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01. Juni 2018

Herzlich willkommen bei Blue Rose: LUKE GASSER mit The Judas Tree!


Mit dem Release von The Judas Tree hält der geschäftige Schweizer LUKE GASSER tatsächlich den vom ihm schon gewohnten Veröffentlichungs-Rhythmus von 13 bis 14 Monaten ein, er hat die Schlagzahl sogar noch erhöht und legt dieses Mal ein Album mit 18 Titeln vor.

The Judas Tree ist ein weiteres Zeugnis für Luke Gassers schier unbändige Kreativität. Im Gegensatz zu seinem letzten Output Mercy On Me, das von mitreißenden Rock-Krachern nur so strotzte, zeigt der auch als Autor und Filmemacher bekannte Künstler auf seinem neusten Werk sowohl seine nachdenkliche Seite, als auch, dass der Härtegrad der Musik nicht unbedingt von E-Gitarren und Verstärkern abhängig ist. The Judas Tree ist zwar ein von akustischen Gitarren geprägtes Album, doch wer jetzt eine Balladen-Sammlung erwartet, liegt voll daneben. Diese Scheibe ist mehr Rock`n`Roll als viele andere Genre-Veröffentlichungen, die diese Beschreibung für sich in Anspruch nehmen, denn die Rock-Musik in ihrer reinen Form ist vor allem eines: Ehrlich und handgemacht, traditionell und tiefgehend.
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01. Juni 2018

Ausgabe Nr. 88 der Blue Rose Nuggets-CD-Serie ab sofort erhältlich für nur 5,00 € oder umsonst!

Einen schönen Querschnitt von sehr frühen bis sehr aktuellen Songs aus 23 Jahren Blue Rose Records bietet auch die 88. Ausgabe der „Blue Rose Nuggets“-Reihe. Neben 14 Stücken von Künstlern und Bands wie etwa Chris Burroughs, Stoney LaRue, Tony Furtado, Cowboy Mouth, den Dashboard Saviors oder auch Neuheiten wie I See Hawks In L.A. oder Luke Gasser befindet sich auch ein Video auf der CD – The Brandos mit dem Titel What Kind Of A World“ aus dem aktuellen Album „Los Brandos“.

Die Blue Rose Nuggets-CD Vol. 88 wird ab sofort allen Bestellungen, die die Voraussetzungen einer kostenlosen Beilage erfüllen, automatisch beigelegt.

Da immer wieder neue Kunden und Interessenten zu uns stoßen, hier nochmals eine kleine Erklärung, was es mit der Blue Rose Nuggets-Reihe auf sich hat:
Die NUGGETS-Serie besteht aus Songs aus allen bisher erschienenen Blue Rose-Scheiben, bunt gemischt und für heraushebend gut befunden. Darunter sind auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Studio-Outtakes, Live-Recordings oder auch Videos.
Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-Sampler automatisch – KOSTENLOS – mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen weltweit). Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller absichtlich 2 Exemplare wollte – eines kaufen und eines geschenkt. Die Portofreigrenze (nur für Deutschland) bleibt hiervon unberührt, bei der Bestellung von mindestens 5 Artikel (da ist die kostenlose Nuggets-CD natürlich nicht eingerechnet) spart man also nicht nur das Porto, sondern bekommt obendrein noch eine CD im Wert von 5 €. Denn die NUGGETS-CD kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt. Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden – bei der begrenzten Auflage sind einige Ausgaben bereits begehrte Sammlerobjekte, denn viele Ausgaben sind bereits ausverkauft…

