Stücken die drei Bonustracks „Union Dixie/Gettysburg“, „Green River“ und eine Akustik-Version von „We Are No Man“.

In der Besetzung Dave Kincaid, Ernie Mendillo, Frank Giordano und Frank Funaro erschien im Oktober 1998 das Album Nowhere Zone. Das Album war „eine Rückkehr zum klaren amerikanischen Rock“ (Pressetext). Von den Fans besonders herbeigesehnt, enthielt die CD die verbliebenen sechs Songs der unveröffentlichten Platte Trail By Fire.
Die Neuauflage enthält neben den 10 Original-Stücken die drei Bonustracks „Twenty Flight Rock“, ein Cover von Eddie Cochran, den Chuck Berry-Song „Have Love Will Travel“ sowie das John Fogerty-Stück „Sinister Purpose“.

Immer wieder wurden die Brandos aufgrund der Stimme von Kincaid mit John Fogerty und Creedence Clearwater Revival verglichen, und ganz im Stile von CCR klang auch die CD In Exile – Live. Das packende Live-Dokument, mitgeschnitten in der Besetzung Dave Kincaid, Ernie Mendillo, Scott Kempner und Frank Funaro am 20. und 21.12.1994 in Amsterdam und Utrecht, enthält kraftvolle, funkensprühende Songs aus den vorangegangenen Studio-Alben sowie das Traditional „The Recruiting Sergeant“.

01. Juni 2018

Herzlich willkommen bei Blue Rose: LUKE GASSER mit The Judas Tree!


Mit dem Release von The Judas Tree hält der geschäftige Schweizer LUKE GASSER tatsächlich den vom ihm schon gewohnten Veröffentlichungs-Rhythmus von 13 bis 14 Monaten ein, er hat die Schlagzahl sogar noch erhöht und legt dieses Mal ein Album mit 18 Titeln vor.

The Judas Tree ist ein weiteres Zeugnis für Luke Gassers schier unbändige Kreativität. Im Gegensatz zu seinem letzten Output Mercy On Me, das von mitreißenden Rock-Krachern nur so strotzte, zeigt der auch als Autor und Filmemacher bekannte Künstler auf seinem neusten Werk sowohl seine nachdenkliche Seite, als auch, dass der Härtegrad der Musik nicht unbedingt von E-Gitarren und Verstärkern abhängig ist. The Judas Tree ist zwar ein von akustischen Gitarren geprägtes Album, doch wer jetzt eine Balladen-Sammlung erwartet, liegt voll daneben. Diese Scheibe ist mehr Rock`n`Roll als viele andere Genre-Veröffentlichungen, die diese Beschreibung für sich in Anspruch nehmen, denn die Rock-Musik in ihrer reinen Form ist vor allem eines: Ehrlich und handgemacht, traditionell und tiefgehend.
Weiterlesen / Read more

29. Mai 2018

Die ersten drei Alben der BRANDOS nun als CD wiederveröffentlicht!

Honor Among Thieves
Honor Among Thieves
CD
€ 9,90
Gunfire At Midnight
Gunfire At Midnight
CD
€ 9,90
The Light Of Day
The Light Of Day
CD
€ 9,90
Seit nunmehr über 30 Jahren begeistern THE BRANDOS mit handgemachtem Rock & Roll, der bluesgetränkte Gitarrenattacken enthält, gemischt mit Country- und Folk-Anleihen, die tief in der amerikanischen Musiktradition verwurzelt sind.
THE BRANDOS, die von dem Film „The Wild One“ derart begeistert waren, dass sie sich nach dessen Hauptdarsteller Marlon Brando benannten, formierten sich 1986 in der Besetzung David Kincaid (voc, g, mand, banjo), Ed Rupprecht (g), Larry Mason (dr) und Ernie Mendillo (b, voc) in New York City.
Im Oktober 1986 ging die Band ins Studio, um die LP Honor Among Thieves aufzunehmen. Das Album glänzte mit einem „klaren und frischen Powerrock, mit satten Gitarren, klugen Texten und starken Melodien“ (Stereoplay). Sänger David Kincaid beeindruckte dabei mit einer durchdringenden Stimme, die immer wieder Vergleiche mit der von John Fogertys mächtigem Organ hervorrief.
Im Frühjahr 1988 wurde Honor Among Thieves in der Sparte „Best Album (Independent Label)“ mit einem New York Music Award ausgezeichnet, und Dave Kincaid bekam in der Sparte „Best Male Vocalist (Independent Label)“ ebenfalls einen New York Music Award verliehen.
Mit dem auf dem Album enthaltenen Song „Gettysburg“ hatte die Band sogar einen kleinen Hit zu verzeichnen, der auch heute noch bei keinem Live-Auftritt fehlen darf.

