Mit der blacksheep Kulturinitiative besteht eine sehr enge Verbindung. Schon des öfteren haben blacksheep und Blue Rose Records in Kooperation Konzerte veranstaltet. Die Show mit HENRIK FREISCHLADER ist zwar keine dieser Kooperationen, doch Blue Rose-Chef Edgar Heckmann ist für die Buchung dieses begnadeten Blues-Rockers verantwortlich und hofft natürlich – auch im Namen der ganzen Kulturinitiative – dass viele Fans für handmade Roots-Rock ein Ticket kaufen – Ticket-Linkhier.
Henrik Freischlader gilt bis heute als Geheimtipp für alle, die noch nie von ihm gehört haben. Der deutsche Gitarrist und Sänger teilte die Bühnen mit B.B. King, Gary Moore, Peter Green, Johnny Winter, Joe Bonamassa und der Tedeschi Trucks Band und ist nach zahlreichen europaweiten Tourneen aus der internationalen Bluesszene nicht mehr wegzudenken. Sein virtuoses und leidenschaftliches Gitarrenspiel, seine raue markante Stimme und ein Gespür für gute Grooves haben über die Jahre seinen unverwechselbaren Stil geprägt. 11 Studioalben und 7 Livealben hat der Multiinstrumentalist seit 2006 veröffentlicht, derzeit arbeitet er an einem neuen Album, das „Precious Time“ heißen wird und im Sommer 2026 auf seinem Label Cable Car Records erschienen ist.
Nach fast 1 ½ Jahren im Trio wird Henrik Freischlader die 2026er-Konzerte im klassischen Blues Rock-Quartett spielen: Henrik Freischlader – Gesang & Gitarre, Leon Mucke – Schlagzeug, Gregor Sonnenberg – Bass, Dave Warmerdam – Hammond Orgel & Keys.
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Mit der Plattenfirma Rootsy Music aus Malmö in Schweden verbindet uns seit vielen Jahren nicht nur eine rein geschäftliche Beziehung – im Laufe der Jahre wurde daraus auch so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden Hauptakteuren Hakan Olsson und Björn Petterson. Neben regelmäßigen Neuerscheinungen ist vor allem Petterson die treibende Kraft und organisiert nicht nur Konzerte, sondern auch komplette Tourneen mit Bands und Künstlerinnen und Künstlern überwiegend in Schweden. Bereits zum 7. Mal wurde vom 21. bis 23. August das „Rootsy Summer Fest“ in der Kleinstadt Falkenberg, 100 km südlich von Göteborg, ausgetragen. Das Line-Up konnte sich wirklich sehen lassen und wir beschlossen, bei dem dreitägigen Festival endlich einmal vorbeizuschauen.
Über Social Media hatten wir von den drei Tagen ausführlich über unsere Erlebnisse und Erfahrungen berichtet. Für all Diejenigen, die nicht auf Facebook unterwegs sind, haben wir die Berichte hier noch einmal online gestellt.
Tag 1 – Freitag, 21. August
Pünktlich und bei wider Erwarten schönem Wetter bei 20° (es sollte auch den ganzen Tag kein Tropfen vom Himmel fallen) um 14 Uhr waren wir im Hinterhof des Hwitan Hotels in Falkenberg, wo die Plattenfirma Rootsy Music ihr jährlich stattfindendes Summer Fest hergerichtet hatte. Ich hatte ja überhaupt keine Vorstellung, wie das Gelände denn aussieht – ist es ein Garten, ein Wiesengrundstück, wie groß wird es sein, was für ein Fassungsvermögen an Zuschauern? Die Überraschung war dann doch ziemlich groß, war es doch ein zweckentfremdeter Hotelparkplatz mit Pflastersteinen und auch räumlich sehr überschaubar, wobei die Bühne selbst schon einen großen Raum einnimmt. Mit etwa 1.000 Leuten ist das Areal schon ziemlich gepackt, viele Stehtische helfen den älteren Semestern doch, auch für längere Zeit im Stehen der kommenden Musik zu lauschen, denn Sitzgelegenheiten waren zumindest im Hof nur für solche Personen gedacht, die körperlich nicht in der Lage sind, über mehrere Stunden im Stehen zu verbringen, denn das musikalische Programm war bis 23:45 Uhr angesetzt. Wir konnten uns schnell einen der Stehtische sichern und freuten uns auf den ersten Künstler, den Norweger OLE KIRKENG, der pünktlich um 16 Uhr mit seiner Band die Bühne betrat. Ich war ja wieder ohne Vorkenntnisse in dieses Festival gestartet, und da ich den Künstler nicht kannte, war ich nach bereits einer Minute sicher, dass die Show genau mein Ding sein würde. Die Pedal Steel zeigte sofort die Richtung an, der Drummer unterstützte Kirkeng mit Harmony Vocals, die Songs mit tollen Hooks – mir kam sofort die Band Whiskeytown und Ryan Adams als Vergleich, Kirkeng selbst hatte irgendwas von Gram Parsons an sich. Klasse Songs, ganz dicker Tipp, und natürlich ging ich nach der Show sofort zu seinem kleinen Merch-Tisch und besorgte mir eine aktuelle LP, nicht ohne ein paar Worte mit ihm zu wechseln.