Trackliste:
1. Cowboy Mouth – Man On The Run / taken from the album „It Means Escape“ (BLU CD0010)
2. Dashboard Saviors – Consummation / taken from the album „Kitty“ (BLU CD0018)
3. Stoney LaRue – Box #10 / taken from the album „Us Time“ (BLU DP0672)
4. US Rails – Poor Poor Pitiful Me / taken from the album „We Have All Been Here Before“ (BLU DP0704)
5. Chris Burroughs – Rules Of The World / taken from the album „Clutter“ (BLU CD0021)
6. Desert Boot – Cry Alone / taken from the album „First Steps“ (BLU CD0014)
7. Yardsale – Been Hell On Me / taken from the album „Yardsale“ (BLU CD0019)
8. I See Hawks In L.A. – White Cross / taken from the album „Live And Never Learn“ (BLU DP0719)
9. Matthew Ryan – Close Your Eyes / taken from the album „Hustle Up Starlings“ (BLU CD0701)
10. Jupiter Coyote – Drew’s Theme / taken from the album „Lucky Day“ (BLU CD0013)
11. Tony Furtado – Broken Bell / taken from the album „The Bell (BLU DP0663)
12. The Pride – I’m / taken from the album „Lipstick Traces“ (BLU DP0022)
13. William Harries Graham – Mystical Ways / taken from the album „Foreign Fields“ (BLU DP0685)
14. Luke Gasser – The Judas Tree / taken from the album „The Judas Tree“ (BLU DP0718)
15. The Brandos – What Kind Of A World (MPEG Video Clip) / taken from the album „Los Brandos“ (BLU DP0670)

30. Mai 2018

BLUE ROSE RADIO SHOW Ausgabe Mai 2018 nun per Stream erhältlich!

Wie üblich am 3. Montag im Monat hatte Blue Rose-Labelbetreuer Edgar Heckmann am 21.05. wieder zur BLUE ROSE RADIO SHOW eingeladen. Bedingt durch technische Probleme zu Anfang der Sendung begann die Show erst kurz vor 22:30 Uhr, wodurch sicher viele Zuhörer vorzogen, ins Bett zu gehen. Die treugebliebenen Hörer allerdings bekamen dennoch noch 18 Songs zu hören, worunter Blue Rose-Künstler wie die Brandos, Nora Jane Struthers, Jeff Crosby oder auch brandneue Alben von I See Hawks In L.A. oder dem Neuzugang Luke Gasser aus der Schweiz waren. Neuvorstellungen von Parker Millsap, der Old Crow Medicine Show, Tom Rush, John Prine, Michael McDermott oder Ry Cooder rundeten die abwechslungsreiche Sendung ab.


Die komplette Sendung gibt es ab sofort im Archiv nachzuhören, dazu bitte auf den blauen PLAY-Button klicken. Eine Playlist der Sendung steht auch zur Verfügung.

Die Juni-Ausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW läuft am Montag, den 18.06., wieder live und wie gehabt von 22 bis 24 Uhr.

29. Mai 2018

JEFF CROSBY – nun auch die frühen Alben im Mailorder erhältlich!

Too Many Walls
Too Many Walls
CD-EP
€ 8,50
All Nighter
All Nighter

€ 10,90
Waking Days
Waking Days
CD
€ 10,90
Das Blue Rose-Debütalbum Postcards From Magdalena war nicht das allererste Album des Musikers aus Idaho. Wie in der Biografie nachzulesen, hatte er zuvor bereits zwei weitere Alben sowie eine EP veröffentlicht. Diese drei Werke sind nun auch über unseren Mailorder zu beziehen!

29. Mai 2018

Die ersten drei Alben der BRANDOS nun als CD wiederveröffentlicht!