Gunfire At Midnight bekam glänzende Kritiken, und durch ausgiebige Tourneen durch den europäischen Kontinent konnten sich die Brandos eine große Fangemeinde erspielen. Das vom Magazin „Stereoplay“ als „ein rauhes, ungeschliffenes Rock-Juwel“ bezeichnete Album enthielt ein kraftvolles Potpourri aus Country-Rockern („Partners“), Rockabilly-Nummern („The Last Tambourine“) und dynamischen Rockern („How The Dice Fall“). Als Singles wurden die Songs „The Keeper“ (1992), „Anna Lee“ (1993) und der hymnenhafte Rock-Song „The Solution“ (1992) ausgekoppelt. Am Songwriting war wieder, wie bereits auf dem Debütalbum, der Texter Carl Funk beteiligt.

Auf dem Album The Light Of Day wurde Ed Rupprecht, der nur an zwei Stücken des Albums beteiligt war, größtenteils durch Scott Kempner von den Del-Lords ersetzt. Bei diesem Album setzte die Band verstärkt auf akustische Instrumente und erweiterte das Spektrum um den Einsatz von Violinen-, Banjo- und Mandolinen-klängen, „so dass man von einer gelungenen Mischung aus Rock und Folk, Kraft und Gefühl sprechen kann“ (Sub Line).
Von der traditionsbewussten Folk-Rock-Platte wurden die Songs „Not A Trace“ (1994) und „Love Of My Life“ als Singles ausgekoppelt.

04. Mai 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: JEFF CROSBY!


Seit Anfang dieser Dekade ist der gerade 30 Jahre alt gewordene Singer/Songwriter JEFF CROSBY aus Idaho unterwegs auf den staubigen Straßen der weiten Prairie mit längeren Stopps in Kalifornien, Oregon und aktuell Nashville, um aber immer wieder in seine Heimat zurückzukehren – und sei es „nur“ für das alljährliche Braun Brothers Reunion Festival, das sich von einem durchaus respektablen lokalen Ereignis zu einem wichtigen Event des Genres gemausert hat. Dort geriet er mit seinen attraktiven, charaktervollen Auftritten auf den Radarschirm von Blue Rose Records, nun konnte man alles klar machen und veröffentlicht Jeff Crosby’s neues, sein insgesamt 4. Studioalbum Postcards From Magdalena auf dem schwäbischen Label.

Alle paar Jahre gelangt ein interessanter Musiker auf den Americana/Roots-Plan, der nicht nur vom Leben on the Road, der Kleinstadttristesse mit all ihren Spießigkeiten, von bitterer Liebe, neuer Hoffnung und Selbstreflektion singt, der eine grundgute Stimme mit genau der richtigen Dosis Rauheit besitzt und Begleitmusiker ausgewählt hat, die einen astreinen Job machen, sondern darüber hinaus dieses ganz spezielle, relaxte 70er Westcoast Feeling ausströmt, das man vor vielen Jahrzehnten mal im Zusammenhang mit Gram Parsons „Cosmic American Music“ genannt hat. Israel Nash ist so ein Typ, Elijah Ocean muss man erwähnen und ganz sicher gehört auch Jeff Crosby in diese Kategorie! Geboren und aufgewachsen in Donnelly, Idaho zieht es Crosby mit Anfang 20 nach Los Angeles, wo er 5 Jahre in der Nähe des Sunset Boulevard alle Höhen und Tiefen eines talentierten Newcomers erfährt. Hier schreibt er seine ersten starken Songs und beginnt seine Karriere mit 250-plus Shows pro Jahr im Stil eines echten Troubadours. Er verpflichtet um den Gitarristen/Keyboarder John Gilbertson und seinen Bruder Andy Crosby am Bass seine Begleitband The Refugees und hinterlässt mit den Alben Jeff Crosby (2011), All Nighter (2014) und Waking Days (2015) erste Spuren auf Tonträger. Über zwei Jahre spielt er dazu parallel als Gitarrist bei dem kultig-legendären Pacific Northwest Singer/Songwriter und Jam Rocker Jerry Joseph (Little Women, solo, Jackmormons, Stockholm Syndrome, Co-Writer bei Widespread Panic).