Starker Anfang, aber direkt danach mit UNCLE LUCIUS aus Austin sollte der Pegel noch weiter nach oben gehen. Bereits zuvor beim Schlendern durch den Merchandise-Bereich war ich sehr überrascht, das neue Album der Band, „Open Eyes, Broken Heart“, das offiziell erst am 25.09. erscheinen wird, bereits auf dem Verkaufstisch zu sehen. Nur als Vinyl, aber das wäre eh mein Objekt der Begierde gewesen. Die Band ist ja ein immer willkommener Gast bei Rootsy Music und spielte ihren 60-Minuten-Set äußerst ambitioniert und mit sichtbarer Begeisterung. Neben Frontmann Kevin Galloway konnten auch Keyboarder Jon Grossman und Leadgitarrist Mike Carpenter ihre Sangeskünste unter Beweis stellen. Neben einigen Songs aus dem neuen Album durften natürlich Klassiker wie „Keep the Wolves Away“ (hier dazu auch ein Video) und „Pocket Full Of Misery“ als Abschluss eines grandiosen Auftritts nicht fehlen. LEE BAINS aus Birmingham, Alabama, war dann der erste Solo-Act des Tages. Ein waschechter Protestsänger mit E-Gitarre, der eigentlich mehr mit Stories und Parolen zur Musik beschäftigt war, was mich dann nach einiger Zeit doch eher vielleicht auch in Ermangelung der englischen Sprache langweilte. Zumindest wurde mir klar, dass Bains kein Trump-Freund ist, was ihn mir dennoch sehr sympathisch machte. Wir verließen das abgeschrankte Festivalgelände und gingen auf die Straße, wo ein kleiner Markt mit (Food-) Ständen und Biertischgarnituren aufgebaut war.
Rechtzeitig zurück zu JESPER LINDELL & THE BRUNNSVIK SOUNDS, HORNS & SINGERS. Wie es der umfangreiche „Bandname“ schon sagt, hatten sich Lindell und seine Band durch Trompete, Saxofon und zwei Sängerinnen für diesen Auftritt verstärkt, wobei mir die „entschlackte“ Version wie einige Wochen zuvor auf dem Static Roots Festival in Oberhausen wesentlich besser gefällt. Mein Ruf als „horn hater“, den ich von Steve Wynn bekommen hatte, wurde hier erneut unter Beweis gestellt. Gut 80 Minuten dennoch prima Unterhaltung im Memphis/Muscle Shoals-Ambiente, wobei die Covers der beiden aktuellen Alben eher außen vor gelassen wurden. ZANDI HOLUP aus Nashville sieht zwar attraktiv aus, aber ihre piepsige Stimme war überhaupt nicht unser Ding und wir nutzten die günstige Gelegenheit, unsere geplagten Beine im Außenbereich zu entlasten.
Headliner war der für uns vollkommen unbekannte Schwede VALTER NILSSON mit seiner Band STIGBERGET. Dabei ist er der derzeitige absolute Überflieger in Skandinavien, zumindest in seiner Heimat und in Norwegen. Vor einigen Tagen hatte er erst in Oslo 12.000 Besucher für eine Show gezogen, hier war der Innenbereich vollkommen überfüllt mit weit über 1.000 Menschen, die seinen Songs (in schwedisch!) anhimmelnd und ergeben lauschten. Begonnen hatte er wohl bei wenig Zuschauerresonanz in englischer Sprache, entschied sich dann, in seiner Muttersprache zu singen und die Karriere nahm einen raketenhaften Aufschwung. Und die Musik? Naja, eigentlich kräftiger Pop-Rock ohne große Schnörkel und wenig Tiefgang, aber das Publikum in allen Altersschichten zog begeistert mit. Er ist schon eine kleine Rampensau, fegt ständig von einer Seite auf die andere, animiert das Publikum zum Mitmachen, und seine sechsköpfige (!) Band spielt fleißig mit. Vielleicht lag unsere Zurückhaltung auch nur daran, dass wir keine Ahnung hatten, wovon Nilsson überhaupt singt. Nach 20 Minuten hatte es uns gereicht und wir gingen am riesigen, extra im Außenbereich aufgebauten Merchandise-Tisch vorbei, wo es Alles, was das Fan-Herz begehrt, zu erwerben gab.
In den Pausen spielte auf der „Marktstraße“ die Coverband Cajun Blend, die mit bekannter Musik aus dem American Songbook für lockere Unterhaltung sorgte.
TAG 2 – Samstag, 22. August
Eines vorweg: Als wir zuhause vor einigen Tagen die Wetterprognosen für unseren Aufenthalt in Schweden gecheckt hatten, sahen die überhaupt nicht rosig aus – um die 20°, aber bis zu 80 % Regenwahrscheinlichkeit über all die drei Tage beim Rootsy Summer Fest. Entsprechend war die Regenjacke das wichtigste Kleidungsstück im Koffer. Der Wettergott muss es wirklich sehr gut mit uns gemeint haben, denn seit dem ersten Tag des Festivals wurde das Wetter immer beständiger, blauer Himmel, tagsüber kräftiger Sonnenschein, und bisher KEIN EINZIGER Tropfen Regen! Da ist die Stimmung bei einem Open Air Festival natürlich umso besser. Sowohl für die Besucher als auch für die Künstler/Künstlerinnen.
Als erster auf der Liste für den Samstag stand ein junger Mann aus Florida, LEON MAJCEN, der mir ganz zufällig vor einigen Monaten auf Spotify über den Weg gelaufen war, als ich den Zufall entscheiden lassen wollte, was mir der Streamingdienst so anbietet. Was ich da hörte, war wirklich erstaunlich, da kam sehr viel von Guy Clark oder John Prine in seinen Songs vor, und auch auf der Bühne machte Majcen, Sohn eines bosnischen Flüchtlings, einen sehr guten Eindruck. Meine Hoffnung, dass er auch Tonträger mit dabei hat, erfüllte sich leider nicht. Also muss ich wohl doch die teurere Variante über seine Webseite nutzen, zumal in ein paar Tagen sein neues Album „The Leaving Kind“ erscheinen wird und es sich noch mehr lohnt, die teuren Versandkosten zu verschmerzen. Ein ganz persönlicher dicker Tipp, ohne Vertrieb allerdings hierzulande sehr schwer erhältlich für die diejenigen Musikfans, die noch CD oder Vinyl den digitalen Soundfiles vorziehen.