Honor Among Thieves
Honor Among Thieves
CD
€ 9,90
Gunfire At Midnight
Gunfire At Midnight
CD
€ 9,90
The Light Of Day
The Light Of Day
CD
€ 9,90
Seit nunmehr über 30 Jahren begeistern THE BRANDOS mit handgemachtem Rock & Roll, der bluesgetränkte Gitarrenattacken enthält, gemischt mit Country- und Folk-Anleihen, die tief in der amerikanischen Musiktradition verwurzelt sind.
THE BRANDOS, die von dem Film „The Wild One“ derart begeistert waren, dass sie sich nach dessen Hauptdarsteller Marlon Brando benannten, formierten sich 1986 in der Besetzung David Kincaid (voc, g, mand, banjo), Ed Rupprecht (g), Larry Mason (dr) und Ernie Mendillo (b, voc) in New York City.
Im Oktober 1986 ging die Band ins Studio, um die LP Honor Among Thieves aufzunehmen. Das Album glänzte mit einem „klaren und frischen Powerrock, mit satten Gitarren, klugen Texten und starken Melodien“ (Stereoplay). Sänger David Kincaid beeindruckte dabei mit einer durchdringenden Stimme, die immer wieder Vergleiche mit der von John Fogertys mächtigem Organ hervorrief.
Im Frühjahr 1988 wurde Honor Among Thieves in der Sparte „Best Album (Independent Label)“ mit einem New York Music Award ausgezeichnet, und Dave Kincaid bekam in der Sparte „Best Male Vocalist (Independent Label)“ ebenfalls einen New York Music Award verliehen.
Mit dem auf dem Album enthaltenen Song „Gettysburg“ hatte die Band sogar einen kleinen Hit zu verzeichnen, der auch heute noch bei keinem Live-Auftritt fehlen darf.

Gunfire At Midnight bekam glänzende Kritiken, und durch ausgiebige Tourneen durch den europäischen Kontinent konnten sich die Brandos eine große Fangemeinde erspielen. Das vom Magazin „Stereoplay“ als „ein rauhes, ungeschliffenes Rock-Juwel“ bezeichnete Album enthielt ein kraftvolles Potpourri aus Country-Rockern („Partners“), Rockabilly-Nummern („The Last Tambourine“) und dynamischen Rockern („How The Dice Fall“). Als Singles wurden die Songs „The Keeper“ (1992), „Anna Lee“ (1993) und der hymnenhafte Rock-Song „The Solution“ (1992) ausgekoppelt. Am Songwriting war wieder, wie bereits auf dem Debütalbum, der Texter Carl Funk beteiligt.

Auf dem Album The Light Of Day wurde Ed Rupprecht, der nur an zwei Stücken des Albums beteiligt war, größtenteils durch Scott Kempner von den Del-Lords ersetzt. Bei diesem Album setzte die Band verstärkt auf akustische Instrumente und erweiterte das Spektrum um den Einsatz von Violinen-, Banjo- und Mandolinen-klängen, „so dass man von einer gelungenen Mischung aus Rock und Folk, Kraft und Gefühl sprechen kann“ (Sub Line).
Von der traditionsbewussten Folk-Rock-Platte wurden die Songs „Not A Trace“ (1994) und „Love Of My Life“ als Singles ausgekoppelt.

04. Mai 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: JEFF CROSBY!


Seit Anfang dieser Dekade ist der gerade 30 Jahre alt gewordene Singer/Songwriter JEFF CROSBY aus Idaho unterwegs auf den staubigen Straßen der weiten Prairie mit längeren Stopps in Kalifornien, Oregon und aktuell Nashville, um aber immer wieder in seine Heimat zurückzukehren – und sei es „nur“ für das alljährliche Braun Brothers Reunion Festival, das sich von einem durchaus respektablen lokalen Ereignis zu einem wichtigen Event des Genres gemausert hat. Dort geriet er mit seinen attraktiven, charaktervollen Auftritten auf den Radarschirm von Blue Rose Records, nun konnte man alles klar machen und veröffentlicht Jeff Crosby’s neues, sein insgesamt 4. Studioalbum Postcards From Magdalena auf dem schwäbischen Label.