Weiterlesen / Read more

26. April 2018

Die Bitten wurden erhört: Nach vielen Jahren ist das Debut von STACIE COLLINS neu aufgelegt – mit Bonustracks!

Sie ist einer der Lieblinge von Dan Baird, dem coolen Rocker, der die Georgia Satellites an die Spitze der Charts geführt hatte. Sie ist einer der Lieblinge von Warner E. Hodges und Jason Ringenberg von Jason & The Scorchers, die den Cowpunk erfunden haben. Ihr Ehemann, Co-Songautor und Co-Produzent ist Al Collins, der auch in Collins‘ Band The Almighty Three mitwirkt.
Aber Warner und Jason stehen nicht auf STACIE COLLINS wegen ihrer Verwandtschaft. Sie stehen auf sie, weil sie ein Badass ist, ein toughes, echtes Rock Chick.

Die Verwandlung von einem hübschen Country Girl zu der heutigen Rockröhre vollzog sich irgendwo zwischen dem selbstbetitelten Debutalbum aus dem Jahr 2000 und dem Nachfolger Lucky Spot. Sieben Jahre lagen zwischen diesen beiden Veröffentlichungen, einen maßgeblichen Anteil an dieser musikalischen Transformation hatte zweifellos der oben erwähnte Dan Baird, der nicht nur Lucky Spot, sondern auch das dritte Album Sometimes Ya Gotta von 2010 produziert hatte.

Ein sympathischer Schatten der frühen Emmylou Harris liegt über den im Teamwork mit Ehemann Al Collins komponierten 12 Stücken des Debuts von 2000, das lediglich in einer kleinen Auflage als Privatpressung erschienen war und heute ein sehr gesuchtes „Collectors Item“ ist. Jetzt, 18 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen, liegt eine Neuauflage vor, die neben den ursprünglichen Songs sieben bisher unveröffentlichte Bonustracks enthält.

14. März 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: NORA JANE STRUTHERS!

Große Verletzlichkeit gehört zu großen Künstlern oft dazu. Die Songs, die Bestand haben und das Leben ihrer Hörer begleiten, sind oft jene, in denen der Künstler oder die Künstlerin seine oder ihre Seele entblößt. Nora Jane Struthers‚ neues Album Champion besteht aus solchen Songs.


Diese Sammlung von 13 Songs ist die erste Veröffentlichung seit Struthers‘ 2015er-Album Wake, das ihr das Lob und die Aufmerksamkeit großer US-Medien wie NPR Music, Rolling Stone und Fresh Air einbrachte. Sie hat das Album mit ihrer langjährigen Tourband The Party Line eingespielt – die Chemie und das Verständnis der Musiker untereinander ist spürbar. Das Album, produziert von Neilson Hubbard in Nashville, steckt voller Musikalität und unerwarteten Arrangements, die dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Folk, Roots und Rock verschwimmen. Daraus entsteht das hörbare Gefühl, dass jeder im Studio seinen Spaß hat, der sich auf den Hörer überträgt.

Während Wake sich Themen wie neuer Liebe und Anfängen widmete, dokumentiert Struthers auf Champion die Herausforderungen des Lebens als Erwachsene, bedauert das zunehmende Eindringen von Technologie ins Private und legt offen die Sorgen einer jungen Frau dar, die mit Unfruchtbarkeit zurechtzukommen hat. „Ich bin jetzt 33 und würde gern eine Familie gründen, aber als ich 18 war, wurde eine Krankheit meiner Eierstöcke diagnostiziert“, erklärt sie. „Mir ist schon lange klar, dass ich auf anderen Wegen Kinder haben werde. Einige der Songs auf dem Album befassen sich mit meiner persönlichen Suche nach Fruchtbarkeit.“

Weiterlesen / Read more

28. Februar 2018

THE HIGH LINE RIDERS sind zurück mit ihrem zweiten Blue Rose-Album Walking Home!