Der Tag würde wieder sehr lang werden, daher musste EMILY SCOTT ROBINSON leider ohne uns ihren Auftritt absolvieren, doch zur COSMIC COUNTRY REVUE waren wir zurück. Ein zusammengewürfelter Haufen an Solomusikern (Jeffrey Silverstein, Bobby Lee und Joe Harvey-Whyte) wechselte sich auf der Bühne ab und brachte ausufernde Gitarrenklänge über die Lautsprecher, die mich an Improvisationen von Grateful Dead erinnerten, aber auch Velvet Underground und die jüngsten Alben von The Dream Syndicate, und wenn Cannabis in Schweden nicht streng illegal wäre, wären da garantiert entsprechende Rauchschwaden und Düfte über das Festivalgelände gezogen.
Es gibt Singer/Songwriter, die gut unterhalten, es gibt solche, die sehr gut unterhalten und es gibt solche Singer/Songwriter, die wahnsinnig gut unterhalten können. Zur dritten Kategorie gehört zweifelsohne der 40-Jährige AARON LEE TASJAN aus East Nashville. Bereits 2008 war das erste Album von ihm erschienen, mit „Silver Tears“ von 2016, erschienen auf New West Records, nahm seine Karriere einen steilen Weg nach oben. Erst vor wenigen Wochen war das neue Album „Get Over It, Underdog“ erschienen. Dieser Mann braucht keine Band hinter sich, die Solo-Performance war sensationell, so muss man das einfach sagen. Die Stimme, sein unglaubliches Gitarrenspiel, das er in die Songs ja nach Inhalt einbaut, ist schon ganz großes Kino. Und die Geschichten – was für ein großartiger Storyteller er ist. Ob zu Stücken wie „Twilight Zone Blues“, „Memphis Rain“ (unglaubliche Story, wenn sie tatsächlich wahr ist) oder über Begegnungen mit seinen Helden wie Todd Snider und Guy Clark in den Bluebird Studios in Nashville – das ist schon wahre Storyteller-Kunst. Ein kleines Beispiel eines denkwürdigen Auftritts bietet das Video zu „Made In America“ aus dem Album „In the Blazes“ von 2015, das ich mitgefilmt hatte.
Auf JOHN R. MILLER war ich besonders gespannt, denn sein neuestes Album „The Great Unknowing“ ist nach den beiden Vorgängern „Depreciated“ und „Heat Comes Down“ ein weiterer kreativer Schub nach vorne. Für seinen Auftritt wurde er unterstützt durch E-Gitarre, Bass und Fiddle, er selbst hantierte zu Beginn immer wieder am Kabel seiner Akustikgitarre herum. Er hatte auf einem Stuhl Platz genommen, was zwar für die Zuschauer vorn an der Bühne kein Problem war, aber durch die recht niedrige Bühne konnten die Besucher weiter hinter vom Hauptakteur gar nichts sehen, was sicher auch dazu beigetragen hat, dass die Stimmung nicht so richtig überspringen wollte. Zudem waren die Songs auch fast durchweg in Moll und eher ruhig vorgetragen, etwas Abwechslung oder der Einsatz eines Schlagzeugs hätte da gutgetan. Sehr schade, aber einen guten Eindruck hatte der Mann aus West Virginia bei mir dennoch hinterlassen.
Anschließend der Große NICK LOWE! Leider ohne Band, wäre wohl auch zu teuer gewesen. 77 Jahre alt ist der Engländer nun auch schon. Ich hatte ihn nur ein einziges Mal live gesehen, das war 1980 in Kaiserslautern mit Rockpile bei einem Festival mit Fleetwood Mac, Bob Marley & the Wailers oder auch Fischer-Z. Nur mit Akustikgitarre kommen seine meist recht kurzen Stücke leider nicht so schmissig rüber, zudem hielt er sich in der ersten Hälfte der 65 Minuten mit doch wenig bekannten Songs auf, ehe dann mit „Cruel to be Kind“, „(What’s So Funny Bout) Peace, Love and Understanding“, „Heart Of The City“ oder „Trombone“ doch noch etwas Stimmung in die andächtig lauschende Menge kam. Überraschend für mich dann das Bee Gees-Cover „Heartbreaker“, von den Gibb-Brüdern geschrieben für Dionne Warwick. ANASTASIA war am Tag zuvor eine der Background-Sängerinnen beim Auftritt von Jesper Lindell, jetzt hatte sie ihren eigenen Set, unterstützt von eben Lindell und Teilen dessen Band. Die rothaarige Schwedin war für mich (gut, ich kannte sie ja überhaupt nicht) sehr dominant und dirigierte ihre Musiker nach Belieben nach jedem Song. Eine Stimme, die mich total geflashed hat mit einer wahnsinnigen Bandbreite, was mich irgendwie an 60er Schlagersängerinnen wie Nana Mouskouri, Lale Andersen oder auch Catharina Valente erinnerte. Auch die Musik war eine Mischung aus Country-Schlager und Pop, wobei ich von den Texten leider nichts verstanden habe, da meine Schwedischkenntnisse auch nach drei Tagen in diesem schönen Land immer noch gleich Null sind.
Es war gegen 21 Uhr schon ziemlich frisch geworden, zudem hatten die Füße ihre Tagesarbeit fleißig erfüllt, so dass wir uns entschieden, den letzten Act des Tages, THE TEMPERANCE MOVEMENT, sausen zu lassen. Ich weiß, ein grobes Vergehen, aber manchmal ist der Geist willig, aber der Körper nicht. Wie auch in diesem Fall. Werde ich mich halt mit dem neuen Album zufrieden geben müssen.