Alle paar Jahre gelangt ein interessanter Musiker auf den Americana/Roots-Plan, der nicht nur vom Leben on the Road, der Kleinstadttristesse mit all ihren Spießigkeiten, von bitterer Liebe, neuer Hoffnung und Selbstreflektion singt, der eine grundgute Stimme mit genau der richtigen Dosis Rauheit besitzt und Begleitmusiker ausgewählt hat, die einen astreinen Job machen, sondern darüber hinaus dieses ganz spezielle, relaxte 70er Westcoast Feeling ausströmt, das man vor vielen Jahrzehnten mal im Zusammenhang mit Gram Parsons „Cosmic American Music“ genannt hat. Israel Nash ist so ein Typ, Elijah Ocean muss man erwähnen und ganz sicher gehört auch Jeff Crosby in diese Kategorie! Geboren und aufgewachsen in Donnelly, Idaho zieht es Crosby mit Anfang 20 nach Los Angeles, wo er 5 Jahre in der Nähe des Sunset Boulevard alle Höhen und Tiefen eines talentierten Newcomers erfährt. Hier schreibt er seine ersten starken Songs und beginnt seine Karriere mit 250-plus Shows pro Jahr im Stil eines echten Troubadours. Er verpflichtet um den Gitarristen/Keyboarder John Gilbertson und seinen Bruder Andy Crosby am Bass seine Begleitband The Refugees und hinterlässt mit den Alben Jeff Crosby (2011), All Nighter (2014) und Waking Days (2015) erste Spuren auf Tonträger. Über zwei Jahre spielt er dazu parallel als Gitarrist bei dem kultig-legendären Pacific Northwest Singer/Songwriter und Jam Rocker Jerry Joseph (Little Women, solo, Jackmormons, Stockholm Syndrome, Co-Writer bei Widespread Panic).

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26. April 2018

Die Bitten wurden erhört: Nach vielen Jahren ist das Debut von STACIE COLLINS neu aufgelegt – mit Bonustracks!

Sie ist einer der Lieblinge von Dan Baird, dem coolen Rocker, der die Georgia Satellites an die Spitze der Charts geführt hatte. Sie ist einer der Lieblinge von Warner E. Hodges und Jason Ringenberg von Jason & The Scorchers, die den Cowpunk erfunden haben. Ihr Ehemann, Co-Songautor und Co-Produzent ist Al Collins, der auch in Collins‘ Band The Almighty Three mitwirkt.
Aber Warner und Jason stehen nicht auf STACIE COLLINS wegen ihrer Verwandtschaft. Sie stehen auf sie, weil sie ein Badass ist, ein toughes, echtes Rock Chick.

Die Verwandlung von einem hübschen Country Girl zu der heutigen Rockröhre vollzog sich irgendwo zwischen dem selbstbetitelten Debutalbum aus dem Jahr 2000 und dem Nachfolger Lucky Spot. Sieben Jahre lagen zwischen diesen beiden Veröffentlichungen, einen maßgeblichen Anteil an dieser musikalischen Transformation hatte zweifellos der oben erwähnte Dan Baird, der nicht nur Lucky Spot, sondern auch das dritte Album Sometimes Ya Gotta von 2010 produziert hatte.

Ein sympathischer Schatten der frühen Emmylou Harris liegt über den im Teamwork mit Ehemann Al Collins komponierten 12 Stücken des Debuts von 2000, das lediglich in einer kleinen Auflage als Privatpressung erschienen war und heute ein sehr gesuchtes „Collectors Item“ ist. Jetzt, 18 Jahre nach dem erstmaligen Erscheinen, liegt eine Neuauflage vor, die neben den ursprünglichen Songs sieben bisher unveröffentlichte Bonustracks enthält.

14. März 2018

Herzlich willkommen in der Blue Rose-Familie: NORA JANE STRUTHERS!

Große Verletzlichkeit gehört zu großen Künstlern oft dazu. Die Songs, die Bestand haben und das Leben ihrer Hörer begleiten, sind oft jene, in denen der Künstler oder die Künstlerin seine oder ihre Seele entblößt. Nora Jane Struthers‚ neues Album Champion besteht aus solchen Songs.