Es muss ja nicht immer eine Ewigkeit dauern… Diesmal beschert uns Mastermind Ed Pettersen bereits drei Jahre nach der überraschenden Reaktivierung seiner alten Band, The High Line Riders, den nicht minder prächtig gelungenen Nachfolger zu Bumping Into Nothing: Walking Home bietet eine edle, stilistisch absolut zeitlose Mischung aus handgemachtem Rock’n Roll, dynamischem Country Rock und beherzten Folk Roots-Nummern – ein süffig dahinfließender, jederzeit ohrenfreundlicher Mix, der die Herzen von 70er Retrofans bis zu hippen Americana-Zeitgeistern gleichermaßen höher schlagen lässt! Ed Pettersen: „Artist, Writer, Producer“ steht groß auf seiner Homepage. Drei nüchterne Schlagworte, die den vielen verschiedenen Aktivitäten des mittlerweile Mittfünfzigers nur ansatzweise gerecht werden. Die High Line Riders sind denn auch nur ein Projekt von vielen in einer langen Karriere – aber sie sind aktuell sein wichtigstes, das, was ihm am meisten Spaß bereitet, wo er sein ganzes Herzblut reinsteckt. Das ist auf Walking Home in jeder Note, in jedem Riff zu spüren!


Ed Pettersen, ein gebürtiger New Yorker mit norwegischen Wurzeln, begann seine musikalische Laufbahn Mitte der 90er als Folkie und Singer/Songwriter, sozialisiert durch die Outlaw Country Music in seinem Elternhaus, selbstentdeckten Vorbildern wie Pete Townsend und Paul Westerberg bis hin zu Bruce Springsteen, Oasis und Steve Earle. Während seines 1995er Debüts Desperate Times gehörte er bereits zum Freundeskreis der Brandos und Del Lords, zwei der angesagtesten NYC-Acts jener Zeit. 1997 markierte den überregionalen Durchbruch mit den High Line Riders und dem allseits hervorragend bewerteten Album Somewhere South Of Here. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Pettersen damals aber nicht regelmäßig touren und die Ära mit den Riders ging deshalb allzu schnell zu Ende. Anfang des neuen Jahrtausends zog er in seine neue Heimat Nashville, spielte Pop Rock mit The Strangelys und widmete sich der Aufbereitung frühen, zum Teil unveröffentlichten Materials. Dazu war Pettersen auf Tribute-Alben für Waylon Jennings und Uncle Tupelo vertreten, hatte 2006 als Produzent und Musiker maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung des epochalen 3CD-Werks Song Of America, auf dem er zusammen mit zahlreichen prominenten Kollegen (John Mellencamp, Blind Boys Of Alabama, Black Crowes, Mavericks, Andrew Bird, Old Crow Medicine Show…) 500 Jahre amerikanische Geschichte aufbereitete. Dieses Projekt sollte ihm sogar mehr Anerkennung verleihen als sein gesamter Output zuvor. Auf dieser Erfolgswelle schwimmend realisierte er 2007 sein erstes Album mit neuen Aufnahmen seit 10 Jahren: The New Punk Blues Of… bot wieder mal exquisite, handgemachte Tracks aus eigener Feder im Grenzbereich von Großstadt-Folk und Songwriter/Rock.

Weiterlesen / Read more

18. Februar 2018

Der Zug rollt weiter – US RAILS stellen auf ihrem neuen Album fest: We Have All Been Here Before!


Fünf befreundete amerikanische Musiker hatten sich Ende der letzten Dekade aufgemacht, zusätzlich zu ihren eigenen, teilweise schon jahrelang andauernden Solokarrieren ein gemeinsames Ding zu starten, von dem sie überzeugt waren, dass es etwas Großes werden könnte. Nur wenig später gehörten US RAILS praktisch schon zu den „Klassikern“ auf dem Blue Rose Label und veröffentlichen mittlerweile bereits ihr fünftes Studioalbum. We Have All Been Here Before heißt das gute Stück und unterscheidet sich von den vier Vorgängern US Rails (2010), Southern Canon (2011), Heartbreak Superstar (2013) und Ivy von 2016 doch erheblich. Was tut man als Künstler, wenn eine Tour ansteht, man dazu ein neues Album im Gepäck haben sollte und nicht genügend eigene neue Songs in petto hat? Genau, man durchforstet den unendlichen Fundus an passenden Songs anderer Songwriter, um dann eigene Arrangementideen einfließen zu lassen und Coverversionen ein Eigenleben zu geben. Meist funktioniert das nicht, doch bei der Auswahl von Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir gelingt das prächtig, haben doch alle vier Bandmitglieder offensichtlich „ihre“ Songs ausgewählt und so interpretiert, wie sie auch eigene Songs produziert hätten.