TAG 3 – Sonntag, 23. August
Der letzte Tag startete bereits um 12 Uhr, denn Ende sollte um 19 Uhr sein. JUDY BLANK sagte mir einmal wieder gar nichts, das sollte sich aber gehörig ändern. Die junge Musikerin ist aus den Niederlanden, lebt aber schon viele Jahre in Austin, Texas und hat dort bereits sehr gute Kontakte geknüpft. Auch sie wie ihre Kollegen zuvor eine tolle Storytellerin mit schönen, einprägsamen Songs, was ihren Auftritt von Minute zu Minute unterhaltsamer machte und mich wider Erwarten zum Merchandise-Tisch trieb, um mir ihr aktuelles Album zu besorgen, wo unter anderem ein alter Bekannter, Justin Osborne, vertreten war, der, was sich schnell herausstellen sollte, nicht nur zufällig neben der Bühne stand und für ein Duett bei „Cosmic Kids“ auf die Bühne kam. Das neue Album von Judy, „Big Mood“, war beim Label Rounder erschienen, was ja praktisch einen Ritterschlag im Musikbusiness bedeutet.
Ja klar, jetzt war mir die Verbindung zu Justin Osborne klar, nachdem anschließend die SUSTO STRINGBAND die Bühne betrat. Unter der Band SUSTO hatte Osborne einige Alben, unter anderem über New West Records, veröffentlicht. Osborne hatte sich dann von seinem Partner Johnny Delaware getrennt und die Susto Stringband gestartet, die mittlerweile auch bereits zwei Alben veröffentlicht hat – „Volume One“ und „Volume Two“. Kaum losgelegt, hat mich die Band in ihren Bann gezogen, die Melange aus Country und Bluegrass mit wunderbarem mehrstimmigen Gesang hätte auch perfekt auf das Album „Will The Circle Be Unbroken“ der Nitty Gritty Dirt Band gepasst. Mehr muss ich als Vergleich gar nicht anbringen – genau so klingt die Susto Stringband und mein Jagdfieber wurde auch hier gestillt, wenn es auch nur die „Volume Two“ zu kaufen gab.
Was die Angebote auf den Verkaufstischen betrifft, ist es schon sehr interessant zu sehen, dass die meisten der aufgetretenen Musiker und Bands so gut wie immer Vinyl dabei hatten, aber selten CDs. Der Wandel des physischen Tonträgers zurück zur Schallplatte ist immer deutlicher zu sehen, auch wenn der Transport für viele der aufgetretenen Künstler/Künstlerinnen nicht einfach ist. So hatten auch manche überhaupt kein Merchandise dabei wie etwa Leon Majcen, Nick Lowe oder The Temperance Movement.
Dann hatte es uns doch noch erwischt, und dann gleich so richtig. Kaum hatte der Auftritt der US-Amerikanerin SUNNY WAR begonnen, ging ein heftiger Regenschauer auf das Gelände hernieder, der die Besucher in Hektik verleiten ließ und schnell die Regenponchos und –jacken angezogen wurden. Der Auftritt litt natürlich sehr darunter, auch ich hatte mehr Mühe, das Trockene zu suchen als der Musik zu lauschen.
Rechtzeitig zu OTIS GIBBS war der Himmel wieder blau, die Regenwolken verzogen. Ich hatte Otis Gibbs noch nie live gesehen – auch er ein großartiger und professioneller Singer/Songwriter und Storyteller, vor wohl 20 Jahren aus Indiana nach East Nashville gezogen und da seine neue Heimat gefunden.
Auch JAMES McMURTRY hatte kein Merch zum Verkauf, für mich eh kein Problem. Neben Tim Holt an der Gitarre/Harmonica und Cornbread am Bass war für die Tour Craig Bagby eingesprungen, kein Unbekannter, hatte er doch früher unter anderem bei der Band Shurman und Austin Collins getrommelt. Was soll ich zu McMurtry sagen? Er spielte mehr oder weniger ein 75 Minuten-Best Of mit „Childish Things“, „Annie“, „Choctow Bingo“, „We Can’t Make It Here“, „You Got To Me“, „Red Dress“ und zum Abschluss „Too Long In the Wastland“. Gewohnt routiniert und eine typische McMurtry-Show mit wenigen, dann knarzigen Kommentaren.
Den Rausschmeißer durfte THE WHITE BUFFALO spielen, und das machte der mächtige Mann aus Oregon mit Bravour! Seine erdbebenhafte Bariton-Stimme hätte garantiert jeden Büffel in die Flucht geschlagen. Wenn das nicht gereicht hätte, dann ganz sicher mit dem Trommelwirbel von Matt Lynott. Was der Mann am Schlagzeug an Arbeit verrichtete, ist schon bemerkenswert. Und nicht weniger beeindruckend war das Gitarrenspiel von Christopher Hoffee, die drei ergänzen sich perfekt und zelebrieren eine Rockshow sondersgleichen, die mit Americana eigentlich wenig zu tun hat und durch den Einsatz der akustischen Gitarre von Jake Smith, wie der weiße Büffel mit richtigem Namen heißt, doch wieder viel Americana in sich hat. Meist starteten die Songs ruhig und wuchsen dann von Minute zu Minute zu einem wahren Gitarren-Drums-Stimme-Gewitter, wenn die drei Musiker wie Berserker ihren Teil der Show absolvierten. Ich kannte zuvor eigentlich nur einen Song – „Come Join the Murder“ aus der „Sons Of Anarchy“-TV-Serie, aber nach diesem fulminanten Auftritt muss ich mich mit dem Oevre von The White Buffalo genauer auseinandersetzen.