Diese Sammlung von 13 Songs ist die erste Veröffentlichung seit Struthers‘ 2015er-Album Wake, das ihr das Lob und die Aufmerksamkeit großer US-Medien wie NPR Music, Rolling Stone und Fresh Air einbrachte. Sie hat das Album mit ihrer langjährigen Tourband The Party Line eingespielt – die Chemie und das Verständnis der Musiker untereinander ist spürbar. Das Album, produziert von Neilson Hubbard in Nashville, steckt voller Musikalität und unerwarteten Arrangements, die dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Folk, Roots und Rock verschwimmen. Daraus entsteht das hörbare Gefühl, dass jeder im Studio seinen Spaß hat, der sich auf den Hörer überträgt.

Während Wake sich Themen wie neuer Liebe und Anfängen widmete, dokumentiert Struthers auf Champion die Herausforderungen des Lebens als Erwachsene, bedauert das zunehmende Eindringen von Technologie ins Private und legt offen die Sorgen einer jungen Frau dar, die mit Unfruchtbarkeit zurechtzukommen hat. „Ich bin jetzt 33 und würde gern eine Familie gründen, aber als ich 18 war, wurde eine Krankheit meiner Eierstöcke diagnostiziert“, erklärt sie. „Mir ist schon lange klar, dass ich auf anderen Wegen Kinder haben werde. Einige der Songs auf dem Album befassen sich mit meiner persönlichen Suche nach Fruchtbarkeit.“

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28. Februar 2018

THE HIGH LINE RIDERS sind zurück mit ihrem zweiten Blue Rose-Album Walking Home!

Es muss ja nicht immer eine Ewigkeit dauern… Diesmal beschert uns Mastermind Ed Pettersen bereits drei Jahre nach der überraschenden Reaktivierung seiner alten Band, The High Line Riders, den nicht minder prächtig gelungenen Nachfolger zu Bumping Into Nothing: Walking Home bietet eine edle, stilistisch absolut zeitlose Mischung aus handgemachtem Rock’n Roll, dynamischem Country Rock und beherzten Folk Roots-Nummern – ein süffig dahinfließender, jederzeit ohrenfreundlicher Mix, der die Herzen von 70er Retrofans bis zu hippen Americana-Zeitgeistern gleichermaßen höher schlagen lässt! Ed Pettersen: „Artist, Writer, Producer“ steht groß auf seiner Homepage. Drei nüchterne Schlagworte, die den vielen verschiedenen Aktivitäten des mittlerweile Mittfünfzigers nur ansatzweise gerecht werden. Die High Line Riders sind denn auch nur ein Projekt von vielen in einer langen Karriere – aber sie sind aktuell sein wichtigstes, das, was ihm am meisten Spaß bereitet, wo er sein ganzes Herzblut reinsteckt. Das ist auf Walking Home in jeder Note, in jedem Riff zu spüren!


Ed Pettersen, ein gebürtiger New Yorker mit norwegischen Wurzeln, begann seine musikalische Laufbahn Mitte der 90er als Folkie und Singer/Songwriter, sozialisiert durch die Outlaw Country Music in seinem Elternhaus, selbstentdeckten Vorbildern wie Pete Townsend und Paul Westerberg bis hin zu Bruce Springsteen, Oasis und Steve Earle. Während seines 1995er Debüts Desperate Times gehörte er bereits zum Freundeskreis der Brandos und Del Lords, zwei der angesagtesten NYC-Acts jener Zeit. 1997 markierte den überregionalen Durchbruch mit den High Line Riders und dem allseits hervorragend bewerteten Album Somewhere South Of Here. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Pettersen damals aber nicht regelmäßig touren und die Ära mit den Riders ging deshalb allzu schnell zu Ende. Anfang des neuen Jahrtausends zog er in seine neue Heimat Nashville, spielte Pop Rock mit The Strangelys und widmete sich der Aufbereitung frühen, zum Teil unveröffentlichten Materials. Dazu war Pettersen auf Tribute-Alben für Waylon Jennings und Uncle Tupelo vertreten, hatte 2006 als Produzent und Musiker maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung des epochalen 3CD-Werks Song Of America, auf dem er zusammen mit zahlreichen prominenten Kollegen (John Mellencamp, Blind Boys Of Alabama, Black Crowes, Mavericks, Andrew Bird, Old Crow Medicine Show…) 500 Jahre amerikanische Geschichte aufbereitete. Dieses Projekt sollte ihm sogar mehr Anerkennung verleihen als sein gesamter Output zuvor. Auf dieser Erfolgswelle schwimmend realisierte er 2007 sein erstes Album mit neuen Aufnahmen seit 10 Jahren: The New Punk Blues Of… bot wieder mal exquisite, handgemachte Tracks aus eigener Feder im Grenzbereich von Großstadt-Folk und Songwriter/Rock.