We Have All Been Here Before enthält mit 11 Stücken eine kunterbunte Mischung weltbekannter und weniger bekannter Stücke der Rock- und Pop-Geschichte. Ob die Auswahl alle vier gemeinsam getroffen haben, ist nicht bekannt und auch unerheblich, und doch kann man vermuten, dass Songs wie „Poor Poor Pitiful Me“ von Warren Zevon, „So Into You“ von der Atlanta Rhythm Section oder auch die durch die Derek Trucks Band wiederbelebte alte Blues-Nummer „I’d Rather Be (Blind, Crippled And Crazy)“ Tom Gillam zugeschrieben werden können, treffen sie doch voll das Mark dessen musikalischer Vorlieben. Ben Arnold wiederum hat die Lead Vocals bei Neil Young’s „Everybody Knows This Is Nowhere“ und „Put The Message In The Box“ von Karl Wallinger’s Band World Party übernommen, ein klares Zeichen dafür, wessen Idee diese Auswahl war. Scott Brickin ist ein erklärter Beatles-Fan – „You’ve Got To Hide Your Love Away“ könnte sein Vorschlag gewesen sein. Nicht nur ein ausgezeichneter Drummer, sondern auch mit einer wunderbaren Gesangsstimme versehen ist Matt Muir, und so dominiert er bei den Nummern „Second Hand News“ aus dem Fleetwood Mac-Klassiker Rumours und beim abschließenden Jackson Browne-Meilenstein „Running On Empty“.

Dass alle Musiker der US Rails großartige Songwriter sind, müssen sie nicht mit jedem neuen Album beweisen. We Have All Been Here Before ist eine herrlich frische „Zwischendurch“-Platte, die die Wartezeit auf ein weiteres Album mit eigenen Stücken angenehm überbrückt.

25. Januar 2018

Die erste Blue Rose-Veröffentlichung 2018 ist gleich eine echte Perle – MARKUS RILL und Getting Into Trouble als Doppel-CD!

Seit 20 Jahren veröffentlicht MARKUS RILL regelmäßig Alben – „20 years of gunslinging“ nennt er das in Anlehnung an den Titel seines Debütalbums Gunslinger’s Tales von 1997. Nun, findet er, ist es Zeit für ein Geschenk „an all die Menschen, die meine Musik mögen und an mich selbst“. Dieses Geschenk ist Getting Into Trouble, Rills erstes Doppelalbum, das zum wiederholten Male belegt, warum Rill als hervorragender Songschreiber und Europas herausragender Americana-Künstler gilt.


CD 1 enthält elf neue Aufnahmen mit allen Rill-Markenzeichen: Die raue, fesselnde Stimme und viel Abwechslung zwischen treibendem Roots-Rock und nachdenklichen, akustischen Stücken, von poliertem Bluegrass zu schmutzigem Blues. Rills Texte sind frisch, voller interessanter Einsichten und lakonischer Poesie – ob er eine Stripperin in New Orleans beschreibt oder ein junges Mädchen, das eine Entscheidung treffen muss, ob er dem Geigenvirtuosen Vassar Clements Tribut zollt oder sich Gedanken macht um einen Schulfreund, der vom Weg abgekommen ist, oder über die Herausforderungen der Liebe aus der Perspektive von Heinrich VIII. Hervorragende Musiker aus Nashville, Australien, Seattle und Deutschland haben diese Songs mit großer Kreativität und Energie aufgenommen und tragen zur Tiefenwirkung bei.
„Ein bisschen aufgeräumt“ habe er mit diesem Album, sagt Rill trocken. „Nach 20 Jahren hatte ich Lust darauf, einige meiner früheren Stücke, die mir immer noch viel bedeuten, zu überarbeiten. Außerdem wollte ich einige Songs und Co-Writes, die ich für einen besonderen Anlass aufgehoben hatte, oder zu denen ich kürzlich neuen Zugang gefunden habe, aufnehmen und veröffentlichen.“
Natürlich hat der Musiker nun mehr Erfahrung darin, seine Songs passend umzusetzen als bei seinen ersten Studioaufnahmen in den 90er Jahren. „Eye For An Eye“ – inspiriert von Norman Mailers „The Executioner’s Song“ und dem Tim-Robbins-Film „Dead Man Walking“ – präsentiert sich nun als atmosphärischer, eindringlicher Rocker, der von Dave Colemans innovativem Gitarrenspiel getragen wird. „On The Sly“ – eine bewegende Vignette über eine schwangere junge Frau, die ihre Optionen abwägt – blüht geradezu auf als Fingerpicking-Folknummer mit Streicherbegleitung. „Trouble With The Law“ – die Geschichte eines Mannes auf der Flucht – wird mit dringlich treibendem Groove, Twang und Draufgänger-Attitüde dargeboten.
Weiterlesen / Read more