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Viele unserer Kunden hatten sich die letzten Tage bei Bestellungen die Finger wundgetippt und dachten teilweise auch, dass ihr PC spinnt, dabei war es unser Webshop bzw. der Warenkorb, der nicht mehr erreichbar war. Einzig der Firefox-Browser für Kunden in Deutschland hatte wohl funktioniert, alle anderen hatten sich geweigert, ihren „Job“ zu machen. Die frohe Nachricht: Der Warenkorb und die Kasse laufen jetzt wieder! Darüber hinaus haben wir beim Bestellvorgang vor der Ausführung der Bestellung eine Seite zwischengeschaltet, wo eine Gesamtübersicht der Bestellung inklusive Versandkosten angezeigt wird. Wir möchten uns für eure Geduld bedanken!
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Am Montag, den 17. August, sollte eigentlich die aktuelle Ausgabe der BLUE ROSE RADIO SHOW beim Internetradio rockradio.de laufen. Wie bereits bei der Juni- und Juli-Ausgabe gab es technische Probleme, wodurch die Sendung leider wieder ausfallen musste. Wir sind derzeit an der Fehlersuche und haben dazu sogar fünf Wochen Zeit, damit am 21. September endlich wieder eine reibungslose Sendung gefahren werden kann. Moderator Edgar Heckmann produzierte die Sendung nun wie ursprünglich geplant nach. Das bunte 120 Minuten-Programm beinhaltete neue Songs von Buddy Miller, Richard Thompson, Son Volt, Uncle Lucius, Bywater Call oder Ray Wylie Hubbard, um nur einige zu nennen.
Die komplette Sendung gibt es ab sofort als Stream, dazu bitte auf den blauen PLAY-Button klicken. Eine Playlist der Sendung steht auch zur Verfügung.
Die September-Ausgabe läuft am 21.09. wie üblich von 22 bis 24 Uhr.
Kleiner Tipp: Frühere Ausgaben der BLUE ROSE RADIO SHOW können per Streaming nachgehört werden. Einfach im Browser-Fenster den Monat und das Jahr per Hand austauschen.
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Nach dem völlig überraschenden Tod von Al Collins im Jahr 2021, Ehemann, Partner in Crime, Manager, Tourplaner, Bassist und weiteren „Jobs“ in Stacie’s Band The Al-Mighty 3, war für Stacie Collins nichts mehr wie zuvor. Sie zog von Nashville zurück nach Cleveland in Ohio zu ihrer Familie und beendete das Thema „Musik“ komplett. Als sie eine Anzeige der US-Airline Southwest sah, die Flugbegleiterinnen suchten, bewarb sie sich und wurde zu ihrer eigenen Überraschung genommen. Nach einer harten Ausbildung nahm sie ihren Dienst auf und unterhält seither mit großem Engagement, je nachdem, welche Fluggäste sie begrüßt, die Reisenden auch hin und wieder mit ihrer Mundharmonica. Darüber hinaus war an musikalische Aktivitäten nicht zu denken. Bis sie eine Einladung erhielt von Dan Baird, als Gast bei einer Show aufzutreten. Da fing das Feuer wieder an zu lodern und sie stand hin und wieder auf der Bühne, wenn auch nur für ein paar Songs.
Für 2026 hat Stacie ihren Job, den sie liebt, auf „Pause“ gestellt und nahm die Einladung von Warner Hodges an, ihn und seine Band auf der Europatour im Herbst zu begleiten. Nicht nur mit einigen Songs in Warner‘s Set, sondern im Vorprogramm mit Warner‘s Band als Unterstützung.
Die größte Überraschung ist jedoch, dass Stacie ein Album bei den Shows anbieten wird, das noch vor dem Tod von Al Collins mit der Al-Mighty 3-Band 2019 in Schweden aufgenommen worden und eigentlich für die Europatour 2021 zum Verkauf geplant war. Leider kam es anders, das Album Damn Girl, als CD mit 12 und Vinyl mit 11 neuen Songs erhältlich, liegt seither in Lagerräumen und wartet auf seine „Freilassung“. Wir freuen uns, dass wir sowohl die CD als auch das Vinyl exklusiv über den Blue Rose-Webshop anbieten können. Was erwartet uns auf Damn Girl? Klar ist schon nach den ersten Tönen des Openers „You Don’t Know Me“ – da wo Stacie Collins draufsteht, da ist auch Stacie Collins drin! Wie nicht anders zu erwarten, singt, schreit, gospelt sie sich die Seele aus dem Leib, bläst in ihre Blues Harp, dass es noch weit über den Mississippi hinaus schallt und so manchen Studiocrack vom Fach alt aussehen lässt. Bei allen 12 Songs waren Stacie und Al Collins beteiligt, die Hälfte hat Gitarrist Sudbury mitgeschrieben, bei „Down For The Count“ hat auch Göransson seine Duftmarke hinterlassen. Dass es sich dabei um einen knackigen Rocker handelt, dürfte keine Überraschung sein. Es ist mitnichten der einzige fetzige Track, erst die fünfte Nummer „Things I Meant To Say“ nimmt das Tempo herunter und zeigt, dass Collins/Collins auch wunderbare Balladen schreiben können. Ein Slow Song reicht dann aber auch, die weiteren Stücke lassen es dann wieder richtig krachen – Boogie Stomper oder nicht selten an die Cowpunk-Veteranen von Jason & The Scorchers erinnernde Country/Honkytonk-Rocker zeigen Stacie Collins und ihre Truppe AL-Mighty 3 auf dem Höhepunkt!