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18. Februar 2018

Der Zug rollt weiter – US RAILS stellen auf ihrem neuen Album fest: We Have All Been Here Before!


Fünf befreundete amerikanische Musiker hatten sich Ende der letzten Dekade aufgemacht, zusätzlich zu ihren eigenen, teilweise schon jahrelang andauernden Solokarrieren ein gemeinsames Ding zu starten, von dem sie überzeugt waren, dass es etwas Großes werden könnte. Nur wenig später gehörten US RAILS praktisch schon zu den „Klassikern“ auf dem Blue Rose Label und veröffentlichen mittlerweile bereits ihr fünftes Studioalbum. We Have All Been Here Before heißt das gute Stück und unterscheidet sich von den vier Vorgängern US Rails (2010), Southern Canon (2011), Heartbreak Superstar (2013) und Ivy von 2016 doch erheblich. Was tut man als Künstler, wenn eine Tour ansteht, man dazu ein neues Album im Gepäck haben sollte und nicht genügend eigene neue Songs in petto hat? Genau, man durchforstet den unendlichen Fundus an passenden Songs anderer Songwriter, um dann eigene Arrangementideen einfließen zu lassen und Coverversionen ein Eigenleben zu geben. Meist funktioniert das nicht, doch bei der Auswahl von Tom Gillam, Ben Arnold, Scott Bricklin und Matt Muir gelingt das prächtig, haben doch alle vier Bandmitglieder offensichtlich „ihre“ Songs ausgewählt und so interpretiert, wie sie auch eigene Songs produziert hätten.

We Have All Been Here Before enthält mit 11 Stücken eine kunterbunte Mischung weltbekannter und weniger bekannter Stücke der Rock- und Pop-Geschichte. Ob die Auswahl alle vier gemeinsam getroffen haben, ist nicht bekannt und auch unerheblich, und doch kann man vermuten, dass Songs wie „Poor Poor Pitiful Me“ von Warren Zevon, „So Into You“ von der Atlanta Rhythm Section oder auch die durch die Derek Trucks Band wiederbelebte alte Blues-Nummer „I’d Rather Be (Blind, Crippled And Crazy)“ Tom Gillam zugeschrieben werden können, treffen sie doch voll das Mark dessen musikalischer Vorlieben. Ben Arnold wiederum hat die Lead Vocals bei Neil Young’s „Everybody Knows This Is Nowhere“ und „Put The Message In The Box“ von Karl Wallinger’s Band World Party übernommen, ein klares Zeichen dafür, wessen Idee diese Auswahl war. Scott Brickin ist ein erklärter Beatles-Fan – „You’ve Got To Hide Your Love Away“ könnte sein Vorschlag gewesen sein. Nicht nur ein ausgezeichneter Drummer, sondern auch mit einer wunderbaren Gesangsstimme versehen ist Matt Muir, und so dominiert er bei den Nummern „Second Hand News“ aus dem Fleetwood Mac-Klassiker Rumours und beim abschließenden Jackson Browne-Meilenstein „Running On Empty“.

Dass alle Musiker der US Rails großartige Songwriter sind, müssen sie nicht mit jedem neuen Album beweisen. We Have All Been Here Before ist eine herrlich frische „Zwischendurch“-Platte, die die Wartezeit auf ein weiteres Album mit eigenen Stücken angenehm überbrückt.