Natürlich wird es beide Formate auch bei den kommenden Shows von Stacie und den International All Stars um Warner E Hodges zu kaufen geben:
16.09. UK-Edinburgh, Bannerman’s
17.09. UK-Blackpool, The Waterloo Music Bar
18.09. UK-Crumlin, The Patriot House Of Rock
19.09. UK-Kendal, Ruskins Bar
20.09. UK-Forfar, 10 Cafe Bar
21.09. UK-Forfar, 10 Cafe Bar
23.09. UK-Llandudno, The Motorsport Lounge
24.09. UK-Kinross, Backstage at the Green Hotel
25.09. UK-London, Cart & Horses
26.09. UK-Brighton, Prince Albert
27.09. UK-Newcastle Upon Tyne, The Cluny
28.09. UK- Sheffield, The Greystones
29.09. UK-Leicester, The International
01.10. DE-Metzingen-Glems, Hirsch
02.10. DE-Listal, KBB Liestal
03.10. CH-Einsiedeln, Clübli – TC Crows
05.10. DE-Norderstedt, Music Star
07.10. DE-Heilbronn, WaldHaus
08.10. DE-Lichtentanne, St. Barbara
09.10. DE-Isernhagen, Blues Garage
11.10. N-Oslo, Herr Nilsen
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Der kanadische Singer/Songwriter, CanAmericana Artist und Heartland Rocker Leeroy Stagger gehört schon seit den frühen 2000ern zu den interessantesten Künstlern seiner Zunft. Auf seinem nicht immer geradlinig verlaufenen Weg sammelt er die wichtigen Auszeichnungen in Serie und erfreut sich allgemein höchster Beliebtheit und Anerkennung – weit über die Landesgrenzen hinaus, besonders auch in Europa, wo seine Alben häufig auf dem für solche Musik prädestinierten Blue Rose-Label erschienen sind und wo er sich über etliche Tourneen hinweg eine feste Fangemeinde erspielt hat. Seine aktuelle Tour bei uns ist gerade erfolgreich zu Ende gegangen, zusammen mit seiner Band trat er nach 10-jähriger Pause in vielen einschlägigen Clubs für handgemachte Musik auf und begeisterte sein Publikum auch wieder beim alljährlichen Static Roots Festival. Im Gepäck natürlich der ein oder andere Klassiker mit Wiedererkennungspotenzial aus einer langen Schaffenszeit, aber auch richtig viele neue Songs! Denn Leeroy Stagger hat ein brandneues Album mit neun durchweg starken Nummern veröffentlicht, es heißt – wie seine Tour – ‚Pilgrimage‚.
Der ursprünglich aus Vancouver stammende Stagger ist nach vielen Jahren in der Prairie von Alberta kurz vor der Corona-Phase wieder zurück an die Westküste gezogen und hat auf Vancouver Island in Victoria seine neue Heimat gefunden, inklusive hauseigenem Tonstudio (Neighborhood Records), in dem auch die aktuelle Platte entstand – in enger, freundschaftlicher Zusammenarbeit mit dem renommierten Multiinstrumentalisten/Songwriter/Produzenten/Arrangeur Joel Plaskett vom entgegengesetzten Ende Kanadas, aus Dartmouth an der Bucht von Halifax in Nova Scotia. Plaskett hat nicht nur alle Songs auf ‚Pilgrimage‘ co-geschrieben, instrumentiert und zusammen mit Leeroy Stagger produziert und aufgenommen, es ist vor allem seine empathische Art der atmosphärischen Gestaltung der einzelnen Tracks, jederzeit auf den Kern der Lyrics konzentriert und ausgerichtet. Und diese Songtexte sind besonders, ja, sie folgen einem Konzept, das von Leeroy Stagger in den Liner Notes des Booklets ausführlich erklärt wird. Kurz gefasst bedeutet ‚Pilgrimage‘ eine dezidierte Auseinandersetzung mit seiner eigenen Vergangenheit und Karriere, seinen schottischen Vorfahren und keltischer Tradition, initiiert durch ein Wochenende in Glasgow im Jahr 2018 und inspiriert durch das berühmte Buch ‚Soil And Soul‘ des Schriftstellers und Highland-Aktivisten Alistair McIntosh.
Da ist es keine Überraschung mehr, dass wir es bei ‚Pilgrimage‘ mit einem deutlich folkig ausgerichteten Leeroy Stagger-Album zu tun haben. Akustische Gitarren, Mandolinen, Geigen, Banjos stehen häufig im Vordergrund oder werden auf ganz natürliche Weise eingebunden in die gefühlvollen Balladen und die eingängige Songwriterkunst vom kongenialen Team Stagger/Plaskett, gerne auch garniert mit dezent elektrischen Folk Rock-Untertönen wie aus den 70ern. Dazu passt die „analoge“, handgefertigte Produktion, als quasi radikaler und sehr sympathischer Gegenentwurf zum mittlerweile doch arg automatisierten Americana-Fließbandsound all der Isbells, Carliles, Old Crows oder Avetts. Und dazu passt besonders auch die Stimme bzw. die Art zu Singen des Protagonisten: mit warmem, sonorem Tonfall, auch zupackend und etwas sperrig, jederzeit attraktiv und charaktervoll – eben 100% Leeroy Stagger! Weiterlesen / Read more
Kommentare deaktiviert für LEEROY STAGGER ist zurück mit dem neuen Album Pilgrimage – exklusiv erhältlich im Blue Rose-Webshop!
Treue Hörer unserer „Blue Rose Radio Show“ werden es noch rechtzeitig gelesen haben, andere werden sich gewundert haben, was da für „andere“ Musik am vergangenen Montag ab 22 Uhr gespielt worden war. Die Juni-Ausgabe musste kurzfristig abgesagt werden, da der PC, über den die Sendung gesteuert wird, plötzlich seinen Geist aufgegeben hat. Gut, er ist nicht mehr der jüngste, hat aber in den 16 Jahren, seit die Radioshow läuft, bis auf wenige Ausnahmen immer seinen Dienst verrichtet. Jetzt aber könnte es so dramatisch sein, dass, wenn nicht noch ein Wunder in Person eines PC-Spezialisten geschieht, die monatliche Sendung eingestellt werden muss, denn ein neuer PC ist keine Alternative. Wenn wir nun doch noch eine „Heilung“ erreichen, dann wird die Juni-Sendung schnellstmöglich nachproduziert. Wenn nicht, dann wird die „Blue Rose Radio Show“ ohne großes Trara zu Grabe getragen. Wir halten euch auf dem Laufenden.
Kommentare deaktiviert für Technische Probleme der „Blue Rose Radio Show“
Nachdem Steve Wynn seine Memoiren im Buch „I Wouldn’t Say It If It Wasn’t True“ veröffentlicht hatte, startete er im September 2024 eine sechsmonatige Tour in den USA und Europa, wo er Auszüge aus dem Buch las und es mit vielen weiteren Geschichten, vor allem aber mit viel Musik zu den Geschichten verband. Ein sehr unterhaltsamer Abend, der auch für Zuhörer/Zuschauer, die der englischen Sprache mehr oder weniger rudimentär mächtig sind, nicht auf die Musik beschränkt war.
Nun erscheint auf Blue Rose Records weltweit exklusiv ein Dokument dieser Tour, aufgenommen im Club „Monk“ in Rom, Italien am 9. April 2025. Diese Doppel-CD gibt es ausschließlich im Mailorder von Blue Rose Records, bei den Shows von Steve Wynn sowie über Steve’s Bandcamp-Seite.
Hier Steve Wynn mit seinen eigenen Worten zu dem Album:
„Im September 2024, nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung meiner Memoiren „Ich würde es nicht sagen, wenn es nicht wahr wäre“, stand ich in Oxford, Großbritannien, auf der Bühne. Dies sollte der Auftakt zu einer sechsmonatigen Tournee durch die USA und Europa sein, auf der ich jeden Abend eine Live-Interpretation des Buches mit einer Mischung aus Lesungen, Geschichten und Liedern präsentieren wollte.
Ich hatte die Auszüge ausgewählt, die ich vorlesen wollte, und meine Frau Linda hatte diese Abschnitte liebevoll kopiert, eingeklebt und in ein Notizbuch geklebt, um sie auf der Bühne leichter nachschlagen zu können. Diese Lesungen sollten als Leitfaden für die 28 Jahre dienen, die die Geschichte umfasst, während ich plante, einige Lieder einzuflechten, die ich ausgewählt hatte, um meine Geschichte zu erzählen. Der grobe Rahmen stand, aber viel mehr hatte ich noch nicht geplant.
Nach dem Soundcheck unternahm ich einen langen Spaziergang durch die wunderschöne historische Stadt und grübelte darüber nach, wie ich die einzelnen Elemente später am Abend zusammenfügen könnte. Etwa 30 Minuten vor meinem Auftritt betrat ich den Club, bereit, einfach zu improvisieren.
Überraschenderweise lief auf der Bühne alles ganz natürlich, mit spontanen Witzen und einem lockeren, aber dennoch geradlinigen Ablauf. Backstage nach der Show schrieb ich so viel wie möglich von meinem spontanen Ausbruch auf, und 120 Shows später ist diese „Mal sehen, was passiert“-Nacht in Oxford die Grundlage für jede meiner Shows seither – mit nur geringfügigen Anpassungen.
Sechs Monate später erschien die italienische Übersetzung meines Buches, und ich beschloss, meine Freunde und lokalen Größen Rodrigo D’Erasmo (Violine, Bratsche) und Enrico Gabrielli (Saxophon, Oboe, Flöte, Keyboard) einzuladen, mich auf dieser musikalischen Reise zu begleiten. Wir hatten zwei Wochen lang riesigen Spaß mit unserer kleinen orchestralen Theateraufführung, und der Auftritt in Rom war definitiv der Höhepunkt.
Das ist fast so gut, wie selbst dabei zu sein. Und, ehrlich gesagt, ich würde es nicht sagen, wenn es nicht wahr wäre.“
Kommentare deaktiviert für Exklusiver Blue Rose-CD-Release von STEVE WYNN und seiner Memoiren-Tour!
Veröffentlichungen von und Projekte mit dem sympathischen Singer/Songwriter TODD THIBAUD aus Boston ziehen sich wie ein roter Faden durch die mittlerweile vier Dekaden währende Historie des schwäbischen Blue Rose Labels. 1997, also vor fast 30 Jahren, kam hier sein bedeutendes Solodebüt Favorite Waste Of Time heraus: ein absolutes Kultalbum und der Beginn einer ewigen Freundschaft und ungebrochenen Treue in der Zusammenarbeit, denn auch alle weiteren Produktionen erschienen unter dem Blue Rose-Logo – tolle Studioplatten wie Little Mystery, Squash, Northern Skies, Broken, Waterfall und Hill West neben diversen Livemitschnitten, dazu die umjubelten Alben der kleinen Supergroup Hardpan, die Duoarbeiten mit dem befreundeten Singer/Songwriter-Partner Joseph Parsons oder die drei Werke mit der spannenden Künstlerin Kim Taylor als Water And Sand, ein Schwerpunkt seiner Aktivitäten in den letzten 10 Jahren.
Mit all diesen erwähnten Projekten war Todd Thibaud vielfach live unterwegs in Europa, besonders gerne in den einschlägigen Clubs in Deutschland, wo er sich – egal in welcher Formation – eine große, treue Fangemeinde aufgebaut hat. Und die kann es nun kaum erwarten, ihn schon im April/Mai 2026 bei seiner langen, knapp 30 Shows umfassenden Tour durch alle Regionen des Landes wiederzutreffen. Anders als zuletzt mit Water And Sand, Parsons/Thibaud oder auch anlässlich seines 7 Jahre zurückliegenden Albums Hill West wird es allerdings kaum leise, nachdenkliche, akustische Americana-Töne geben, sondern es ist – ganz im Gegenteil – lauter, voll elektrischer Gitarrenrock mit einer dementsprechend ausgerüsteten 5-Mann-Combo angekündigt!
Rechtzeitig zur Tour erscheint nun das frische, mit 10 brandneuen Songs gespickte Klassealbum Alchemy, das Thibaud zusammen mit seiner aus langjährigen Freunden und Mitspielern bestehenden Liveband in diesem Jahr in den legendären Q Division Studios in Massachusetts aufgenommen hat. Mit seinem lauten, dynamischen Sound, den süffigen Gitarrenläufen und rockigen Bandarrangements kommt Alchemy vielleicht der extrovertierten Atmosphäre von Waterfall (2013) nahe. Eher noch erinnern die neuen Stücke an frühere Großtaten von Favorite Waste Of Time (1997) und Northern Skies (2004) oder gar an die kultigen Courage Brothers, Thibaud’s erster Profiband aus den frühen 90ern! Das ist Musik mit einem klaren Pop/Rock-Auftrag und einem erstklassigen Mix zwischen Westcoast, Heartland & Prairie Rock auf Basis von handfestem Singer/Songwritertum und jenem melodieseligen Indie Roots/Guitar Pop, der mal in den 90ern von solchen längst vergessenen Bands wie Vigilantes Of Love, Gathering Field, Floating Men, Swinging Steaks, Cravin‘ Dogs und nicht zuletzt den Courage Brothers erfunden wurde. Oder auch gerne ein paar Nummern größer: Alchemy besitzt die Grundtugenden all der Heartbreakers, Wallflowers, Jayhawks, BoDeans und Gin Blossoms mit einer ordentlichen Prise Springsteen/Mellencamp/Hiatt & Co. Aber das Endergebnis trägt natürlich die deutliche Handschrift Todd Thibaud’s! Weiterlesen / Read more
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Fast zwei Jahre sind vergangen, seit die 19. Ausgabe der Blue Rose Collection-Serie im April 2024 erschienen war. Nun liegt sie endlich vor, die Nr. 20. Bei der Auswahl der 15 Songs haben wir diesmal neben zahlreichen Picks von Alben aus 30 Jahren Blue Rose Records auch Songs ausgewählt, die bisher unveröffentlicht sind – von den Bottle Rockets, Big In Iowa und Slobberbone, aber auch Alejandro Escovedo ist mit einem Stück vertreten, das es lediglich auf dem Album der „Official Blue Rose Bootleg“-Serie gibt, das im Übrigen jetzt auch wieder über den Webstore erhältlich ist.
Wie schon bei der vorigen Ausgabe erhält jeder Besteller von vier Artikeln und mehr einmalig diese Nr. 20 automatisch kostenlos beigelegt, die Beilage entfällt aber bei jeder weiteren Bestellung von mindestens 4 Artikel, es sei denn, der Besteller wünscht ausdrücklich ein weiteres kostenloses Exemplar. Als Ersatz kann auf Wunsch auch ein Exemplar der Blue Rose Collection Nr. 13, 15, 16, 17, 18, 19 oder ein Exemplar der noch verfügbaren Ausgaben der Blue Rose Nuggets-Serie gewünscht werden. Diese Wünsche können im Warenkorb vor dem Absenden der Bestellung in dem vorhandenen Kommentarfeld geäußert werden.
Selbstverständlich kann auch diese 20. Ausgabe der Blue Rose Collection-Serie für € 5,00 käuflich erworben werden.
Die Trackliste der 20. Ausgabe:
1. ELLIOTT MURPHY – SONNY (aus dem Album „Beauregard“)
2. MAP OF WYOMING – I STILL NEED IT (aus dem Album „Trouble Is“)
3. BOTTLE ROCKETS – FINANCING HIS ROMANCE (live aufgenommen bei der Blue Rose Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen am 13.12.2008 (bisher unveröffentlicht)
4. PETER HOLSAPPLE – MEET ME IN THE MIDDLE (aus dem Album „Out Of My Way“)
5. MIKE GRIER – THE MUD AND THE BLOOD AND THE BEER (aus dem Album „Shaken Not Stirred“)
6. CONTINENTAL DRIFTERS – SIDE STEPPIN‘ THE FIRE (aus dem Album „Nineteen Ninety-Three“)
7. TODD McBRIDE – WOUNDED LTD. (aus dem Album „HOT-FM Broadcasts Vol. 1“)
8. SHAKIN‘ APOSTLES – CRAZY FLOWERS (aus dem Album „Too Hot For Snakes“)
9. US RAILS – RECKLESS HEART (aus dem Album „All In“)
10. BIG IN IOWA – INTO THE MYSTIC (live aufgenommen beim Wolfstock Festival am Bostalsee am 15.06.2001 (bisher unveröffentlicht)
11. NAKED BARBIES – RIVER (aus dem Album „Living Independently“)
12. SLOBBERBONE – GIMME BACK MY DOG (live aufgenommen beim Orange Blossom Special Festival in Beverungen am 11.06.2000 (bisher unveröffentlicht)
13. RUSS TOLMAN – TWO DRINKS FROM GENIUS (aus dem Album „HOT-FM Broadcasts Vol. 1“)
14. WACO BROTHERS – WHERE THE MIGHTY FALL (aus dem Album „Electric Waco Chair“)
15. ALEJANDRO ESCOVEDO – CASTANETS (taken from the album „Official Blue Rose Bootleg Series/Heilbronn 12.12.2002“)
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